Wie viel Prozent der AfD Mitglieder und Wähler überlegen, ob sie austreten oder anders wählen?
Und die Regierung so:
Kann jemand mal fragen, wie viele Leute die Grünen verbieten wollen? Ich möchte einfach wissen, wie weit dieses Bild geförderte GrÜnEn1!!11!! derangement syndrome schon um sich gegriffen hat.
Das Problem ist, das dieses Verfahren nicht schief gehen darf. Wenn die AfD nicht verboten wird, dann hat sie eine riesige Legitimation und kann noch besser die “alle Altparteien wollen die einzig wahre Opposition verbieten” Karte ausspielen (besser gesagt, die Karte wird bei mehr Menschen wirken).
Nachzuweisen, dass die Aussagen von einzelnen AfDlern verfassungsfeindlich sind und tatsächlich für die Intention der Gesamtpartei stehen, ist äußerst schwer. Sie machen ja nicht den NPD-Anfängerfehler etwas verfassungsfeindliches ins Wahlprogramm zu schreiben…
>Die AfD müsse, so Söder, politisch bekämpft werden. Neben der Benennung der Probleme brauche es auch vernünftige Konzepte und Lösungen, gerade im Bereich Migration. Es sei machbar, die AfD deutlich zu reduzieren, sagte er. „Übrigens auch vor diesen Landtagswahlen, wenn es in Deutschland eine bessere Politik gibt.“
Maggus, jetzt überleg mal ganz fest und dolle welche Partei maßgeblich an der Regierung und genau der Gesetzgebung beteiligt war, in den 16+ Jahren in denen der Grundstein für die AfD und Konsorten gelegt wurde. Oder lies ein paar Zeitschriften, wie zum Beispiel den Spiegel.
Wieso wurde hier bitte ein Söder befragt?
Nur weil er Politiker ist, heißt nicht dass er kompetent ist.
22% wollen sie gemäß Forschungsgrupp Wahlen wählen, 42 % wollen ein Verbotsverfahren.
Lediglich 36 % befinden sich irgendwo dazwischen oder haben keine Meinung dazu.
In den Zahlen steckt unheimlich viel Sprengstoff. Viel weiter können die Meinungen und das potentielle Ergebnis eines Verbotsverfahren/einer Wahl nicht auseinander gehen.
Es ist zu befürchten, dass je nach Ausgang mindestens eine Seite das Ergebnis nicht aktzeptieren würde. Die Fronten sind verhärtet.
>Die AfD müsse, so Söder, politisch bekämpft werden. Neben der Benennung der Probleme brauche es auch vernünftige Konzepte und Lösungen, gerade im Bereich Migration. Es sei machbar, die AfD deutlich zu reduzieren, sagte er. „Übrigens auch vor diesen Landtagswahlen, wenn es in Deutschland eine bessere Politik gibt.“
Das macht man allerdings nicht, indem man dieselbe Politikschiene fährt.
Mal vom Parteiprogrammschwachsinn und den volltrotteligen Wählern, die nur wie Papageien nachschreien abgesehen: Wenn ich nämlich die Wahl habe zwischen einer AFD, die ich deutschlandweit wählen kann und einer CSU, die sich nur um Bayern schert, werden die meisten vermutlich die AFD bei gleichem Programm wählen.
Abgesehen davon sehe ich nicht, dass sich die aktuellen Regierungsparteien gegen die AFD durchsetzen können. Die SPD ist eine Schattenpartei, die Grünen machen sich beim alteingesessenen Wähler allein durch ihr Parteiprogramm unbeliebt, weswegen sie immer auf Unterstützung größerer Parteien angewiesen sind und die FDP macht FDP-Dinge. Der CDU hängen die 16 Jahre Merkel an wie ein Sack Steine.
Wenn morgen Wahlen wären, ständ ich persönlich vor einer schwierigen Entscheidung, da alle (großen) Parteien für mich (zum aktuellen Zeitpunkt) unwählbar sind.
