Verletzte Landwirte, Ermittlungen gegen mehrere Autofahrer – Etliche Autofahrer haben am Montag offenbar die Geduld verloren und versucht, die Bauern-Blockaden zu durchbrechen.

by MrFlow

20 comments
  1. Wie kann das denn sein? Das ist ja komisch. Wie kann das denn sein?? Das ist ja wirklich sehr komisch.

  2. Hat Aiwanger schon gesagt, dass das vermutlich linksradikale kulturmarxistische Autofahrer waren?

  3. Ich hab aber auch schon Videos gesehen von Gegen Demonstranten, die attackiert wurden.

    Dazu habe ich nen Video gesehen von einem angeblichen LG Demonstranten der mit Sahne an einem Traktor rumschmiert.
    Und wie eine schlechte Parodie wirkt.

    Lustigerweise gibt es es nen ähnlich aussenden Typen in der Telegramm Gruppe der Bauern.
    Zufälle gibt es, die glaubt man nicht….

  4. Vielleicht können wir uns einfach mal drauf einigen, dass das Blockieren von Straßen eine scheiß Protestform ist.

  5. Beim Autofahren kennt der Deutsche nix. Gibt es eigentlich nur noch Durchgeknallte?

  6. >Etliche Autofahrer haben am Montag offenbar die Geduld verloren und versucht, die Bauern-Blockaden zu durchbrechen.

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    soviel zu “die klima aktivisten sollten mit traktoren die straßen blockieren, dass wird anscheind besser angenommen”.

    wird es halt nicht. die leute sind bei allen straßen blockaden genervt.

    die von den bauern waren aber zumindest größtenteils angemeldet, so dass man sich darauf vorbereiten und unter umständen ausweichen konnte, das funktioniert bei klima klebern nicht, wenn die sich ganz spontan plötzlich an der ampel vor dein auto kleben.

  7. Bevor ich ins Bett gehe, lasse ich das noch hier, damit es nicht mit dem Megathread verschwindet:

    **Protest, um den Kleinbauern faire Preise zu garantieren, ist nicht das, was hier gerade passiert.**

    Der Bauernverband, der die Aufstände gerade orchestriert, vertritt Interessen, die den Bauern langfristig noch mehr Probleme machen. Und die Bauern lassen sich vor den Karren spannen, um sich selbst abzuschaffen und merken es nicht.

    Bauernverband und Industrie erstellen Vereine wie “[Forum moderne Landwirtschaft](https://www.moderne-landwirtschaft.de/ueber-uns/)” – im Vorstand der Bauernpräsident, im Aufsichtsrat Konzernvertreter von Bayer, Südzucker, BASF.

    Die Verbände vertreten die Interessen der Produzenten, nicht der Bauern. Ganz viel Filz in Richtung CxU.

    Der Bauernverband hat gemeinsam mit der Agrarindustrie große Versprechung gemacht und Hoffnung erweckt “Wenn du fleißig bist, wenn du mitwächst, wenn du deine Stückkosten senkst, wenn du wettbewerbsfähig bist am Weltmarkt – dann wirst du überleben.” Und für viele Bauern – gerade für die Tierhalter – ist das nicht aufgegangen sonst hätten nicht so viele aufgehört in den letzten Jahren.

    “Wachsen oder weichen” ist Agenda der Verbände.

    Parallel dazu wurden bundesweit 50+ neue Großställe gebaut oder geplant. Milchbetriebe, Rindermast, Schweine- vor allem Geflügelfarmen für insgesamt 3,3 Millionen Tiere. Die Durchschnittsgröße dieser Anlagen liegt in aller Regel weit oberhalb der Durchschnittsgröße, die wir in Deutschland schon haben. Das Fleisch wird zum Großteil exportiert, die Gülle und Umweltschäden bleiben hier.

    Das heißt, die Tierhaltung wandert von bäuerlichen Betrieben hin in die Hände von industriellen Tierhaltungen.

    Bauern dürfen auf ihren Flächen Grundwasser entnehmen, ohne dafür zu zahlen. [Will man das ändern](https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/wassercent-rheinland-pfalz-bauern-suedpfalz-zahlen-bald-grundwasser-100.html), laufen die Lobbygruppen sturm, weil es nur Betriebe betrifft, die mehr als **10 Millionen Liter Grundwasser** pro Jahr verbrauchen.

