> Das Heizen mit Gas dürfte in den kommenden zwei Jahrzehnten völlig unabhängig von den Beschaffungskosten enorm teuer werden. Denn die Gebühren für den Gastransport durch das Rohrnetz werden drastisch steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (Ifam) im Auftrag des Umweltinstituts München.
> Für eine Modellrechnung haben die Wissenschaftler:innen einen Dreipersonenhaushalt zugrunde gelegt, der heute Netzkosten zwischen 300 und 400 Euro im Jahr zahlt. Dieser Haushalt müsste in den Jahren bis 2045 zwischen 3.300 und 4.300 Euro an Netzkosten zahlen. „Die Studie macht klar: Den Letzten beißen die Hunde“, sagt Till Irmisch vom Umweltinstitut München.
Eine Verzehnfachung in den nächsten 20 Jahren.
Ähhm, wo Gasumlage auf den Strompreis im Text? Unsere aktuelle Regierung verteilt die Gasnetzkosten nun auf alle Stromkunden. Wir zahlen aktuell 2 c/kwh egal woher der Strom kommt oder ob jemand damit heizt oder whatever.
Was passieren wird ist das der Strompreis steigt da man die Umlage anheben wird. Alternativ müsste der Gaskunde seine gesamten Kosten alleine tragen, das wäre selbst ohne Preissteigerungen schon heute nicht mehr zumutbar, da immer weniger Gaskunden das Netz finanzieren müssen.
Daher übernimmt das nun jeder in unserer Gesellschaft.
Also bis auf die Gaskunden, für die ist es dadurch billiger.
Das „Problem“ bei all diesen Extrapolationen/Berechnungen ist doch der gesetzliche Rahmen und nicht der „Marktpreis“ bzw. Netzkosten oder?
Wer hindert Benzin-Jens und Gas-Alice daran bei ihrer politischen Liebesheirat in 6 Jahren die Klimaziele zu kippen, so wie es F.Merz mit dem Verbrenner-Aus gerade gemacht hat?
Menschen suchen immer den Weg des geringsten Widerstands, icu befürchte sobald die Preise massiv steigen wird es auch da wieder Schlupflöcher und Subventionen statt Umdenken geben.
Zum Glück haben sich viele hier im Umfeld nochmal schnell eine Gas- oder Ölheizung eingebaut, bevor der BÖSE Habeck die verbietet. /s
Keine Sorge. Katherina Reiche wird schon einen Weg finden, die Kunden von Wärmepumpen und Erneuerbaren dafür zur Kasse zu bitten.
Kann mir jemand erklären wieso überhaupt der Gas-Netzbetrieb so teuer ist, dass bereits kommendes Jahr 10% höhere Netzgebühren gerechtfertigt sind? Die Infrastruktur liegt hier seit Jahrzehnten, da wurde kein Rohr getauscht, maximal mal der Gaszähler im Haus. Ich würde echt gerne verstehen woher die hohen “laufenden Kosten” kommen.
Bei Strom kann ich die Netzgebühren halbwegs nachvolziehen, da durch Trassenausbau, Ladesäulen etc. viel um- und ausgebaut werden muss. Aber die Gas-Infrastruktur wird doch einfach durchgenudelt bis sie nicht mehr benötigt wird?
das ist doch ein Artikel für r/tja
Toll und nu, als Mieter sitze ich hier und kann nichts daran ändern.
Selbst schuld. Es stand jedem frei, ein KFW 40 QNG Haus mit Wärmepumpe und Solardach zu bauen. Wer nicht will muss halt zahlen.
zum Glück gibt es auf dem Wohnungsmarkt so viele günstige Wohnungsangebote mit Wärmepumpe, dass ich nicht als Mieter gezwungen bin, entweder eine Gastherme oder Fernwärme zu nutzen
je teurer fossile brennstoffe werden, desto besser. anders als finanziell kann man leute nicht zum klimaschutz bringen.
Die Gasnetze werden nicht nur teurer für die Kunden, auch die Betreiber (z.B. viele Stadtwerke) ist das ein großes Problem, weil die Netze einen großen Teil deren Vermögen und Umsatz ausmachen. Fällt das weg, muss an anderen Stellen (Schwimmbäder, Nahverkehr, etc.) gespart werden.
Es wird aber nicht politisch dagegengesteuert, sondern mit Nebelkerzen wie Umstellung auf Wasserstoff die Situation eher verschlimmert.
