Volle Zustimmung, echt eine Schande für ein Land wie Deutschland so einen niedrigen Mindestlohn zu haben. Sollte mMn immer einen gewissen Abstand zum Bürgergeld besitzen um so auch diese ekelhaften Hetzkampagnen, wodurch „Geringverdiener“ (sorry, nicht negativ gemeint, ich finde das Wort aber etwas lustig und bin selber Teil dieser Gruppe:)) gegeneinander aufgebracht werden, zu unterbinden.
Frage: Lohn-Preis Spirale wird ja als falsch eingestuft, kann man ja auch berechnen. Aber warum kommt das immer wieder auf?
Kann man nicht jedes Argument widerlegen indem man einfach für verschiedene Bereiche eine Liste mit Berechnungen und vermeintlichen Teuerungen erstellt um damit direkt Unternehmen zu kontern die dagegen sind? Also ich verstehe allgemein nicht ganz wie einfach widerlegbare Dinge immer wieder aufkommen können
Cool – dann kann ich als Fachkraft auf 35€ hochgehen.
Oder Bürgergeld – bin mir noch nicht sicher…
Werte Dame, dies ist Deutschland. Hier wird nur nach unten getreten und es wird keinem etwas gegönnt. Wo kämen wir denn hin, wenn Menschen von ihrer Arbeit tatsächlich leben könnten?!
Ich fordere die Firmen auf ihre Gewinne zu senken, für das Allgemeinwohl des Volkes!
oder so lol
Denk doch einer an die Arbeitnehmer!!!
Also ich muss sagen: Bin echt positiv überrascht was für eine Erfolgsgeschichte der Mindestlohn war. Bin jetzt 30 und arbeite durchgehend seit ich 18 bin. Anfangs Minijobs, dann Werkstudent und nun ausstudiert. Als ich mit 18 angefangen habe, haben viele Freunde noch 5-6€ die Stunde bekommen. Während des Studiums waren für mich 11-12€ ein guter Lohn. Heute ist man bei 12,40€. Das ist schon eine krasse Steigerung. Wenn man überlegt, dass sich in etwa einem Jahrzehnt die untersten Löhne in etwa verdoppelt (oder mehr) haben, ist das schon stark. Klar sind die Lebenshaltungskosten gestiegen. Aber ich denke nicht, dass die sich verdoppelt haben.
Sinnvoller wäre es, die Abgaben massiv zu senken.
Ein zu hoher mindestlohn bumst dermaßen den niedriglohn sektor. Arbeitgeber (die grad nicht ein Milliarden unternehnung sind) überlegen sich dann lieber zwei mal bevor sie dann jemanden einstellen für 15€ die stunde. Ich würde tatsächlich lieber für 13€ die stunde arbeiten, anstatt keinen job zu finden weil nicht mehr eingestellt wird. Für Leute die frisch aus der schule kommen, könnte dieser mindestlohn nachteilig auswirken, weil die halt kein job finden.
MMn führt ein zu hoher midestlohn zur jobverlust im niederiglohn sektor. Dies hat teuere Konsequenzen als man augenscheinlich annimmt.
cool, aber wann bekommen azubis endlich lohn von dem man leben kann?
Fände es interessant zu sehen welche motivation jeder hinter dem Mindestlohnt sieht. Also was sollte erreicht werden werden durch den Mindestlohn, oder was sollte er abdecken?
* Existenzsicherung? Irgendein +X darauf? (=)Mindestabstand zu Bürgergeld? Gewisses midnest mögliches “konsum”niveau? Selbstverwirklichung?
* Für einen Single? Einzelverdiener mit 1-n Kindern? Inklusive Partner?
* In ganz Deutschland? Die teuersten Orte ausgespart? Nur an den günstigsten Orten?
* Bei 40h/Woche? 35? 30? 25?
* (Sollte er ortsabhängig sein wegen unterschiedlicher Lebenshaltungskosten?)
