Neuköllner „K-Fetisch“ reagiert auf Antisemitismus-Vorwurf: Falafel-Shirt reduziere „ganze Region auf ein kulinarisches Symbol“

by zatalak

23 comments
  1. >So sei die Frau nicht wegen der hebräischen Schrift nicht bedient worden, sondern wegen der „kulturellen Auswirkungen“ des Shirts: Man sehe das Design als „kulturell anstößig“, weil der Begriff „Falafel“ eine „ganze Region auf ein kulinarisches Symbol“ reduziere.

    Na klar. Ein Lebensmittel auf drei unterschiedlichen Sprachen ist kulturell anstößig.

  2. Für den dummen spin haben sie aber echt lang gebraucht

  3. > Man sehe das Design als „kulturell anstößig“, weil der Begriff „Falafel“ eine „ganze Region auf ein kulinarisches Symbol“ reduziere.

    > Zudem sei es anstößig, während einer Hungersnot in Gaza von Essen zu sprechen, heißt es weiter in dem Statement.

    Was zum Fick?

    Warum sind linke Kollektive und Aktivisten immer so daneben?

  4. Was eine schwachsinnige Aussage.

    Das Design des Shirts ist doch ziemlich klar zu zeigen, dass die Menschen der Region viele Gemeinsamkeiten haben.

  5. Hach ja, die altbewährte Opferrolle, nur diesmal von links.

  6. [Speech 60/80] Wir haben die beiden rausgeworfen, weil… auf dem T-Shirt das Wort Falafel stand. Das reduziert eine ganze Region auf ein, äh, kunilarnisches Symbol!

  7. Wenn es wegen einer Hungersnot in Gaza anstößig ist, über Essen zu sprechen, warum verkaufen die dann welches?

  8. Ist ungefähr genau das Klischee bedient, das Menschen an pseudo woken Linken so stört. 

  9. Gibt schlimmeres als auf Falafel reduziert werden.

  10. >WELT liegt zudem eine Instagram-Story einer Person aus der linken Berliner Palästina-Solidaritätsbewegung vor. Das „K-Fetisch“ werde „von Zionisten bedroht, weil eines ihrer Teammitglieder einer Person den Service verweigert hat, die ein T-Shirt in den Farben der israelischen Flagge trug“, wird darin am Sonntag der vergangenen Woche auf Englisch behauptet. Man solle in die Bar kommen, „um das Personal zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich sicher zu fühlen“.
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    >WELT hat erneut mit den Gästen Raffaela B. und Abby A. gesprochen, die ihren echten Namen nicht veröffentlicht sehen wollen. „Das Verhalten des Personals und auch das jetzt veröffentlichte Statement zeigen unserer Ansicht nach eine deutliche Distanzierung von jeglichen Bestrebungen nach Koexistenz und Dialog“, teilen sie gemeinsam mit. Das Paar sei „allein aufgrund der hebräischen Schrift auf dem T-Shirt aus dem Café geworfen“ worden.
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    >„Der Versuch des Kollektivs, den antisemitisch motivierten Rauswurf ‚intellektuell‘ mit ‚kultureller Bedeutung‘ oder ‚politischem Kontext‘ legitimieren zu wollen, erschüttert uns zutiefst“, sagen die Gäste weiter, die sich selbst als links bezeichnen. Das Kollektiv schade damit „all jenen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit in Israel und Palästina einsetzen“.
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    >Der Antisemitismus- und Queer-Beauftragte des Berliner Bezirks Neukölln, Carl Chung, hat sich nun [in einem WELT vorliegenden Brief](https://www.welt.de/ig/88867c82-38be-4b41-a041-f9ac22d9638c/index/Brief.pdf) an das Kneipenkollektiv gewandt. „Wenn nicht die Frage nach der hebräischen Schrift der Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war – was soll dann der Stein des Anstoßes gewesen sein?“, fragt Chung in dem Brief. „Wieso muss der Hinweis auf Gemeinsamkeiten von Menschen und Kulturen – etwa durch eine in verschiedenen regionalen Kulturen verbreitete Speise – eine unzulässige Reduktion sein? Wieso nicht ein Hinweis auf Gemeinschaft, Zusammenhalt, Menschlichkeit und Frieden?“
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    >Der israelischen Friedensbewegung zu unterstellen, sie verhöhne den Hunger in Gaza, sei „eine zynische Verdrehung der Tatsachen“, schreibt Chung weiter. Gegenüber WELT sagt er: „Auch wenn ich versuche, das Statement so wohlwollend wie möglich zu verstehen, ergibt es für mich keinen wirklichen Sinn. Das Statement relativiert die Antisemitismus-Vorwürfe nicht.“ Das Bar-Personal habe offensichtlich Hebräisch mit Zionismus und Zionismus mit Völkermord gleichgesetzt, sagt Chung weiter. „Das ist Antisemitismus und nah am Straftatbestand der Volksverhetzung.“
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    >Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie, der sich selbst innerhalb der politischen Linken verortet und Professor an der Universität Gießen ist, sagt WELT: „Hier wird gegen Juden eine Art Sippenhaft verhängt.“ Der Antisemitismus stilisiere Juden als homogene Gruppe, obwohl es keine „kollektive Identität“ ganzer Völker gebe, „schon gar keine ethnische oder rassische“. Leggewie stellt fest: „Diese Pseudo-Linke ist vom Identitätsdenken befallen, das von ganz rechts kommt.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article68fa29b9c014c78e37fb73f0/k-fetisch-in-berlin-neukoelln-rauswurf-wegen-hebraeisch-auf-shirt-jetzt-liefert-die-linke-kneipe-ihre-absurde-erklaerung.html