Wir haben grade 14 Grad im Dezember. 2045 haben wir kalifornisches Wetter hier im winter
Flüssiggas natürlich ausgenommen
Lage der Nation hat eine gute Folge zu dem Thema.
Sehr gut, ich hatte noch was am Monatsende übrig, wusste gar nicht wohin mit meinen Millionen.
Zurück in die Vergangenheit mit CDU/CSU/SPD bevor Habeck euch die Gas und ÖL Heizung rausreißt oder so
Ich wohne in einen Mehrparteien-Haus in einer Eigentumswohnung. Keine Ahnung wie wir jemals von Gas weggekommen sollen. 😳
Das müsste längst abgeschafft worden sein
Da freu ich mich riesig darüber, dass mein Vater vor 2 Jahren meinte unbedingt eine neue Gasheizung in das Familienhaus einzubauen, weil die langfristig so schön günstig wäre im Vergleich zur Wärmepumpe, der Habeck hat ja keine Ahnung. 👍
War doch seit mindestens 5 Jahren absehbar. Dazu kommen noch die neuen Steuern 2027. Freut mich für alle, die sich extra noch ne Gasheizung einbauen haben lassen, damit Habeck nicht im Heizungskeller eskaliert, grr.
Wie hier die Kommentare von reichen Eigenheimeigentümern überfüllt ist oder von Leute, die keine wirkliche Ahnung haben. Einer hier: “Meine Wallbox ist schon da, PV auf dem Dach, Wärmepumpe vorm Haus, wer Gas heizt ist ein Trottel und Verschwörungstheorethiker”. What the fck.
Wir sind hier einem 1968er-8-Stöcker mit Heizkörpern. Fassade ist gut isoliert (Energieausweis vergleicht hellgrün mit “Neubau”) aber eben Gastherme, inklusive Warmwasserbereitung. So, jetzt kommst Du und erklärst mir, wie das mit den Wärmepumpen geht.
/Thread
Ach was. Das ist ja komisch. Dabei haben wir uns doch vor wenigen Monaten noch eine Gasheizung einbauen lassen weil der Habeck uns eine Wärmepumpe aufzwingen wollte. Und Friedrich hat geschworen das sei eine gute Idee!
Und im aktuellen Koalitionsausschuss ringen Union und SPD weiterhin um eine Anpassung des Heizungsgesetz. Die Union ist ja mit „Wir werden das Heizungsgesetz abschaffen“ in den Wahlkampf gezogen.
Das wird noch lustig, wenn man die Verbesserungen rückabwickelt und es dann einfach laufen lässt.
Und ja, für Menschen in Wohnungen gibt es noch viel weniger Alternativen.
/ weint in Mieterin im 9-Parteien-Haus von 1790 und Denkmalschutz
Gibt es irgendwas, was künftig nicht teurer wird?… Nein?…
Heizen mit Gas wird mittelfristig unbezahlbar.
Grund 1: je mehr auf Wärmepumpe umsteigen, desto weniger Kunden für die Gasversorger, desto höher die Kosten für die Netzunterhaltung für die verbleibenden Gasverbraucher.
Grund 2: ETS 2. Sobald CO2 ein realer Kostenfaktor ist, werden die Kosten massiv steigen. Die Verschiebung um ein Jahr wird das Ganze nur verschlimmern, weil die Kosten dann schneller steigen.
Grund 3: Je weniger Gas weltweit verbraucht wird, desto höher die Kosten für die Förderung und die Pipelines.
Die Regierung täte gut daran, Besitzer von Mehrfamilienhäusern zu „motivieren“ schnellstmöglich auf Wärmepumpe umzustellen, wenn sie Wohnen im MFW nicht auch unbezahlbar machen möchte.
Waren damals nicht auch die teuren Co2-Zertifikate ab 2027 ein großes Argument für Wärmepumpen, da durch die verpflichtenden EU-Zertifikate der Gaspreis noch mal erhöht würde?
Habe das im Artikel nicht erwähnt gesehen, wird sich da zeitnah noch eine Verteuerung, die dann bei den Gasheizern hängen bleibt, einstellen, oder ist der Zeitgeist mittlerweile soweit vom grünen Gedanken entfernt, dass das vermutlich gekippt werden wird?
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> Das Heizen mit Gas dürfte in den kommenden zwei Jahrzehnten völlig unabhängig von den Beschaffungskosten enorm teuer werden. Denn die Gebühren für den Gastransport durch das Rohrnetz werden drastisch steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (Ifam) im Auftrag des Umweltinstituts München.