​
edit: Und zum Verbot. Ich denke nicht, dass die AFD verboten gehört. Man sollte erst einmal mit Parteien wie dem 3. Weg und ähnlichen Parteien anfangen. Schlimmer als die NPD ist die AFD nämlich nicht.
Und dann? Gründet sich eine neue Partei, deren Wähler radikalisieren sich noch mehr, bekommen Bestätigung durch den Verbot? Finde ich sehr gefährlich. Ich bin auf meinen Fall ein Befürworter der AFD, aber man muss mit so einem Verbot immer vorsichtig reagieren.
Selbst wenn ein angestrebtes Verbotsverfahren positiv verlaufen würde, es löst ja nicht das grundsätzliche Problem das ein nicht gerade geringer Teil der Bevölkerung bereits radikalisiert ist. Schaut euch doch einfach nur Mal die Kommentarspalten sämtlicher Medien zu dem Thema an, die werden von Anhängern der Nazis dominiert. Es braucht nur ein paar Nazis die eine neue Partei gründen und innerhalb weniger Jahre haben wir dasselbe Problem. Klar, man kann auf eine Zersplitterung hoffen, am Ende wird sich diese im Zweifelsfall irgendwann aber auch wieder legen.
Ich habe auch keine Lösung für das Problem. Ich befürchte der Scheiß von vor 100 Jahre wird sich wiederholen. Diesmal dann aber wirklich als Farce.
Ich muss sagen, eine Partei zu verbieten die in überall vertreten ist und anscheinend in mehreren Bundesländern größte Partei ist extrem undemokratisch.
Und das sage ich obwohl mir da mulmig wird, mit dem was die verzapfen.
Bin gespannt was noch alles von der AfD kommen muss, bis mal jemand den Arsch hochkriegt
You Gotta Pump Those Numbers Up, Those Are Rookie Numbers
Die entscheidende Frage ist, ob die schlechteren Finanzierungs und Koordinierungsmöglichkeit die nach einem Parteiverbot zu erwarten sind, die teilweise zu erwartende Radikalisierung der Anhänger ausgleichen würde.
Ich persönlich hab daran massive Zweifel.
Oder auch: 42 Prozent der Deutschen sind der Meinung in Deutschland funktioniert die Demokratie nicht
Und gerade so ein Scheiß kommt der AfD zugute.
„Die AfD müsse, so Söder, politisch bekämpft werden. Neben der Benennung der Probleme brauche es auch vernünftige Konzepte und Lösungen, gerade im Bereich Migration. “
Werden die Probleme denn überhaupt benannt?
AfD und Union: „Die Migration verursacht Probleme, also muss die Migration bekämpft werden! “
„Die Migration verursacht dieses und jenes Problem und dieses Problem kann konkret wie gelöst werden? “ Ich unterstelle der AfD und auch der Union, dass sie an dieser Frage nicht interessiert sind, viele der 42% wahrscheinlich auch nicht.
Leutz, ich will auch, dass die AFD verboten wird. Das sage ich einmal ganz deutlich. Ich plädiere hier dezidiert nicht dafür, dass sie nicht verboten werden soll.
Mir gibt jedoch zu denken, was das für ein schwieriges Thema ist. Und ich glaube manche Menschen, die ein Verbot befürtworten, sehen nicht ganz wie schwierig das Thema ist.
Die AFD ist nicht nur die größte Gefahr für unsere Gesellschaft, sondern auch Konkurrenz für die etablierten Parteien. Die Parteien, die ein solches Verbot anstreben müssten. Es wäre also nicht nur ein Bestreben gegen eine rechtsradikale Partei, sondern auch gegen ihre Konkurrenz.
Warum das problematisch sein kann, ist offensichtlich- Sowohl in einem Erfolgs als auch in einem Nicht-Erfolgsszenario.
Außerdem erhielt die AFD bei der letzten Bundestagswahl 10% der Stimmen. Prognosen rechnen teilweise mit 20% auf Bundesebene und bei 30% in manchen Bundesländern.
Auf der einen Seite macht das noch einmal deutlicher, wie dringend wichtig es ist gegen jene vorzugehen.