  11. Und das hilft den hungernden Menschen in Gaza jetzt wie genau?

  12. Und Linksradikale wundern sich, warum sie den Kulturkampf verlieren…

  13. Was wäre erst los gewesen, wenn auf dem T-Shirt das Wort „DÖNER“ gestanden hätte…??!!

    Edit: armselige Ausrede.

  14. Klar Falafel reduziert die Region auf ein kulinarisches Symbol, aber bei der Melone ist das natürlich gaaaar kein Problem.

  15. Tja am linken Rand tut man sich offensichtlich auch schwer mit der Differenzierung und Fehlerkultur gibt es offenbar auch keine.

    Stattdessen wird versucht, Unterstützung zu rekrutieren aber bitte heimlich damit das alles fein „organisch“ aussieht und nicht etwa nach manufacturing consent. 

    Das sind leider die Leute, die kein Problem mit offenem Antisemitismus auf Solidaritätsdemos haben. Hauptsache viele Leute da oder so. 

    Das ist alles mögliche aber sicher weder intellektuell noch progressiv. Eher so tumb vereinfacht, wie man es sonst nur auf der anderen politischen Seite erwartet. 

  16. Das war wohl ein Doppelpatzer auf der Phrasomat-Zufallstabelle.

    Sorry, wenn man Scheiße baut, dann sollte man sich wenigstens danach Mühe mit der dummen Ausrede geben. Das hier ist einfach der blanke Hohn.

  17. Jaja, da ist wieder das alte Codewort “Zionisten”, das nur “Juden” bedeutet. Und solche bekommen anscheinend im K-Fetisch Hausverbot.

    So ein Lokal muss Gegenwind bekommen.

  18. Wow, das ist eine noch dümmere Ausrede als ich sie erwartet hätte.

  19. Der Rauswurf war, wenn denn stimmt wie darüber berichtet wurde (sehr fragwürdig*) idiotisch.

    Aber wie man da jetzt wieder einen Antisemitismus-Vorwurf daraus konstruieren kann, ist trotzdem rätselhaft. Außer natürlich man setzt antisemitisch Israel und Judentum, bzw. hebräische Schrift und Judentum miteinander gleich.

    * Gerade der Tagesspiegel hat sich neben der Springer Presse als vorderste Propaganda-Front für die Verschleierung des israelischen Genozids hervorgetan.

  20. Die Leute in dem Cafe sind glaube ich so weit links abgebogen, dass sie rechts wieder rausgekommen sind.

  21. Also da von Antisemitismus zu reden finde ich schon sehr bezeichnend. es betrifft ja alle Leute in der Region, nicht nur die Juden.

    Aber ehrlich gesagt fand ich den Spruch auch schon weird beim ersten lesen, also echt son bischen in Richtung “die da drüben sind doch alle gleich mit ihrem komischen Essen”… schon irgendwie rassistisch

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