* Welche Folgen erhofft man sich für die Wirtschaft? Welche Anreize sollen für entstehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entstehen oder welche sollen *nicht* entstehen? (z.B. Ortsabhängig nach Lebenshaltungskosten: Anreiz für Arbeitgeber in Orten mit niedrigen Kosten mehr zu investieren, oft sind das strukturschwache Gebiete, daher etwa ein wünschenswerter Effekt)
Je nach dem wie man die Fragen beantwortet (und noch andere eventuell) kommt man denke ich zu einem anderen Schluss.
(Hinweis: Ich nehme nicht existenzsicherung als Basis weil ich glaube das jemand mit Mindestlohn auf dem Niveau verdienen sollte, sondern weil das einfach zu bekommende zahlen sind “dank” der anti-bürgergeld berichterstattung der letzten Wochen)
Ich bin aber ehrlich nicht sicher wo ich den Mindestlohn da selbst sehe. Ich habe da noch nicht wirklich drüber nachgedacht, die Frage kam mir nur. Grade die anderen Zusammenhänge sind dann ja spannend noch: Wenn Mindestlohn auf Existenzsicherungsniveau eines Singles wäre gäbe es eine extreme tatsächliche Überlappung (“arbeit lohnt sich” Artikel und so) in denen man mit mindestlohn schnell weniger hätte als Bürgergeld sobald man auch nur ein Kind oder Partner hat.
Ich sag wir runden auf auf 30
Das ist keine Akrobatik, du hast mich nur nicht verstanden. Wenn der Mindestlohn immer weiter erhöht wird, die übrigen Löhne aber nicht, dann lohnen sich Ausbildung und Studium nicht. Das bedeutet, dass höhere Bildung dann zum Hobby wird, das man sich leisten können muss.
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Volle Zustimmung, echt eine Schande für ein Land wie Deutschland so einen niedrigen Mindestlohn zu haben. Sollte mMn immer einen gewissen Abstand zum Bürgergeld besitzen um so auch diese ekelhaften Hetzkampagnen, wodurch „Geringverdiener“ (sorry, nicht negativ gemeint, ich finde das Wort aber etwas lustig und bin selber Teil dieser Gruppe:)) gegeneinander aufgebracht werden, zu unterbinden.
Frage: Lohn-Preis Spirale wird ja als falsch eingestuft, kann man ja auch berechnen. Aber warum kommt das immer wieder auf?
Kann man nicht jedes Argument widerlegen indem man einfach für verschiedene Bereiche eine Liste mit Berechnungen und vermeintlichen Teuerungen erstellt um damit direkt Unternehmen zu kontern die dagegen sind? Also ich verstehe allgemein nicht ganz wie einfach widerlegbare Dinge immer wieder aufkommen können
Cool – dann kann ich als Fachkraft auf 35€ hochgehen.
Oder Bürgergeld – bin mir noch nicht sicher…
Werte Dame, dies ist Deutschland. Hier wird nur nach unten getreten und es wird keinem etwas gegönnt. Wo kämen wir denn hin, wenn Menschen von ihrer Arbeit tatsächlich leben könnten?!
Ich fordere die Firmen auf ihre Gewinne zu senken, für das Allgemeinwohl des Volkes!
oder so lol
Denk doch einer an die Arbeitnehmer!!!
Also ich muss sagen: Bin echt positiv überrascht was für eine Erfolgsgeschichte der Mindestlohn war. Bin jetzt 30 und arbeite durchgehend seit ich 18 bin. Anfangs Minijobs, dann Werkstudent und nun ausstudiert. Als ich mit 18 angefangen habe, haben viele Freunde noch 5-6€ die Stunde bekommen. Während des Studiums waren für mich 11-12€ ein guter Lohn. Heute ist man bei 12,40€. Das ist schon eine krasse Steigerung. Wenn man überlegt, dass sich in etwa einem Jahrzehnt die untersten Löhne in etwa verdoppelt (oder mehr) haben, ist das schon stark. Klar sind die Lebenshaltungskosten gestiegen. Aber ich denke nicht, dass die sich verdoppelt haben.
Sinnvoller wäre es, die Abgaben massiv zu senken.