Auf der anderen Seite.. Was macht man wenn stellenweise ein Drittel der Landesbevölkerung eine Partei wählen möchte, die tatsächlich verboten wird, weil sie verfassungsfeindlich wäre? Was für Auswirkungen hätte das, wenn einfach einmal die Partei, von der sich ein Drittel (oder auf Bundesebene ein Fünftel) der Menschen repräsentiert sehen wollen, wegfällt?
///
Ich glaube mit einem AFD-Verbot einher müssten Maßnahmen gehen, welche die Zustände beseitigen, welche Menschen zur AFD führen.
Bin heute morgen an den Bauernprotesten in Gegenrichtung entlang gefahren, drei von vier Schildern gingen undifferenziert gegen die Ampel, nur eins von vier gegen die verhängten Maßnahmen. Da bricht sich grad ganz viel Frustration der Land- gegen die Stadtbevölkerung auch mit Bahn.
Die AFD ist mittlerweile imho schon zu groß um sie zu verbieten und die etablierten Parteien zu unglaubwürdig in ihrer Integrität und ihrem Handeln als dass es einfach so ohne einen mittelschweren Aufstand ablaufen würde.
Der Politikbetrieb und auch große Teile hier auf Reddit sind gefühlt mittlerweile echt größtenteils entkoppelt von einem maßgeblichen Teil der Bevölkerung, wenn die dachten, dass die [Correctiv.org](https://Correctiv.org) Recherche der AFD keine zusätzlichen Stimmen bringen würde. Viele wollen doch tatsächlich, dass die AFD genau das durchzieht, was sie da immer ankündigen. Keine kleine, verwirrte Mehrheit. Zugeben wird es natürlich wieder mal keiner, weil halt auch der Druck durch soziale Ausgrenzung mittlerweile so hoch geworden ist, dass die wenigsten ihre Meinung offen zu äußern wagen, wenn sie gegen den Mainstream geht.
Mann kann sich jetzt dann natürlich weiter gegen die AFD heiser schreien, von wegen alles Nazis, schlimmer als Hitler, Wannseekonferenz 2.0, etc. Dann bekommt man genau die gleichen Ergebnisse wie bisher – ein weiteres auseinanderdriften der Gesellschaft und erstarken der Rechten.
Oder halt man setzt sich halt wie früher in die Taxis in der Nähe vom örtlichen Hauptbahnhof, in die Kantine vom Großbetrieb, etc. und hört den Leuten zu und nimmt das ernst, was die da von sich geben. Wenn man der AFD versucht über ein Verbot Kontra zu geben, treibt man nur die Umfragen noch weiter in die Höhe.
Sagen die Experten denn das es was bringt? Oder kriegen wir dann AFD 2.0?
Also, man könnte sie knapp vor der Wahl verbieten, aber das müsste man dann alle vier Jahre machen
Ich kann nur jedem diesen wunderbaren Vortrag des Chaos Computer Clubs nahelegen. Viel zum Thema Politik, Afd und dazu witzig wie sonst was!
Ey wir hatten schon mal Nazis. War nicht geil. In der EU machen überall Neurechte mobil und leisten…absolut nichts. Alle – und erstaunlicherweise auch wir mit unserer Historie – brauchen erstaunlich lang um zu checken, dass wieder Nazis eine Scheißidee ist – zumal eine für die wir in Anbetracht echter Herausforderungen keine Zeit haben.
Also: Zacki alle Naziparteien dichtmachen und carry on! Ain’t nobody got time for that.
Antidemokratisch ist nicht Nazis zu verbieten sondern diese in die Parlamente zu lassen und DAS WUSSTEN WIR SCHON!
CDU/CSU würde eher die Grünen (Fundis) verbieten, als ihre heimliche Schwesterpartei zu verraten.
25 comments
3% ihrer eigenen Anhänger sprechen sich für ein Verbot aus. So edgy.
Langt nicht. Wer’s nach den [Recherchen](https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/) von [correctiv.org](https://correctiv.org) IMMER noch nicht kapiert hat: die feinen Herrschaften sind, waren und bleiben Nazis.
