Dafür haben die FLF-Frauen hart gearbeitet. Bei der Auslosung der ersten Qualifikationsrunde zur WM 2027 lag die Kugel mit der Aufschrift „Luxembourg“ am Dienstagmittag im schweizerischen Nyon in Topf 4 von Liga B. Auf das Team von Nationaltrainer Dan Santos wartete also hochkarätige Konkurrenz. Im ersten Pott lauerten unter anderem Portugal und Belgien. „Wir hoffen, dass wir Portugal zugelost bekommen“, hatte Nationalspielerin Kimberley dos Santos bereits vor zehn Tagen erklärt.
Am Ende der Zeremonie verkündete Nadine Keßler, Leiterin der Abteilung Frauenfußball beim europäischen Verband UEFA, gegen wen die FLF-Auswahl im Februar, März und Juni antreten wird. Der Wunsch von dos Santos wurde nicht erfüllt. Die Luxemburgerinnen treffen in Gruppe B4 auf Israel, Schottland und die Belgierinnen, die aktuell auf Position 20 der Weltrangliste stehen. Die WM-Qualifikation ist gleichzeitig die nächste Nations-League-Kampagne. Einen detaillierten Spielplan gibt es noch nicht.
Für Kapitänin Laura Miller ist diese Konstellation dennoch eine ganz besondere: Die 23 Jahre alte Bundesligaspielerin vom 1. FC Nürnberg stand von 2021 bis zum Sommer dieses Jahres bei Standard Liège unter Vertrag. Somit kommt es zum Wiedersehen mit einigen ehemaligen Teamkolleginnen. Miller gewann zweimal den belgischen Pokalwettbewerb (2023, 2025), auch Torhüterin Joy Jung und Offensivspielerin Caroline Jorge waren beim letzten Titel mit dabei.
Die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Brasilien schaffen nur die vier Gruppenersten der Liga A. Weitere Teams bekommen über Play-offs eine zweite Chance. Luxemburg muss in seiner Gruppe mindestens Dritter werden, um die K.-o.-Spiele zu erreichen, in denen es dann ab Oktober 2026 gegen die Viertplatzierten aus Liga A oder andere Teams aus Liga B geht.
Laura Miller verbrachte in Liège eine erfolgreiche Zeit. Foto: Jean-Marie Humartus
Dass die FLF-Frauen überhaupt in Liga B antreten dürfen, haben sie einem Triumphzug zu verdanken. Anfang Juni gelang Miller und Co. durch ein 3:1 gegen Kasachstan der umjubelte Aufstieg in der Nations League. „Jeder hat uns als kleine Luxemburgerinnen eingeschätzt. Jetzt sind die kleinen Luxemburgerinnen in der Liga B. Wir müssen nun beweisen, dass wir dort auch bleiben können und nicht gleich wieder absteigen“, sagte dos Santos damals.
Bevor es ernst wird, bestreitet die Mannschaft von Santos Anfang Dezember noch zwei Testspiele gegen Zypern (am 28. November und 1. Dezember). Dann kann sich die Mannschaft nach dem 0:4 in Ungarn nochmal Selbstvertrauen holen. Abwehrspielerin Emma Kremer erklärte: „Die Vorfreude auf die Liga B ist trotzdem groß. Wir haben alle darauf hingearbeitet und sind jetzt heiß darauf.“
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