Ein zu hoher mindestlohn bumst dermaßen den niedriglohn sektor. Arbeitgeber (die grad nicht ein Milliarden unternehnung sind) überlegen sich dann lieber zwei mal bevor sie dann jemanden einstellen für 15€ die stunde. Ich würde tatsächlich lieber für 13€ die stunde arbeiten, anstatt keinen job zu finden weil nicht mehr eingestellt wird. Für Leute die frisch aus der schule kommen, könnte dieser mindestlohn nachteilig auswirken, weil die halt kein job finden.
MMn führt ein zu hoher midestlohn zur jobverlust im niederiglohn sektor. Dies hat teuere Konsequenzen als man augenscheinlich annimmt.
cool, aber wann bekommen azubis endlich lohn von dem man leben kann?
Fände es interessant zu sehen welche motivation jeder hinter dem Mindestlohnt sieht. Also was sollte erreicht werden werden durch den Mindestlohn, oder was sollte er abdecken?
* Existenzsicherung? Irgendein +X darauf? (=)Mindestabstand zu Bürgergeld? Gewisses midnest mögliches “konsum”niveau? Selbstverwirklichung?
* Für einen Single? Einzelverdiener mit 1-n Kindern? Inklusive Partner?
* In ganz Deutschland? Die teuersten Orte ausgespart? Nur an den günstigsten Orten?
* Bei 40h/Woche? 35? 30? 25?
* (Sollte er ortsabhängig sein wegen unterschiedlicher Lebenshaltungskosten?)
* Welche Folgen erhofft man sich für die Wirtschaft? Welche Anreize sollen für entstehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber entstehen oder welche sollen *nicht* entstehen? (z.B. Ortsabhängig nach Lebenshaltungskosten: Anreiz für Arbeitgeber in Orten mit niedrigen Kosten mehr zu investieren, oft sind das strukturschwache Gebiete, daher etwa ein wünschenswerter Effekt)
Je nach dem wie man die Fragen beantwortet (und noch andere eventuell) kommt man denke ich zu einem anderen Schluss.
Bei reiner existenzsicherung für einen Single bei 40h in Berlin, wären das 563+[449](https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/geld-finanzen/buergergeld-jobcenter-miete-tabelle-staedte-berlin-konstanz-muenchen-stuttgart-29-12-23;art1373668,11646587) / 0.79 (RV+KV+PV+AV)=1281€/monat = 7,36€/h (bei 174h/monat)
Wenn man “auf Mindestlohn sollte keine Lohnsteuer anfallen” als truism nimmt, wären das wohl 1355€ im brutto-netto-rechner und damit 7,78€/h.
Nehmen wir einzeleinkommen für 5 köpfige familie auf existenzsicherungsniveau bei 40h (weil die anderen Beispielrechnungen da sind) müssten wir auf [3188€](https://www.buerger-geld.org/news/buergergeld-familie-mit-3-kindern-wie-viel-geld-gibt-es/) kommen. Das wären 18,32€/h (bei 174h/monat).
(Hinweis: Ich nehme nicht existenzsicherung als Basis weil ich glaube das jemand mit Mindestlohn auf dem Niveau verdienen sollte, sondern weil das einfach zu bekommende zahlen sind “dank” der anti-bürgergeld berichterstattung der letzten Wochen)
Ich bin aber ehrlich nicht sicher wo ich den Mindestlohn da selbst sehe. Ich habe da noch nicht wirklich drüber nachgedacht, die Frage kam mir nur. Grade die anderen Zusammenhänge sind dann ja spannend noch: Wenn Mindestlohn auf Existenzsicherungsniveau eines Singles wäre gäbe es eine extreme tatsächliche Überlappung (“arbeit lohnt sich” Artikel und so) in denen man mit mindestlohn schnell weniger hätte als Bürgergeld sobald man auch nur ein Kind oder Partner hat.
Ich sag wir runden auf auf 30
Das ist keine Akrobatik, du hast mich nur nicht verstanden. Wenn der Mindestlohn immer weiter erhöht wird, die übrigen Löhne aber nicht, dann lohnen sich Ausbildung und Studium nicht. Das bedeutet, dass höhere Bildung dann zum Hobby wird, das man sich leisten können muss.