Publiziert21. August 2025, 11:37
Olten: KI-Ausstellung zeigt Oben-ohne-Bild von Gülsha Adilji
Die Ausstellung «What the Fake» zeigt KI-Fotos von Schweizer Promis. Darunter ein Oben-ohne-Foto von Gülsha Adilji.
Eine Ausstellung in Olten zeigt die Gefahren von KI-generierten Fakefotos.
Basil Stücheli erstellt ein täuschend echtes Oben-ohne-Bild von Gülsha Adilji.
Die Ausstellung thematisiert auch Sextortion und die Risiken von Sharenting.
Fakebilder von Prominenten sollen auf die Bedrohung der Privatsphäre hinweisen.
Am Internationalen Photo Festival Olten findet zurzeit eine Ausstellung statt, die das Thema künstliche Intelligenz kritisch behandelt. «What The Fake» vom gemeinnützigen Verein Conscious Influence Hub zeigt unter anderem Fakefotos von Gülsha Adilji (39), Steven Epprecht (36) und Sara Leutenegger (31). Damit möchte man auf die Gefahr, die durch KI droht, aufmerksam machen.
KI-Künstler Basil Stücheli hat ein Oben-ohne-Foto von Gülsha erstellt und in einem Onlyfans-Account verpackt. Damit nimmt man auf das Problem der sogenannten Sextortion Bezug: «Mit diesem täuschend echten Mock-up-Account zeigen wir, was tagtäglich im Netz passiert – oft ohne Wissen der Betroffenen. Wir möchten verdeutlichen, wie einfach sich heute intime Deepfakes erstellen lassen und wie schnell dadurch Ruf, Privatsphäre und Sicherheitsgefühl zerstört werden können», steht auf der Website der Ausstellung.
Basil Stücheli zeigt, wie er das Fakefoto erstellt hat.
Weitere Fake-Fotos von Sara Leutenegger, Steven Epprecht und Ramin Yousofzai
Teil der Fotoserie ist auch Comedian Ramin Yousofzai (33). Von ihm wurde ein Fake-Mugshot erstellt. «KI verstärkt rassistische und diskriminierende Muster. Menschen mit Migrationshintergrund oder People of Color werden so schneller in problematische Narrative gedrängt», lautet die Inspiration hinter dem Bild.
Und auch den Trend Sharenting beleuchtet die Ausstellung kritisch. Dafür verwandelte Stücheli Sara Leutenegger und Steven Epprecht in Kinder. «Sharenting – das Teilen von Kinderbildern online – kann unbeabsichtigt zur Quelle für Missbrauch und Manipulation werden», so der Conscious Influence Hub. Kinderfotos liessen sich schnell und einfach künstlich generieren, ohne dass es je ein reales Kind gegeben hat. «Missbrauchstäter:innen können solche Techniken nutzen, um Fake-Bilder zu erstellen oder echte Fotos zu ‹verfeinern›», fügt der gemeinnützige Verein an.
Die Bilder kann man bis einschliesslich Sonntag am Ländiweg in Olten betrachten. Sie sind zudem auf der Website der Ausstellung aufgeschaltet.
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