
Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000200776/finanzieren-wirklich-nur-die-reichsten-20-prozent-oest-sozialstaat
Kann mich noch gut an den anderen Artikel vor kurzem erinnern.
> Dass nur die 20 Prozent der Superreichen einzahlen, sei eine “Fehlinterpretation der Daten”, sagt die Ökonomin Silvia Rocha-Akis.
> Insgesamt zahlen 37 Prozent der Bevölkerung in Österreich mehr in den Sozialstaat ein, als sie herausbekommen.
> Interessant ist aber noch ein Aspekt: Selbst in der Gruppe der reichsten zehn Prozent sind fast ein Fünftel der Menschen Nettoempfänger vom Staat, sie bekommen also mehr Leistungen, als sie einzahlen.
by Skill_Bill_
11 comments
20 Prozent *Super*reiche? Was sind dann Leute wie Mateschitz? Oberaffentittenreiche?
>Interessant ist aber noch ein Aspekt: Selbst in der Gruppe der reichsten zehn Prozent sind fast ein Fünftel der Menschen Nettoempfänger vom Staat, sie bekommen also mehr Leistungen, als sie einzahlen.
Ich vermute halt einmal, dass das die Pensionisten sein werden, die ihre wohlverdiente Pension beziehen. Diese Situation mit jemandem zu vergleichen der nie in seinem Leben mehr einzahlt als er rausbekommt, ist schon etwas weit hergeholt.
TIL: Ich gehör zu den reichsten 20% der Österreicher:innen
Für die absurd hohe Menge die ich an die SV bezahle bekomm ich noch ned mal zeitnah einen Termin beim Hausarzt geschweige denn beim Facharzt und muss mir die Zeckenimpfung und Brille selbst zahlen.
>Umverteilung durch das Bildungssystem. Wenn ein Kind die Schule besucht, dann kostet das den Staat Geld, auch wenn die Familie nichts zahlt. Das wird berücksichtigt. Berücksichtigt sind auch Kosten für Gesundheitsversorgung, die anfallen.
Da wird man schnell zum Nettoempfänger. Es ist schließlich eine Sozialleistung für die Eltern, wenn die Kinder in die Schule gehen, und nicht etwa eine notwendige Voraussetzung dafür, dass das Werkl überhaupt weiterlaufen kann.
Falls es wen interessiert, da ist die originale Quelle: https://www.wifo.ac.at/pubma-datensaetze?detail-view=yes&publikation_id=71151
Entgegen der hier vertretenen Meinung, ja. Die Reichen finanzieren den Sozialstaat und das ist auch gut so. Die obersten 10% kommen nach Abzug aller Transferleistungen des Staates für 50% der Steuereinnahmen auf. Fast die Hälfte der Österreich bekommt mehr Leistungen als sie an steuern einzahlt.
Von Ausbeutung kann man in Österreich also nicht reden, zumindest in den Fällen, in denen die Steuern ordentlich bezahlt werden.
Axo, na wenn’s eh 37% sind (bin da mit dabei), dann passt ja alles..
Wenn genug Boomer in Pension gehen, wird’s noch schlimmer aussehen..
Aber genug bilden sich ja ein, dass Migranten mit kaum Ausbildung, irgendwie magisch dieses System erhalten..
Manche werden auch arbeiten.. aber halt im Niedriglohnesektor, was kaum Abgaben hat, welchen den Sozialstaat erhalten soll..
Am Besten sind da noch paar Obergscheiten die als Lösung meinen, man soll Privat Vorsorgen..
Können wir machen..aber ab sofort und ich zahl nur noch einen Bruchteil der Abgaben.
Die 37% Einzahler könnten sich ein US System nämlich leisten..
Es ist eine Katastrophe, wenn eine absolute Mehrheit netto kassiert. Es sollte eine Mehrheit solidarisch sein mit den wenigen, die es tatsächlich benötigen.
Ist halt eine etwas kurzsichtige Art die Welt zu sehen.
Ein Schichtarbeiter erzeugt mit seiner Arbeit direkt wohl erst mal vergleichbar oder auch mehr Wert als ein Arzt oder Ingenieur. Er verdient aus anderen Gründen halt sehr viel weniger und zahlt dementspreched weniger Steuern. Ein Teil des produzierten Werts kommt trotzdem in der Gesellschaft an.
Wenn man daraus Schlüsse ziehen will, dann bitte nicht dass die obere Mittelschicht so arm ist, sondern eher dass a) viele Leute einfach absolut unterbezahlt sind und b) man wohl Gewinne/Vermögen/etc höher und Arbeit geringer besteuern könnte.
Leuten die für ihre Arbeit einen viel zu kleinen Gegenwert bekommen vorzuwerfen, sie würden zu wenig beitragen ist sehr daneben.
Was man da beachten sollte ist dass das eine Momentaufnahme ist + bis auf wsl. die oberste und die unterste Gruppe die sehr breit gestreut sein werden, die anderen Gruppen enger gestaffelt sind
Dh das Pensionisten ziemlicher sicher eine oder zwei Gruppen unter ihrer ehemaligen Verdiebstgruppe zu liegen kommen (als Arbeitnehmer und Einzahler warst damals in Gruppe 8 und jetzt mit der Pensi bist als Empfänger in Gruppe 6)
Weil wir mit der BevölkerungspyrMide halt grad in einer Phase sind wos immer mehr Pensionisten gibt verstärkert das natürlich den Eindruck das nur Gutverdiehner Einzahler sind
Selbst wenn die 20 Prozent stimmen, seh ich das Problem an der Zahl nicht, sie sagt ja nichts über die Gesamtbelastung aus. Die einzige Möglichkeit die Prozentzahl zu erhöhen wäre logischerweise die Leute darunter netto stärker zu belasten (damit sie insgesamt mehr zahlen als bekommen).
Also im Klartext, dass die obere Mittelschicht (in der 20-50% Schicht) stärker zu belasten. Was vermute ich nicht der Wunsch ist der Leute die sich über die 20 Prozent aufregen.