Deutsche Bahn startet Verkaufsprozess für DB Schenker

by Magic_Medic3

11 comments
  1. Aus dem Artikel des [Spiegels](https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/schenker-bahn-tochter-soll-verkauft-werden-a-4c5bf852-81fe-446f-8974-ac95b956eeb8):

    > Die Bahn soll sich von der Logistiktochter Schenker trennen. Das könnte gut 15 Milliarden Euro einbringen.

    […]

    > Dann würden allerdings auch die recht beständig sprudelnden Gewinne der Frachttochter wegfallen, die bislang der Bahn zur Verfügung standen, unter anderem um die Zugflotte zu modernisieren.

    […]

    > Schenker […] steht für mehr als ein Drittel des Umsatzes der Deutschen Bahn. Im ersten Halbjahr 2022 erzielte Schenker einen Betriebsgewinn von fast 1,2 Milliarden Euro und hievte damit den Gesamtkonzern wieder in die Gewinnzone.

    In anderen Worten: Die Bahn macht Verluste (logischerweise, da sie ja auch unrentable Verbindungen aufrecht erhalten muss) und kann das bisher mit Schenker auffangen. Bei 1,2Mrd/Halbjahr hätte man den möglichen Verkaufserlös in ~6 Jahren erwirtschaftet. Ab 2030 stände dann dauerhaft weniger Geld zur Verfügung.

    Warum also die Wette gegen die Zukunft?

    > Das Management der Deutschen Bahn galt lange als Gegner eines Verkaufs, da die Sparte meist ein vergleichsweise verlässlicher Gewinnlieferant war und damit den verlustreichen Bahnverkehr in Deutschland stützen konnte. Auch der frühere Aufsichtsratschef Michael Odenwald hatte einen Verkauf skeptisch gesehen. Odenwald hat seinen Posten Ende Juli geräumt, das Vertrauensverhältnis zu Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) galt als gestört. Nachfolger soll Regierungs- und Branchenkreisen zufolge der langjährige Finanzstaatssekretär Werner Gatzer werden, der dem Aufsichtsrat als Regierungsvertreter dort bereits angehört.

    Getreu dem FDP-Motto: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

  2. Rip Schienenausbau. Mein Dank dafür gebührt Grün-Gelb, die immer gebetsmühlenartig die “Konzentration aufs Kerngeschäft” predigen.

  3. Kartellamt mal bitte offline schalten und einfach an die Deutsche Post verkaufen damit es wenigstens in DE bleibt. Danke.

  4. Erstmal die einzige Sparte die plus macht verkaufen. Hoffentlich investieren die das Geld in Fernsehkabel. Das setzt sich durch zusammen mit Tageslichtprojektoren

  5. Die haben mir einmal was geliefert, waren sehr nett, haben auf mich gewartet und mir gratis die EuroPalette da gelassen.

  6. Ich weiß, dass das hier eine sehr unpopuläre Meinung ist, aber das ist gut für Deutschland, gut für die DB und abhängig vom Käufer auch gut für Schenker.

    Deutschland/Bürger: Wenn Schenker nicht verkauft würde, müsste der Schienennetzausbau vom Steuerzahler übernommen werden. Außerdem macht Schenker gerade gute Gewinne und die Preise für Speditionsunternehmen sind hoch, d.h. guter Zeitpunkt zu verkaufen.

    DB: Die DB ist seit Jahrzehnten schlecht geführt, kann sich aber speziell in den letzten immer Geld von Schenker “klauen” und muss damit nicht die eigenen Probleme angehen.

    Schenker: Kann aktuell nicht richtig investieren, weil das ganze Geld an die DB geht. Zusätzlich kann es für ein im starken Wrttbewerb stehendes Unternehmen nicht gut sein zwei weitere Ebenen an Bürokratie über sich zu haben (DB und Bund). Hier muss man jedoch den Käufer abwarten, wenn das Ding an die Saudis geht (haben bereits Interesse gemeldet), ändere ich meine Meinung!

  7. Hab mal Andrea angeschrieben und 2 ps5 + steamdeck und 60 euro angeboten.

  8. wie blöd kann man sein. Jedes gewinnbringende Unternehmen in Staatshand ist gut und sollte nicht verkauft werden.

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