Wichtigere Frage!
Wie viel Prozent der AfD Mitglieder und Wähler überlegen, ob sie austreten oder anders wählen?
Und die Regierung so:
Kann jemand mal fragen, wie viele Leute die Grünen verbieten wollen? Ich möchte einfach wissen, wie weit dieses Bild geförderte GrÜnEn1!!11!! derangement syndrome schon um sich gegriffen hat.
Das Problem ist, das dieses Verfahren nicht schief gehen darf. Wenn die AfD nicht verboten wird, dann hat sie eine riesige Legitimation und kann noch besser die “alle Altparteien wollen die einzig wahre Opposition verbieten” Karte ausspielen (besser gesagt, die Karte wird bei mehr Menschen wirken).
Nachzuweisen, dass die Aussagen von einzelnen AfDlern verfassungsfeindlich sind und tatsächlich für die Intention der Gesamtpartei stehen, ist äußerst schwer. Sie machen ja nicht den NPD-Anfängerfehler etwas verfassungsfeindliches ins Wahlprogramm zu schreiben…
>Die AfD müsse, so Söder, politisch bekämpft werden. Neben der Benennung der Probleme brauche es auch vernünftige Konzepte und Lösungen, gerade im Bereich Migration. Es sei machbar, die AfD deutlich zu reduzieren, sagte er. „Übrigens auch vor diesen Landtagswahlen, wenn es in Deutschland eine bessere Politik gibt.“
Maggus, jetzt überleg mal ganz fest und dolle welche Partei maßgeblich an der Regierung und genau der Gesetzgebung beteiligt war, in den 16+ Jahren in denen der Grundstein für die AfD und Konsorten gelegt wurde. Oder lies ein paar Zeitschriften, wie zum Beispiel den Spiegel.
Wieso wurde hier bitte ein Söder befragt?
Nur weil er Politiker ist, heißt nicht dass er kompetent ist.
22% wollen sie gemäß Forschungsgrupp Wahlen wählen, 42 % wollen ein Verbotsverfahren.
Lediglich 36 % befinden sich irgendwo dazwischen oder haben keine Meinung dazu.
In den Zahlen steckt unheimlich viel Sprengstoff. Viel weiter können die Meinungen und das potentielle Ergebnis eines Verbotsverfahren/einer Wahl nicht auseinander gehen.
Es ist zu befürchten, dass je nach Ausgang mindestens eine Seite das Ergebnis nicht aktzeptieren würde. Die Fronten sind verhärtet.
>Die AfD müsse, so Söder, politisch bekämpft werden. Neben der Benennung der Probleme brauche es auch vernünftige Konzepte und Lösungen, gerade im Bereich Migration. Es sei machbar, die AfD deutlich zu reduzieren, sagte er. „Übrigens auch vor diesen Landtagswahlen, wenn es in Deutschland eine bessere Politik gibt.“
Das macht man allerdings nicht, indem man dieselbe Politikschiene fährt.
Mal vom Parteiprogrammschwachsinn und den volltrotteligen Wählern, die nur wie Papageien nachschreien abgesehen: Wenn ich nämlich die Wahl habe zwischen einer AFD, die ich deutschlandweit wählen kann und einer CSU, die sich nur um Bayern schert, werden die meisten vermutlich die AFD bei gleichem Programm wählen.
Abgesehen davon sehe ich nicht, dass sich die aktuellen Regierungsparteien gegen die AFD durchsetzen können. Die SPD ist eine Schattenpartei, die Grünen machen sich beim alteingesessenen Wähler allein durch ihr Parteiprogramm unbeliebt, weswegen sie immer auf Unterstützung größerer Parteien angewiesen sind und die FDP macht FDP-Dinge. Der CDU hängen die 16 Jahre Merkel an wie ein Sack Steine.
Wenn morgen Wahlen wären, ständ ich persönlich vor einer schwierigen Entscheidung, da alle (großen) Parteien für mich (zum aktuellen Zeitpunkt) unwählbar sind.
