>„Wir sind keine Maschinen, in die man einfach eine Spritze reinsticht!“ empört sich Christian Schubert in seinem Vortrag über die Covid-19-Impfung.
>Schubert ärgert sich. Er kann es nicht fassen, dass andersdenkenden Menschen Unwissenschaftlichkeit unterstellt wird. Den Spieß dreht der Arzt und Psychologe um: die Pro-Impf-Seite sieht er als die eigentlichen WissenschaftsleugnerInnen. Christian Schubert glaubt an das „freie Atmen“, nicht an die Technik. Deswegen lehnt er Schutzmasken ab. Wenn, dann trage er sie ausschließlich unter der Nase. Das sei weniger gesundheitsschädlich, meint er.
>Faktenchecker zu Coronathemen bezeichnet der deutsche Kommunikationswissenschafter als Propagandamaschinen.
>Komlosy sieht ein riesiges Profitinteresse hinter der Impfung. Ohne medizinische Kompetenzen verkündet sie die Unsicherheit des Covid-19-Impfstoffes.Dabei handle es sich laut Komlosy nur um einen eingebildeten Schutz, das Infektionsgeschehen spräche sowieso gegen eine Impfung. Aber auch Covid-Tests steht die Historikerin kritisch gegenüber. Diese hält sie für ein Beispiel eines technologischen Machtbarkeitswahns. Den Grünen Pass sieht sie als ein Mittel der staatlichen Überwachung.
>Abgesehen von den genannten Vortragenden selbst sorgen auch die begleitenden Vorbereitungsmaterialen für Aufregung. Bestehend aus Texten und (YouTube-)Videos weisen sie verschwörungstheoretische Tendenzen/Inhalte und Falschinformationen auf. So kommen in diesen Begleitmaterialien Personen zu Wort, die in der Vergangenheit schon die Existenz von Aids leugneten und die Terroranschläge vom 11. September 2001 offen als „Inside-Job“ bezeichneten.
Und zum krönenden Abschluss:
**”Die Universitäten distanzieren sich auf Nachfrage von jeglicher Covid-19-Verharmlosung und appellieren zur Impfung. Die Hochschulen betonen aber auch die Wichtigkeit der akademischen Freiheit.”**
🤡
wenn das so stimmt, ist das für eine universität immens peinlich. das hat mit neutraler begutachtung eines themas und wissenschaftlichem diskurs nichts mehr zu tun. vor allem: eine historikerin will studenten medizinisches fachwissen vermitteln? da kann ich auch gleich auf der TU eine gastvorlesung halten, weil ich mal erfolgreich nach einem stromausfall in der wohnung den sicherungsschalter wieder umgelegt habe
Was plötzlich unter dem Deckmantel der Freiheit alles möglich is. Werd ich mir merken wenn ich mit 280 durch die 80er Zone braus. Herr Inspektor, die Geschwindigkeitsbegrenzung schränkt meine akademische freiheit ein. Ich will heim Journals lesen.
Akademische Freiheit verstehe ich schon, soll ja auch so sein, aber dann muss hier wirklich allen Aspekten auf den Zahn gefühlt werden. Wissenschaft lebt von Diskurs, nicht von Ohren mit den Fingern zuhalten und “Lalalala” singen. Wenigstens ist die Sache bei FM4 aufgetischt worden, da lassen sich solche fragwürdigen Sachen von der Uni nicht mehr ganz so leicht unter den Teppich kehren.
> Es darf keine ECTS für Coronaverharmlosung geben
Liebe ÖH: die Student:innen können ja nicht wirklich etwas dafür. Die meisten sind da vermutlich nur hin, weil es im Curriculum vorgesehen ist. Da finde ich es ehrlich gesagt etwas fragwürdig, die Student:innen jetzt dafür zu bestrafen.
Uff. Das klingt ziemlich misslungen.
Würds auch gut finden sich im Rahmen einer Ringvorlesung mit Meinungen anderer Richtungen auseinanderzusetzen, aber wenn jemand KenFM als Quelle empfiehlt…
Das wird mit Sicherheit empfindliche Folgen haben für die LVA Leitung
7 comments
Meine Favoriten:
>„Wir sind keine Maschinen, in die man einfach eine Spritze reinsticht!“ empört sich Christian Schubert in seinem Vortrag über die Covid-19-Impfung.
