Um gegen gewalttätige Diebstähle in der Hauptstadt vorzugehen, hat die Police Grand-Ducale Ende Juli unbewohnte Häuser kontrolliert. Die Polizei nimmt an, dass Täter der Überfälle regelmäßig solche sogenannten «Squats» besuchen, erklärt sie am Dienstag in einer Mitteilung. «Eines der Ziele dieser Kontrollen war, unter den Anwesenden möglicherweise verdächtige Personen zu identifizieren.»
Tatverdächtige gingen dabei offenbar nicht ins Netz, stattdessen ergaben sich vor allem Hinweise auf illegale Aufenthalte. Demnach wurden am 24., 25. und 28. Juli in mehreren Regionen des Landes 60 unbewohnte Häuser sowie die dort Anwesenden überprüft. In zehn Fällen hätten die Beamten eine Fremdennotiz erstellt, in elf eine Identitätsüberprüfung durchgeführt. Acht Personen waren laut Polizei bereits zur Rückführung signalisiert, zwei davon wurden nach ärztlicher Untersuchung im Anhaltezentrum (Centre de rétention) untergebracht.
Insgesamt seien etwa 30 Beamte verschiedener Einheiten beteiligt gewesen: Polizeibeamte mehrerer Kommissariate, Ermittler der Kriminalpolizei und die Hundestaffel.