​
edit: Und zum Verbot. Ich denke nicht, dass die AFD verboten gehört. Man sollte erst einmal mit Parteien wie dem 3. Weg und ähnlichen Parteien anfangen. Schlimmer als die NPD ist die AFD nämlich nicht.
Und dann? Gründet sich eine neue Partei, deren Wähler radikalisieren sich noch mehr, bekommen Bestätigung durch den Verbot? Finde ich sehr gefährlich. Ich bin auf meinen Fall ein Befürworter der AFD, aber man muss mit so einem Verbot immer vorsichtig reagieren.
Selbst wenn ein angestrebtes Verbotsverfahren positiv verlaufen würde, es löst ja nicht das grundsätzliche Problem das ein nicht gerade geringer Teil der Bevölkerung bereits radikalisiert ist. Schaut euch doch einfach nur Mal die Kommentarspalten sämtlicher Medien zu dem Thema an, die werden von Anhängern der Nazis dominiert. Es braucht nur ein paar Nazis die eine neue Partei gründen und innerhalb weniger Jahre haben wir dasselbe Problem. Klar, man kann auf eine Zersplitterung hoffen, am Ende wird sich diese im Zweifelsfall irgendwann aber auch wieder legen.
Ich habe auch keine Lösung für das Problem. Ich befürchte der Scheiß von vor 100 Jahre wird sich wiederholen. Diesmal dann aber wirklich als Farce.
Ich muss sagen, eine Partei zu verbieten die in überall vertreten ist und anscheinend in mehreren Bundesländern größte Partei ist extrem undemokratisch.
Und das sage ich obwohl mir da mulmig wird, mit dem was die verzapfen.
Bin gespannt was noch alles von der AfD kommen muss, bis mal jemand den Arsch hochkriegt
Macht, dass es mehr werden: [https://afd-verbot.de/melden](https://afd-verbot.de/melden)
You Gotta Pump Those Numbers Up, Those Are Rookie Numbers
Die entscheidende Frage ist, ob die schlechteren Finanzierungs und Koordinierungsmöglichkeit die nach einem Parteiverbot zu erwarten sind, die teilweise zu erwartende Radikalisierung der Anhänger ausgleichen würde.
Ich persönlich hab daran massive Zweifel.
Oder auch: 42 Prozent der Deutschen sind der Meinung in Deutschland funktioniert die Demokratie nicht
Und gerade so ein Scheiß kommt der AfD zugute.
„Die AfD müsse, so Söder, politisch bekämpft werden. Neben der Benennung der Probleme brauche es auch vernünftige Konzepte und Lösungen, gerade im Bereich Migration. “
Werden die Probleme denn überhaupt benannt?
AfD und Union: „Die Migration verursacht Probleme, also muss die Migration bekämpft werden! “
„Die Migration verursacht dieses und jenes Problem und dieses Problem kann konkret wie gelöst werden? “ Ich unterstelle der AfD und auch der Union, dass sie an dieser Frage nicht interessiert sind, viele der 42% wahrscheinlich auch nicht.
Leutz, ich will auch, dass die AFD verboten wird. Das sage ich einmal ganz deutlich. Ich plädiere hier dezidiert nicht dafür, dass sie nicht verboten werden soll.
Mir gibt jedoch zu denken, was das für ein schwieriges Thema ist. Und ich glaube manche Menschen, die ein Verbot befürtworten, sehen nicht ganz wie schwierig das Thema ist.
Die AFD ist nicht nur die größte Gefahr für unsere Gesellschaft, sondern auch Konkurrenz für die etablierten Parteien. Die Parteien, die ein solches Verbot anstreben müssten. Es wäre also nicht nur ein Bestreben gegen eine rechtsradikale Partei, sondern auch gegen ihre Konkurrenz.
Warum das problematisch sein kann, ist offensichtlich- Sowohl in einem Erfolgs als auch in einem Nicht-Erfolgsszenario.
Außerdem erhielt die AFD bei der letzten Bundestagswahl 10% der Stimmen. Prognosen rechnen teilweise mit 20% auf Bundesebene und bei 30% in manchen Bundesländern.
