Atomkraft: Wir werden diesen Krieg verlieren

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  1. Diesen „Kampf“ werden wir auch sehr wahrscheinlich verlieren. Aber, wir sollten uns wenn dann schon so teuer wie möglich verkaufen und unsere Zustimmung davon abhängig machen, dass der Atommüll, den ein Land produziert, auch nur auf seinem eigenen Territorium innerhalb Europas (damit die Franzen nicht dann alles nach franz. Guyana schicken) mit einem Mindestabstand von 100km zur nächsten Landesgrenze Endlagern. Dann verseuchen sie sich selber den Boden und können sich das dann mit ihrer eigenen Bevölkerung ausmachen.

  2. Mir kommen die Tränen, wie heldenhaft unsere 🤡 gegen die Atomkraft kriegführen. Sicherlich hätten sich alle bestehenden AKW samt Müll in Luft aufgelöst, falls dieser Krieg gegen die Klassifizierung von Atomkraft als grüne Energie gewonnen worden wäre. Wäre doch gerade jetzt so ein guter Zeitpunkt, um nochmal auf 30% co2 freie Energie zu verzichten und stattdessen lieber Erdgas aus Russland zu beziehen.
    Blöderweise sind wir traditionell nicht so gut im Krieg führen, somit wird der Traum wohl nicht in Erfüllung gehen. Schade für die Geldgeber der grünen, dass sie jetzt ein Stück vom finanziellen Kuchen der EU taxonomy abgeben müssen.

  3. Ich hab ja nichts dagegen, wenn deutsche Medien Österreich zum Thema machen, aber beim Lesen des Artikels wird mir irgendwie suggeriert, dass wir in der Frage der Kernkraft ganz anders ticken. So als wären wir ein Kuriosum. Dabei ist es Deutschland, das jetzt gerade einen Atomausstieg vollzieht, ohne für Alternativen gesorgt zu haben. Auch auf EU-Ebene tritt man kritisch gegen Kernkraft auf (wenn auch nicht so vehement wie Österreich). Deutschland erreicht mit Verspätung und nach jahrzehntelangen Diskussionen gerade genau das, was Österreich (und übrigens auch Italien) mit einer Volksabstimmung sofort erwirkt hat. Insofern ist uns Deutschland ähnlicher, als es der Autor vielleicht wahrhaben möchte.

  4. Oh wie schön, wenn man als Schreiberling (denn Journalist möchte ich Frank Jödicke in dem Zusammenhang nicht nennen) ohne den Gedanken an Repressalien so richtig unkorrekt sein kann.
    Spott und Hohn – ohne wirkliche Information oder Recherche – einfach verdientes Zeilenhonorar. Aber egal – sein Heimatland hat noch mehr Probleme, die kann man so gut ignorieren.
    Was schlimm ist, dass “wir” an den grenznahen AKWs im Osten selbst schuld sind, denn es gab zwar Aufregung in der Bevölkerung, doch keine politischen Aktionen – und ein gewisser W. Schüssel, wechselte nach seiner politischen Karriere, direkt in die Atomenergielobby Brüssels…
    Jetzt, nach jahrelangem Ignorieren muss alles mit einem “Hau ruck” umgestellt werden – fossile Brennstoffe sind pfui, Strom ist super. Zuerst haben die Grünen immer gegen jede Stromtrasse geschrien – jetzt bräuchte man diese plötzlich doch.
    Und das wir keine Alternative zu den bestehenden Kraftwerksformen gefunden haben, können sich auch wieder zwei Gruppen auf die Fahnen heften. Die Atomlobby hat jede Innovation strikt abgelehnt, denn dies hätte eine Alternative zur Laufzeitverlängerung bedeutet. Und die Grünen – denn alle Atomenergie ist zu verbieten.
    Ich bin ein strikter Gegner der aktuellen Kraftwerke in Europa – aber es gibt interessante Konzepte zur Nutzung der Energie im atomaren Abfall. Nein, nicht Bill Gates bescheuertes Konzept des Heimreaktors. Wir stehen am Anfang der Entwicklung des Fusionsreaktor – das ist ein Konzept für welches ich bin!
    Aber… Mit den Waschln, die nicht weiter als bis zum Rand des Kaffeehäferls bzw, des eigenen Kontos denken können/wollen, wird nix passieren.

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