Pro und Contra: Grüne Energiequellen – Ist Atomstrom Lebensretter oder Pulverfass?

6 comments
  1. Der Atommüll ist eben echt ein Problem, die nächsten 1000 Generationen werden uns dafür hassen, falls es sie überhaupt geben wird.

  2. Der Herr Selmayr ist der einzige, der in der Runde vernünftige Argumente liefert. Gewessler wiederholt 5 mal das gleiche und fürchtet finanzielle Verluste für ihrer Parteifinanzierer, obwohl jeder weiß, dass sich die energiewende ohne Atomkraft nicht ausgeht. Wwf rät zur deindustrialisierung. Keine Ahnung, was der Clown ganz links schwurbelt, aber der will offensichtlich auch irgendwas verkaufen.

  3. Disclaimer: Hab mir die Reportage jetzt nicht angesehen, keinen Bock.

    Aber zum Thema Atom hört man ja, gerade auf Reddit, immer ganz schön konträre Meinungen.
    Persönlich sehe ich das so: Atommüll is scheisse, auch wenn es anscheinend in der Menge deutlich weniger ist als man das oft annimmt (IIRC 1 Fußballfeld oder so). Aber es is deutlich weniger Scheisse als die drohende Klimakatastrophe. Damit meine ich aber nicht das man auf biegen und brechen neue AKWs bauen soll, dass dauert viel zu lange und lohnt sich ökonomisch wohl nicht, besser Zeit und Geld in erneuerbare Energien investieren. ABER wir sollten auf jeden Fall die bestehenden AKWs so gut wie möglich nutzen um uns Zeit zu erkaufen Fossille Brennstoffe zu ersetzen. (Looking at you Germany). Im Endeffekt müssen wir bzgl. Klimawandel schon am besten gestern handeln, das Problem mit dem Atommüll kann man auch in 10, 20, oder 100 Jahren noch lösen, überhaupt wenn sich Wissenschaft und Politik international darauf fokussieren würden und nicht jeder das Problem einfach nur wegwischt und auslagern zu versucht, bzw. keine Mittel zur Forschung bereitstellt.

    Just my 2 cents.

  4. Des kern problem is find i

    Ma redet nur über alternativ quellen

    Aber nicht was die politik machen könnte um den Verbrauch zu minimieren

    Steuern auf Kerosin und Treibstoff erhöhen

    Reiche ihre privatjets und yachten stark besteuern

    Aber das is ja im kapitalismus fehl am platz…

    Jeder wü imma mehr, a wenn es nur imaginäre zahlen am konto san

  5. Lebensretter ist er keiner. Es dauert mindestens 10 Jahre einen Reaktor ans Netz zu bringen.

    Und bevor das Argument kommt: Atommüll ist nicht so schlimm wie CO2: Natürlich kann man mit AKW und Atommüll sicher umgehen.

    So wie man mit Abfällen der Düngemittelproduktionen richtig umgehen könnte.

    Oder der Zitronensäure-Herstellung

    Oder mit kontaminierten Bauschutt

    Oder mit Plastik das irgendwo hin transportiert wird.

    Wäre alles problemlos möglich.

    Haben aber ein paar Spezialisten trotzdem gemacht und damit Schäden angerichtet. Hauptsächlich verseuchtes Wasser.

    Aber kein Problem – die EVN hat eh ein überregionales Netz für das man bezahlen kann, auch wenns der Hausbrunnen genau so getan hätte. Ist ja nicht so, als wäre man damit von einen potentiellen Privatisierungskandidaten abhängig…

  6. Prinzipiell gibt es hier mehrere Probleme.

    + Der Energiebedarf der Menschheit steigt unaufhaltsam.

    + Die Energieeffizienz kann jedoch nie 100% oder mehr erreichen.

    + Energie lässt sich nicht sinnvoll speichern oder über weite strecken transportieren.

    Was kann man also machen?

    Wir könnten anfangen, Technologie zurückzubauen. Es braucht ja nicht wirklich 24/7 Straßenbeleuchtungen, Mobilfunk, Internet, Smart-homes, eigentlich braucht es auch keine autos oder (elektrifizierte) Ubahnen/Straßenbahnen/Bahnen, weil Mobilität eigentlich nicht nötig ist: Leute sollen regional leben und in dem dorf, wo sie geboren wurden, ihr leben lang hackeln, wenns dunkel wird, schlafen, damits wieder aufs feld können, wenns hell wird. Notrufe mit dem Mobiltelefon braucht man nicht: wenn was passiert wars halt von einer höheren Gewalt so gewollt. Computer braucht man eigentlich auch nicht. Heizen wird auch überbewertet.