> Für eine Modellrechnung haben die Wissenschaftler:innen einen Dreipersonenhaushalt zugrunde gelegt, der heute Netzkosten zwischen 300 und 400 Euro im Jahr zahlt. Dieser Haushalt müsste in den Jahren bis 2045 zwischen 3.300 und 4.300 Euro an Netzkosten zahlen. „Die Studie macht klar: Den Letzten beißen die Hunde“, sagt Till Irmisch vom Umweltinstitut München.
Eine Verzehnfachung in den nächsten 20 Jahren.
Ähhm, wo Gasumlage auf den Strompreis im Text? Unsere aktuelle Regierung verteilt die Gasnetzkosten nun auf alle Stromkunden. Wir zahlen aktuell 2 c/kwh egal woher der Strom kommt oder ob jemand damit heizt oder whatever.
Was passieren wird ist das der Strompreis steigt da man die Umlage anheben wird. Alternativ müsste der Gaskunde seine gesamten Kosten alleine tragen, das wäre selbst ohne Preissteigerungen schon heute nicht mehr zumutbar, da immer weniger Gaskunden das Netz finanzieren müssen.
Daher übernimmt das nun jeder in unserer Gesellschaft.
Also bis auf die Gaskunden, für die ist es dadurch billiger.
Das „Problem“ bei all diesen Extrapolationen/Berechnungen ist doch der gesetzliche Rahmen und nicht der „Marktpreis“ bzw. Netzkosten oder?
Wer hindert Benzin-Jens und Gas-Alice daran bei ihrer politischen Liebesheirat in 6 Jahren die Klimaziele zu kippen, so wie es F.Merz mit dem Verbrenner-Aus gerade gemacht hat?
Menschen suchen immer den Weg des geringsten Widerstands, icu befürchte sobald die Preise massiv steigen wird es auch da wieder Schlupflöcher und Subventionen statt Umdenken geben.
Zum Glück haben sich viele hier im Umfeld nochmal schnell eine Gas- oder Ölheizung eingebaut, bevor der BÖSE Habeck die verbietet. /s
Hierzu empfehle ich die Klage-Aufforderung für Mieter aus dem Podcast Lage der Nation: [https://www.reddit.com/r/PolitikBRD/comments/1pbbevr/der_gashammer_kommt_was_mietende_gegen_neue/](https://www.reddit.com/r/PolitikBRD/comments/1pbbevr/der_gashammer_kommt_was_mietende_gegen_neue/)
Keine Sorge. Katherina Reiche wird schon einen Weg finden, die Kunden von Wärmepumpen und Erneuerbaren dafür zur Kasse zu bitten.
Kann mir jemand erklären wieso überhaupt der Gas-Netzbetrieb so teuer ist, dass bereits kommendes Jahr 10% höhere Netzgebühren gerechtfertigt sind? Die Infrastruktur liegt hier seit Jahrzehnten, da wurde kein Rohr getauscht, maximal mal der Gaszähler im Haus. Ich würde echt gerne verstehen woher die hohen “laufenden Kosten” kommen.
Bei Strom kann ich die Netzgebühren halbwegs nachvolziehen, da durch Trassenausbau, Ladesäulen etc. viel um- und ausgebaut werden muss. Aber die Gas-Infrastruktur wird doch einfach durchgenudelt bis sie nicht mehr benötigt wird?
das ist doch ein Artikel für r/tja
Toll und nu, als Mieter sitze ich hier und kann nichts daran ändern.
Selbst schuld. Es stand jedem frei, ein KFW 40 QNG Haus mit Wärmepumpe und Solardach zu bauen. Wer nicht will muss halt zahlen.
zum Glück gibt es auf dem Wohnungsmarkt so viele günstige Wohnungsangebote mit Wärmepumpe, dass ich nicht als Mieter gezwungen bin, entweder eine Gastherme oder Fernwärme zu nutzen
je teurer fossile brennstoffe werden, desto besser. anders als finanziell kann man leute nicht zum klimaschutz bringen.
Zum Thema Gasnetze empfehle ich auch diesen lesenswerten Newslettereintrag von Ann-Kathrin Büüsker (Journalistin beim Deutschlandfunk) aus dem Mai:
https://steady.page/de/der-uuberblick/posts/e93f9ea8-db82-4374-8f55-7c2b7465e627
Die Gasnetze werden nicht nur teurer für die Kunden, auch die Betreiber (z.B. viele Stadtwerke) ist das ein großes Problem, weil die Netze einen großen Teil deren Vermögen und Umsatz ausmachen. Fällt das weg, muss an anderen Stellen (Schwimmbäder, Nahverkehr, etc.) gespart werden.