Auf der einen Seite macht das noch einmal deutlicher, wie dringend wichtig es ist gegen jene vorzugehen.
Auf der anderen Seite.. Was macht man wenn stellenweise ein Drittel der Landesbevölkerung eine Partei wählen möchte, die tatsächlich verboten wird, weil sie verfassungsfeindlich wäre? Was für Auswirkungen hätte das, wenn einfach einmal die Partei, von der sich ein Drittel (oder auf Bundesebene ein Fünftel) der Menschen repräsentiert sehen wollen, wegfällt?
///
Ich glaube mit einem AFD-Verbot einher müssten Maßnahmen gehen, welche die Zustände beseitigen, welche Menschen zur AFD führen.
Bin heute morgen an den Bauernprotesten in Gegenrichtung entlang gefahren, drei von vier Schildern gingen undifferenziert gegen die Ampel, nur eins von vier gegen die verhängten Maßnahmen. Da bricht sich grad ganz viel Frustration der Land- gegen die Stadtbevölkerung auch mit Bahn.
Die AFD ist mittlerweile imho schon zu groß um sie zu verbieten und die etablierten Parteien zu unglaubwürdig in ihrer Integrität und ihrem Handeln als dass es einfach so ohne einen mittelschweren Aufstand ablaufen würde.
Der Politikbetrieb und auch große Teile hier auf Reddit sind gefühlt mittlerweile echt größtenteils entkoppelt von einem maßgeblichen Teil der Bevölkerung, wenn die dachten, dass die [Correctiv.org](https://Correctiv.org) Recherche der AFD keine zusätzlichen Stimmen bringen würde. Viele wollen doch tatsächlich, dass die AFD genau das durchzieht, was sie da immer ankündigen. Keine kleine, verwirrte Mehrheit. Zugeben wird es natürlich wieder mal keiner, weil halt auch der Druck durch soziale Ausgrenzung mittlerweile so hoch geworden ist, dass die wenigsten ihre Meinung offen zu äußern wagen, wenn sie gegen den Mainstream geht.
Mann kann sich jetzt dann natürlich weiter gegen die AFD heiser schreien, von wegen alles Nazis, schlimmer als Hitler, Wannseekonferenz 2.0, etc. Dann bekommt man genau die gleichen Ergebnisse wie bisher – ein weiteres auseinanderdriften der Gesellschaft und erstarken der Rechten.
Oder halt man setzt sich halt wie früher in die Taxis in der Nähe vom örtlichen Hauptbahnhof, in die Kantine vom Großbetrieb, etc. und hört den Leuten zu und nimmt das ernst, was die da von sich geben. Wenn man der AFD versucht über ein Verbot Kontra zu geben, treibt man nur die Umfragen noch weiter in die Höhe.
Sagen die Experten denn das es was bringt? Oder kriegen wir dann AFD 2.0?
Also, man könnte sie knapp vor der Wahl verbieten, aber das müsste man dann alle vier Jahre machen
Ich kann nur jedem diesen wunderbaren Vortrag des Chaos Computer Clubs nahelegen. Viel zum Thema Politik, Afd und dazu witzig wie sonst was!
https://youtu.be/tLcSug8IHis?si=rP1e5wXntnDrZ_38
Ey wir hatten schon mal Nazis. War nicht geil. In der EU machen überall Neurechte mobil und leisten…absolut nichts. Alle – und erstaunlicherweise auch wir mit unserer Historie – brauchen erstaunlich lang um zu checken, dass wieder Nazis eine Scheißidee ist – zumal eine für die wir in Anbetracht echter Herausforderungen keine Zeit haben.
Also: Zacki alle Naziparteien dichtmachen und carry on! Ain’t nobody got time for that.
Antidemokratisch ist nicht Nazis zu verbieten sondern diese in die Parlamente zu lassen und DAS WUSSTEN WIR SCHON!
CDU/CSU würde eher die Grünen (Fundis) verbieten, als ihre heimliche Schwesterpartei zu verraten.