    Außer die paar Reichen, die sich das Zahlen der Strafen und eigene Infrastruktur leisten werden können, hat das dann halt keiner mehr.

    Klingt nach einer dystopie, zu der – denke ich – niemand zurück will. Ist also kein Konzept für die Zukunft.

    Damit stellt sich die Frage: wie kann mehr Energie nutzbar gemacht werden, damit sie für alle leistbar bleibt UND wir den Planeten gleichzeitig nicht komplett zerstören? (Energie kann man ja nicht erzeugen)

    + Wasserkraftwerke kann man ja leider nicht direkt hintereinander bauen, weil die Wasser-Fallhöhe relevant ist.

    + Wind ist nett, aber mehr ein Küstending.

    + Sonne haben wir genug und es wir viel daran geforscht, die Effizienz von Sonnenkraftwerken zu steigern (sei es Spiegel/Wasserdampf, oder Photovoltaik), aber neben dem Problem der Nichtüberschreitbarkeit der 100% Energieeffizienz gibts auch das Problem, der Nacht und der Nichtspeicherbarkeit/Transportierbarkeit. Es müsste also etwas zusätzliches her.

    + Es gibt Ansätze von Wasserstoff-Brennstoffzellen: löst das Problem der Speicherung und des Transports. Nachteil: Wasserstoff+Sauerstoff = lauter Knall. UND die Spaltung von Wasser kostet riesige Energiemengen. Sprich es wäre eine Möglichkeit, um den Transport über weite Strecken zu ermöglichem, aber tendenziell gefährlich und irgendwo anders müsste massiv Energie für die Spaltung von Wasser aufgewendet werden. (Z.b. in Küstennähe, wo Windkraft überschüssige Energie greifbar macht)

    + Gas, Erdöl, Kohle halte ich persönlich für nicht sinnvoll und bei der Nutzung wird auch DER FEIND (co2) freigesetzt.

    + Biomasse hat sich bisher auch nicht als signifikate Energiequelle durchgesetzt. Klar, besser als nichts, aber nicht signifikant und scheint auch nicht viel Potential zu haben.

    + Fusionsreaktoren sind DIE Zukunftshoffnung, produzieren keinen dauerhaft strahlenden Müll und sind seit 30 Jahren nur noch 30 jahre von der kommerziellen Nutzung entfernt… vielleicht werde ich es also mit meinen 25 Jahren noch erleben, dass die ersten Reaktoren ans Netz gehen…

    + Damit haben wir noch die Nuklearenergie. Im Katastrophenfall das wohl verheerendste: Tödliche unsichtbare Strahlung und es produziert Müll, den man aktuell nicht los wird.

    Blöd.

    Da man aber unter zugzwang steht, vor allem hinsichtlich DES FEINDES (co2), und unter Berücksichtigung des steigenden Energiebedarfs der Menschheit und der Thermodynamik (max 100% Energieeffizienz) wird man wohl auch drüber nachdenken müssen, Nuklear zwischenzeitlich (5 Jahre für den politischen Schwenk, 10 Jahre Bau, 25 Jahre Betrieb) einzusetzen.

    Die Wissenschaft ist seit dem Bau von Zwentendorf weit fortgeschritten und Reaktoren sollten sicherer geworden sein… Damit hat man primär das Problem der Endlagerung. Aus heutiger sicht für immer kontaminiertes land, voll von “verbrauchten” Brennelementen. Aaaber: nur weil man heutzutage die effizienz nicht hat, brennstäbe mehr zu verbrauchen oder wiederaufzubereiten, heißt es noch nicht, dass die Technologie in 20 Jahren nicht so weit fortgeschritten sein wird, dass man frühere “endlager” wieder öffnet und die alten brennstäbe wiederaufbereiten und weiterverwenden wird können.

    Tl;dr: will man nicht, dass energie zu einem luxusgut für die reichsten 1% wird und will man den globalen co2 ausstoß reduzieren, wird man mangels alternativen realistischer weise zwischenzeitlich nicht um Kernkraft herum kommen.

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