Generation Arschkarte: Herr Merz, für welchen Wohlstand soll ich mich eigentlich kaputtarbeiten?

by hampelmann2022

24 comments
  1. Was für eine Frage.

    Für den von Deinem Chef und den oberen 10% natürlich.

  2. Auch wenn ich den Ärger verstehen kann (betrifft mich auch), Leute, wir haben es selbst in der Hand. Wenn ich sehe, wie junge Männer AfD wählen und wir allgemein nicht auf die Straße gehen oder uns politisch engagieren, passiert sowas schnell.

    Wir haben zwar wenig macht, sind aber nicht machtlos und uns hinzusetzen und zu beschweren bringt auf jeden Fall nichts.

  3. Na für den vom Merz, Spahn oder vllt Amthor? Kannst du dir sogar aussuchen

  4. Nach dem Schock des Lesens erstmal die Diäten erhöhen und sich einen Vorstandsboni abgreifen!

    Dann die Produktion ins Ausland verlagern und den Firmensitz in die Schweiz.

    In Deutschland Stellen abbauen und sich über die faule Jugend beschweren.

    Apropros Jugend: Die studieren oder lernen doch eh nur Sachen, mit den man später keine Jobs findet. Das ist ein Nachfrageproblem, kein Angebotproblem…

  5. Für keine Obdachlosen, Kriminellen und Kriege.

    Wir leben hier ja immerhin nicht in Haiti.

  6. Ist nicht eher die Frage für WESSEN Wohlstand soll ich mich kaputtarbeiten? 😉

  7. Geht halt nicht beides. Entweder wir nehmen die Steuerlast runter und bekommen mehr Wohlstand oder leisten und ein gigantisches Sozialsystem was absolut jeden auffängt egal was er selbst tut

  8. Lol, schon wieder mehr als eine Arbeitswoche in Überstunden, fast anderthalb. Wenn ich so weiter mache, habe ich mir 30 dann ja nur einen Monat. Und dafür habe ich nur weniger als zwei Jahre… ach ja, und Urlaub nehme ich auch ins nächste Jahr mit rüber.

    Danke Merz! Wäre ja schön, käme von meinem Verdienst etwas mehr bei mir an.

  9. Hört einfach auf unser Land runter zu regieren. Setzt mal mehr auf das was Arbeitsplätze und Wohlstand schafft.
    Ja was könnte das sein? Infrastruktur zum Beispiel, Ausbau erneuerbarer Energien…
    Die Politik könnte in diesem Sektor so viel investieren, dass es notgedrungen zu mehr Arbeitsplätzen kommt – aber was macht man? Rentenerhöhung und dann sagen – kein Geld mehr für den Rest…I don’t get it.

  10. Irgendwo müssen die Sozialleistungen für alle Welt ja herkommen

  11. Für deinen eigenen, die Leute die was drauf haben wandern einfach aus. Gibt so viel bessere Länder auf den Planeten.

  12. Leider gehören viel zu viele der jüngeren Generationen der Generation Chancenlos an und das erstreckt sich auch auf die Politik. Unter Anderem.

  13. Es geht den Rechten gar nicht um Wohlstand, sondern um Macht. Es geht darum, die Arbeiterklasse möglichst arm und unmündig zu halten, damit sie weniger Einfluss nehmen können auf wichtige Entscheidungen. Die Superreichen fördern bewusst rechte und rechtsextreme Politik, um die Demokratie abzuschaffen. Leute wie Friedrich Merz sind nur nützliche Idioten, um der Milliardärsklasse dabei zu helfen, in Zukunft alle Macht alleine zu haben. Wenn Merz/Höcke/Trump von Wohlstand reden, dann geht es nur darum, das Volk mit libertärer Ideologie davon abzulenken, dass sie gerade entmachtet werden.

  14. Warum soll ich mich überhaupt täglich anstrengen und eine gute Arbeitsmoral haben? Komplett sinnlos.

    Rente gibt’s eh erst mit 70 oder gar nicht. Die wöchentliche Arbeitszeit soll laut CDU erhöht werden, für den gleichen Lohn wahrscheinlich. Krankschreiben lassen soll erschwert werden. Teilzeit ist natürlich auch blöd. Und Feiertage am Bestens auch gekürzt werden.

    Arbeiten lohnt sich kaum noch. Leistung zu bringen bei diesen Bedingungen? Darauf habe ich keine Lust. Ein Haus würde ich mir eh nicht leisten können und mein Erspartes in ETF-Form wird ja eh zukünftig mit höheren Abgaben belegt um die Rente zu retten.

  15. Strategie Merz falsch verstanden… 

    Das Ziel ist es nicht, die alten Anreize hart zu arbeiten herzustellen.

    Das Ziel ist es die Alternativen abzuschaffen, dann braucht es diese Anreize nicht. 

  16. Tja.

    Wofür.

    Sich kaputt Rackern in einem System, dass häufig keine Leistungen wertschätzt. Im Wissen, dass man trotz viel Arbeit niemals große Meilensteine erreichen kann, wie ein eigenes Haus oder auch nur eine eigene Wohnung. Vielleicht mal ein größeres Auto? Dass dann später auch deine Ersparnisse frisst, wenn es nach und nach in die Brüche geht. Aber hey – man kann ja leasen, sich also an einer Mechanik bedienen, die genau diese Beschissenheit zu Geld macht und das ganze System nur verstärkt.

    Oder für einen übergeordneten Gedanken, für das Land und die Gesellschaft. Klar, gerne. Ich racker mich ab für Regierungen, die mehr drauf geben individuelle PolitikerInnen-Karrieren zu pushen, statt sich aktiv gegen rechte Faschos aufzulehnen oder absolut klare Kante bei wichtigen Themen zu zeigen.

    Für Arbeitgeber, die – nicht alle, aber trotzdem – dermaßen außerhalb jeder Skala leben, dass es für mich nicht mal mehr vorstellbar ist, wie man so leben kann. Mit Millionen und Milliarden in der Tasche.

    Tja.

  17. Die Realisierung dessen ist schon bitter. Mir wurde bspw. seit dem Kindergarten erklärt, dass ich Abi und Studium machen müsse, damit ich einen guten Job bekomme und es einem dann gut geht.

    Habe sämtliche Bildungsziele übererfüllt, komme aus einer „reiss Dich zusammen und leiste gefälligst was“ Bubble. Jede Woche über 40 Stunden Arbeit.

    Und wozu? Ich fahre mit einem Kleinwagen Baujahr 2009 von meiner überteuerten Mietwohnung ins Büro und wieder zurück. Hin und wieder geht der Weg über den Supermarkt, wo man dann völlige Gagapreise für alltäglichen 0815-Kram zahlt.

    Ehrlicherweise ist es die paar Euro die man im Monat mehr zur Verfügung hat doch gar nicht wert. Sich vom Sozialstaat das Taschengeld auszahlen lassen und das Dach über dem Kopf bezahlt zu bekommen, während man die ganze Woche frei hat, klingt da entspannter. Und für etwas Zuverdienst arbeitet man einfach ein paar Stunden schwarz, wird ohnehin nicht kontrolliert und Konsequenzen gibt es auch nicht. Man ist als ehrlicher Bürger nur noch der Depp.

    Die Perspektive ist halt schlicht nicht mehr da. Dieses Land ist so auf dem absteigenden Ast. Und offensichtlich sickert es so langsam in die Köpfe ein, vor allem in junge Köpfe.

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