    Spannend bleibt es auch rund ums Agrarstrukturgesetz. Die Thüringer Landesregierung will damit den Verkauf von Ackerboden regeln und so die Landwirte vor Großinvestoren schützen. Der Thüringer Bauernverband lobbyiert **gegen** den Gesetzentwurf und will dagegen klagen, sollte es beschlossen werden.

    Die Bauernverbände & Agrarindustrie haben auch in den vergangenen Monaten praktisch alle aus ihrer Sicht drohenden Belastungen auf EU ebene verhindern können: Pestizideinschränkungen, Glyphosatverbot, mehr Naturflächen, Warnhinweise auf Weinflaschen – kommt alles ja so nicht.

    75% der EU Subventionen gehen an 20% der Betriebe (die größten), bei den unteren 50% der Betriebe kommen nur 5% an. Die einzigen, die die Zuschüsse von der Größe entkoppeln wollten und z.b. Qualität oder andere Maßstäbe anführen wollten, waren DIE GRÜNEN, die aber natürlich an den Galgen gehören.

    Die Deutschen geben ungefähr 250 bis 300 Milliarden im Jahr – also zwischen 3 und 4000 € pro Nase – für Essen aus. Ist das jetzt ausreichend, um damit die paar Bauern, die es in Deutschland gibt, finanzieren zu können?

    Der Protest geht vollkommen in die falsche Richtung – bzw. die Verbände, die es lenken, lenken von sich selbst ab, weil sie eigentlich das Ziel sein sollten. Die Kleinbauern hätten Solidarität verdient, würden sie hier nicht das Falsche für die falschen Ziele tun.

    Aber die ganzen Bauern auf der Straße reden nicht gegen die industrielle Produktion sondern wollen ihren Betrieb erhalten. Die Verbände aber predigen weiterhin “wachsen oder weichen” und machen Politik für die Großabnehmer von Tierfutter und Pestiziden sowie Molkereien gegen die Interessen der Kleinbauern – während diese denken, ihre Verbände würden sie vertreten.

    Auftrag an alle Journalisten: Im Agrarausschuss sitzen Mitglieder des Bundestages, die Nebenerwerbe haben. Zum Teil Vorstandsvorsitzende von Molkereien o.ä. Diese Unternehmen könnte man ja mal auflisten und dann mal gucken, wie viel Gewinne die machen und sich überlegen: “Ist hier wirklich zu wenig Geld im System? Kommt es auf die 21 Cent zurückerstattbarer Dieselsubvention an?” Oder vielleicht einfach mal kurz die Liste der bilanzierungspflichtigen Unternehmen nehmen und stattdessen darüber schreiben?

    Hier in meinem 60k Wohnort gabs früher eine Molkerei für die ganzen Kleinbauern aus der Rhön, 25km weiter die Niederlassung für den Vogelsberg. Deren Milch gabs im Supermarkt. Lauterbacher Strolch (Camembert-artiger Käse) war über Jahrzehnte überregional bekannt und wurde nur in diesen Molkereien gefertigt. Inzwischen alles tot. Ähnliche “Regionale” Produkte aus der Rhön, entsprechend vermarktet und in lokalen Supermärkten hier auffindbar? Schwierig. Maximal in Hofläden, Dorfläden oder Metzgereien. Ansonsten das gleiche Angebot wie in Nord oder Süddeutschland. Tegut ist ne Ausnahme, aber die haben auch ihren Firmen-Hauptsitz hier. Und da ist der Kram halt generell auch etwas teurer. in dn 40er als Handelsgemeinschaft gestartet, die Fleischverarbeitung gestartet, den Rhöner Landwirten ihren Kram abgenommen. Ne Bäckerei gestartet. Inzw. von Migros übernommen.

    Und wo sind eigentlich die ganzen Medienberichte, in denen Autofahrer interviewt werden, um sie nach Ihrer Meinung zu den Blockaden zu fragen?

    Alles Spannend.

