Der blaue Vorhang | Warum genau wählt eine wohlhabende thüringische Gemeinde die AfD zur stärksten Kraft, der arme bayerische Nachbarort wenige Kilometer weiter aber nicht? Eine Spurensuche

by GirasoleDE

7 comments
  1. Zum Ende des Artikels gibt es die zu erwartende Erklärung:

    >Ostdeutschland hat weniger ein Problem mit antidemokratischen Sichtweisen: Im Osten befürworten fast dreimal so viele Menschen wie im Westen eine rechtsautoritäre Diktatur oder haben ein rechtsextremes Weltbild, wie 2023 eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigte – so ist das Verhältnis seit Jahren. Ausländerfeindlichkeit und Chauvinismus sind in der Bevölkerung im Osten doppelt so weit verbreitet, Tendenz steigend. Auch der Anteil der Menschen, die sich ungerecht behandelt fühlen, ist hier bis zu 20 Prozentpunkte höher als im Westen.

  2. Weil der Rechtspopulismus in Bayern schon mit Freien Wählern und CSU besetzt ist.

  3. Im kleinen bayrischen Nachbarort erinnert man sich vielleicht noch an die Schüsse auf flüchtige DDR Bürger und an alle die es geschafft oder auch nicht geschafft haben.

  4. Wir haben es nach der Wende versäumt im Osten im großen Stile Wohlstand und sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Stattdessen haben wir die Menschen als “Ossis” belächelt und ihre Betriebe und Renten kaputt gemacht. Jetzt hatten die Menschen Sozialismus und eine liberale Demokratie aber waren mit beiden unzufrieden. Jetzt wollen sie mal eine faschistische Autokratie erleben in der Hoffnung, dass es ihnen dann endlich gut geht.

  5. Die mit Abstand meisten AfD-orientierten Parolen hab ich von mittfünziger Unternehmern gehört/gelesen, also durchaus wohlhabender Bürger. Trumps Wähler waren auch im Schnitt deutlich wohlhabender als Bidens/Clintons Wähler. Die AfD wählt man nunmal, wenn man sich Sorgen um den sozialen Abstieg macht. Dazu gehört aber auch die Besserbehandlung von Minderheiten. Dieses Weltbild basiert darauf, dass man sich immer besser fühlen muss als bestimmte andere Menschen.

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