Drei Jahre nach dem Fund der zerstückelten Leiche von Diana S. in Mont-Saint-Martin (F) nahe der luxemburgischen Grenze wird Said B., einer der beiden Verdächtigen im Mordfall der Portugiesin, vor Gericht gestellt. Der 51-jährige marokkanische Staatsangehörige befindet sich seit dem 7. Oktober 2022 in Untersuchungshaft und gilt als Hauptverdächtiger. Die Ermittlungen gegen ihn wurden am 23. Mai dieses Jahres abgeschlossen, teilt die Staatsanwaltschaft Diekirch „Contacto“ mit.
„Mit der Anklageschrift vom 27. Mai 2025 beantragte die Staatsanwaltschaft Diekirch die Überweisung des Angeklagten an die Strafkammer des Gerichts Diekirch sowie die Abtrennung des Verfahrens gegen den zweiten Mann, der sich noch auf freiem Fuß befindet“, so die Staatsanwaltschaft.
Die Strafkammer in Diekirch hat die Feststellungen der Staatsanwaltschaft in einer Entscheidung vom 7. Juli 2025 übernommen. „Gegen die Entscheidung der Kammer wurde kein Rechtsmittel eingelegt, sodass die Verhandlung vor der Strafkammer noch in diesem Jahr stattfinden könnte“, heißt es. Die Staatsanwaltschaft fordert, Said B. des Mordes für schuldig zu erklären.
Zweiter Verdächtiger wahrscheinlich in Marokko
Bezüglich des zweiten Verdächtigen, bei dem es sich laut „Contacto“ um Gibran B., den Neffen von Said und angeblichen Ehemann von Diana S., handelt, teilt die Staatsanwaltschaft lediglich mit, dass „die Ermittlungen noch andauern“ und daher „keine Informationen preisgegeben“ werden können. Der Marokkaner wird weiterhin vermisst und von den Behörden im Ausland durch einen internationalen Haftbefehl gesucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist es „sehr wahrscheinlich“, dass er sich in Marokko aufhält.
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Diana soll Gibran am 14. Juli 2022 in Ettelbrück geheiratet haben. Es handelte sich mutmaßlich um eine arrangierte Heirat gegen eine größere Geldsumme, damit der Mann Aufenthaltspapiere erhalten konnte. Was der Verdächtige in Luxemburg gemacht hat, bleibt ein Rätsel.
Rätsel um Hochzeit
Bis heute hat „Contacto“ jedoch keine Bestätigung von den zuständigen Behörden erhalten, dass diese Ehe tatsächlich stattgefunden hat. Es fand jedoch eine Zeremonie statt, an der die Verwandten des Marokkaners teilnahmen. Ende Juli 2022 mieteten Gibran und Diana ein Haus in Diekirch, in dem auch der mutmaßliche Mord geschah.
Die Leiche der damals 40-Jährigen wurde am 19. September 2022 zerstückelt in Mont-Saint-Martin gefunden. Anderthalb Monate später, am 1. November 2022, wurden weitere Leichenteile in Temmels (D) gefunden.
Die sterblichen Überreste von Diana S. wurden erst fast zwei Jahre später nach Portugal überführt. Ihr Leichnam wurde in Luxemburg eingeäschert und im Februar 2024 an ihre Familie geschickt, damit diese die Beerdigungszeremonie abhalten konnte.
Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Dieser Artikel erschien zuerst bei „Contacto“. Er wurde mit KI-Tools übersetzt, die aus Daten von menschlichen Übersetzungen lernen, und von Glenn Schwaller redigiert.