    ​

    Unbedingte Anschauempfehlung:

    [https://www.youtube.com/live/E_Dg-bT82jo?si=Hks4qDd1JrmFnFPS&t=2437](https://www.youtube.com/live/E_Dg-bT82jo?si=Hks4qDd1JrmFnFPS&t=2437)

    Verflechtungen der Agrarlobby, Historie zum aktuellen Protest und viel Einordnung.

  8. Wie assi und dumm die Leute sind. Ich hab für die Bauernproteste so weit echt nicht viel übrig, aber das geht mal gar nicht.

  9. Wenn die Bauern gegen die Regierung protestieren, eine konservativere Position vertreten und dabei Straßen blockieren, findet dies laut INSA für die Bild [Unterstützung bei 69% der Bürger](https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/bild-umfrage-hammerunterstuetzung-fuer-die-bauern-86681296.bildMobile.html?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F).

    Wenn die Klimakleber gegen die Regierung protestieren, eine linkere Position einnehmen und dabei Straßen blockieren, findet dies [Unterstützung bei 15% der Bürger](https://taz.de/Umfrage-zu-Klimaaktivisten/!5951393/).

    Wenn also alle außer den Menschen ganz im linken/grünen Bereich diese Proteste ablehnen, gibt es einmal alle paar Wochen einen strafbare Handlung durch betroffene Bürger. Wenn eine breite, konservative Masse den Protesten zustimmt, aber Menschen aus dem links/grünen Sektor nicht, werden an einem Tag mehrere Menschen überfahren und mehrmals nach Sachschäden Fahrerflucht begangen.

    Interessant.

  10. Ob der öffentliche Aufschrei dabei nun größer sein wird, als der letztes Jahr, als es “nur” Klimaaktivisten waren?

  11. abEr dIe PRoteSte Sind docH für aLle

    Wie kann es da sein dass manche Leute daGegeN sind! Wisst ihr nicht dass es auch euch betrifft!

  12. ich weiß, es ist falsch, aber nach der Arroganz und der unterirdisch asozialen Aktion dieses Dreckspacks hält sich das Mitleid für Bauern gerade sehr in Grenzen. Darf natürlich nicht vorkommen, gewalt gegen Menschen, auch und gerade mit dem Auto gegen Menschen ohne Schutz muss bestraft werden.

    und grundsätzlich finde ich, dass diese Art des Protests verboten gehört. Normal demonstrieren, mit Menschenzügen, gerne auf vernünftigen Straßen der Wahl – gerne. Aber mit überschweren Maschinen massig verkehrsadern des Landes blockieren, einfach weil man es kann und man Leid verursachen will, das find ich nicht in Ordnung und v.a. schadet es mMn der Gesellschaft als ganzes. Nicht jede Form von Protest ist ok.

  13. 2:0 für den zivilisierten Teil der Gesellschaft. Läuft.

  14. Auch wenn ich es nicht gut finde das Leute angefahren werden habe ich da eine Frage. Haben die Bauern überhaupt mitbekommen das schon kurz nach Beginn der Ampel Regierung Blockade Proteste laufen und die Autofahrer mit der Zeit immer aggressiver wurden? Wo dann auch die ersten Autofahrer durchgedreht sind und Protestler angefahren haben?

    Die Leute sind von den LG Klebeaktionen eh schon genervt, wie kommen die darauf das der Ausgang ein anderer ist wenn man den gleichen Mist, nur mit anderen Mitteln, selber versucht? Das welche angefahren werden aus Frust, das war mir von Anfang an klar, und Meilenweit zu sehen.

    Mich überrascht es nicht und wenn die Bauern glaubten das genervte Autofahrer nicht versuchen würden sie anzufahren, dann hab ich keine Worte für.

  15. Die Schadenfreude hier kotzt mich an.

    Da sind alle da die die Verfassung gegen „Das“ Böse verteidigen wollen und und vergessen gleich einmal den 2. Artikel.

    Aber es es ist scheinbar ein Kind dieser Zeit, egal welche Blase, ob links, rechts, Fundamentalistisch, jeder feiert wenn es irgendwen erwischt den man ja möglicherweise nicht leiden kann.

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