>Schubert ärgert sich. Er kann es nicht fassen, dass andersdenkenden Menschen Unwissenschaftlichkeit unterstellt wird. Den Spieß dreht der Arzt und Psychologe um: die Pro-Impf-Seite sieht er als die eigentlichen WissenschaftsleugnerInnen. Christian Schubert glaubt an das „freie Atmen“, nicht an die Technik. Deswegen lehnt er Schutzmasken ab. Wenn, dann trage er sie ausschließlich unter der Nase. Das sei weniger gesundheitsschädlich, meint er.
>Faktenchecker zu Coronathemen bezeichnet der deutsche Kommunikationswissenschafter als Propagandamaschinen.
>Komlosy sieht ein riesiges Profitinteresse hinter der Impfung. Ohne medizinische Kompetenzen verkündet sie die Unsicherheit des Covid-19-Impfstoffes.Dabei handle es sich laut Komlosy nur um einen eingebildeten Schutz, das Infektionsgeschehen spräche sowieso gegen eine Impfung. Aber auch Covid-Tests steht die Historikerin kritisch gegenüber. Diese hält sie für ein Beispiel eines technologischen Machtbarkeitswahns. Den Grünen Pass sieht sie als ein Mittel der staatlichen Überwachung.
>Abgesehen von den genannten Vortragenden selbst sorgen auch die begleitenden Vorbereitungsmaterialen für Aufregung. Bestehend aus Texten und (YouTube-)Videos weisen sie verschwörungstheoretische Tendenzen/Inhalte und Falschinformationen auf. So kommen in diesen Begleitmaterialien Personen zu Wort, die in der Vergangenheit schon die Existenz von Aids leugneten und die Terroranschläge vom 11. September 2001 offen als „Inside-Job“ bezeichneten.
Und zum krönenden Abschluss:
**”Die Universitäten distanzieren sich auf Nachfrage von jeglicher Covid-19-Verharmlosung und appellieren zur Impfung. Die Hochschulen betonen aber auch die Wichtigkeit der akademischen Freiheit.”**
🤡
wenn das so stimmt, ist das für eine universität immens peinlich. das hat mit neutraler begutachtung eines themas und wissenschaftlichem diskurs nichts mehr zu tun. vor allem: eine historikerin will studenten medizinisches fachwissen vermitteln? da kann ich auch gleich auf der TU eine gastvorlesung halten, weil ich mal erfolgreich nach einem stromausfall in der wohnung den sicherungsschalter wieder umgelegt habe
himmelherrgottsakrament…coronaleugnung?! steinigung jetzt!
Was plötzlich unter dem Deckmantel der Freiheit alles möglich is. Werd ich mir merken wenn ich mit 280 durch die 80er Zone braus. Herr Inspektor, die Geschwindigkeitsbegrenzung schränkt meine akademische freiheit ein. Ich will heim Journals lesen.
Akademische Freiheit verstehe ich schon, soll ja auch so sein, aber dann muss hier wirklich allen Aspekten auf den Zahn gefühlt werden. Wissenschaft lebt von Diskurs, nicht von Ohren mit den Fingern zuhalten und “Lalalala” singen. Wenigstens ist die Sache bei FM4 aufgetischt worden, da lassen sich solche fragwürdigen Sachen von der Uni nicht mehr ganz so leicht unter den Teppich kehren.
> Es darf keine ECTS für Coronaverharmlosung geben
Liebe ÖH: die Student:innen können ja nicht wirklich etwas dafür. Die meisten sind da vermutlich nur hin, weil es im Curriculum vorgesehen ist. Da finde ich es ehrlich gesagt etwas fragwürdig, die Student:innen jetzt dafür zu bestrafen.
Uff. Das klingt ziemlich misslungen.
Würds auch gut finden sich im Rahmen einer Ringvorlesung mit Meinungen anderer Richtungen auseinanderzusetzen, aber wenn jemand KenFM als Quelle empfiehlt…
Das wird mit Sicherheit empfindliche Folgen haben für die LVA Leitung