Es wird aber nicht politisch dagegengesteuert, sondern mit Nebelkerzen wie Umstellung auf Wasserstoff die Situation eher verschlimmert.
Wir haben grade 14 Grad im Dezember. 2045 haben wir kalifornisches Wetter hier im winter
Flüssiggas natürlich ausgenommen
Lage der Nation hat eine gute Folge zu dem Thema.
Sehr gut, ich hatte noch was am Monatsende übrig, wusste gar nicht wohin mit meinen Millionen.
Zurück in die Vergangenheit mit CDU/CSU/SPD bevor Habeck euch die Gas und ÖL Heizung rausreißt oder so
Ich wohne in einen Mehrparteien-Haus in einer Eigentumswohnung. Keine Ahnung wie wir jemals von Gas weggekommen sollen. 😳
Das müsste längst abgeschafft worden sein
Da freu ich mich riesig darüber, dass mein Vater vor 2 Jahren meinte unbedingt eine neue Gasheizung in das Familienhaus einzubauen, weil die langfristig so schön günstig wäre im Vergleich zur Wärmepumpe, der Habeck hat ja keine Ahnung. 👍
War doch seit mindestens 5 Jahren absehbar. Dazu kommen noch die neuen Steuern 2027. Freut mich für alle, die sich extra noch ne Gasheizung einbauen haben lassen, damit Habeck nicht im Heizungskeller eskaliert, grr.
Wie hier die Kommentare von reichen Eigenheimeigentümern überfüllt ist oder von Leute, die keine wirkliche Ahnung haben. Einer hier: “Meine Wallbox ist schon da, PV auf dem Dach, Wärmepumpe vorm Haus, wer Gas heizt ist ein Trottel und Verschwörungstheorethiker”. What the fck.
Wir sind hier einem 1968er-8-Stöcker mit Heizkörpern. Fassade ist gut isoliert (Energieausweis vergleicht hellgrün mit “Neubau”) aber eben Gastherme, inklusive Warmwasserbereitung. So, jetzt kommst Du und erklärst mir, wie das mit den Wärmepumpen geht.
/Thread
Ach was. Das ist ja komisch. Dabei haben wir uns doch vor wenigen Monaten noch eine Gasheizung einbauen lassen weil der Habeck uns eine Wärmepumpe aufzwingen wollte. Und Friedrich hat geschworen das sei eine gute Idee!
Und im aktuellen Koalitionsausschuss ringen Union und SPD weiterhin um eine Anpassung des Heizungsgesetz. Die Union ist ja mit „Wir werden das Heizungsgesetz abschaffen“ in den Wahlkampf gezogen.
Das wird noch lustig, wenn man die Verbesserungen rückabwickelt und es dann einfach laufen lässt.
Und ja, für Menschen in Wohnungen gibt es noch viel weniger Alternativen.
/ weint in Mieterin im 9-Parteien-Haus von 1790 und Denkmalschutz
Gibt es irgendwas, was künftig nicht teurer wird?… Nein?…
Heizen mit Gas wird mittelfristig unbezahlbar.
Grund 1: je mehr auf Wärmepumpe umsteigen, desto weniger Kunden für die Gasversorger, desto höher die Kosten für die Netzunterhaltung für die verbleibenden Gasverbraucher.
Grund 2: ETS 2. Sobald CO2 ein realer Kostenfaktor ist, werden die Kosten massiv steigen. Die Verschiebung um ein Jahr wird das Ganze nur verschlimmern, weil die Kosten dann schneller steigen.
Grund 3: Je weniger Gas weltweit verbraucht wird, desto höher die Kosten für die Förderung und die Pipelines.
Die Regierung täte gut daran, Besitzer von Mehrfamilienhäusern zu „motivieren“ schnellstmöglich auf Wärmepumpe umzustellen, wenn sie Wohnen im MFW nicht auch unbezahlbar machen möchte.
Waren damals nicht auch die teuren Co2-Zertifikate ab 2027 ein großes Argument für Wärmepumpen, da durch die verpflichtenden EU-Zertifikate der Gaspreis noch mal erhöht würde?
Habe das im Artikel nicht erwähnt gesehen, wird sich da zeitnah noch eine Verteuerung, die dann bei den Gasheizern hängen bleibt, einstellen, oder ist der Zeitgeist mittlerweile soweit vom grünen Gedanken entfernt, dass das vermutlich gekippt werden wird?
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