“Besucher irritiert”: Bewaffnete Soldaten lösen Riesen-Ärger auf Weihnachtsmarkt aus

by EleutheriusTemplaris

22 comments
  1. Ich bin der Bundeswehr tendenziell positiv gegenüber eingestellt. Aber Waffen haben auf einem Weihnachtsmarkt nichts verloren. Was für eine bescheuerte Aktion war das bitte?

  2. Die Kombi aus Weihnachtsverkleidung und Waffe war hier echt ungünstig.

    Hätten die halt einfach normal uniformiert bewaffnet da gestanden hätte man halt gedacht “Jo, ist halt wegen Sicherheit. Schade das es heutzutage nötig ist” und wäre weiter gegangen

  3. Wie gehirnamputiert muss man eigentlich sein, um nicht zu begreifen, daß man mit scharfen Schusswaffen bewaffnet besser nicht auf einem Weihnachtsmarkt herum stehn/laufen sollte, ob Bundeswehrsoldat oder nicht?

    Es mag vielleicht den eigentlichen Befehlsempfängern nicht so bewusst gewesen sein, aber das Vorgesetzte das so entschieden haben, zeugt von völligem Realitätsverlust.

    Ich finde das es mit einer Entschuldigung alleine nicht getan ist, da sollten personelle Konsequenzen gezogen werden.

    Bundeswehr ist ja schließlich kein Karnevalsverein, obwohl???

  4. Die Waffen an sich sind schon eine dumme Idee in diesem Kontext. Und bewaffnete Weihnachstmänner sind halt einfach eine Schnappsidee.

    Aber wieso war die Pistole geladen? Wie kommt man auf die Idee und wieso wurde da die Munition ausgegeben?

  5. Warum denn geladen? Es reicht ja schon die Geschmacklosigkeit dort bewaffnet abzuhängen aber wer glaubt denn, dass es eine gute Idee ist, die auch noch zu laden? Da muss man schon nicht mehr ganz sauber sein.

  6. Ich dachte immer der Einsatz der Bundeswehr ist nur ohne Waffen, also zur Hilfe bspw. bei Flutkatastrophen gestattet? Wieso laufen die ueberhaupt draussen mit Waffen rum?

  7. Erbsensuppe, militärisch eingerahmt. Der Klassiker.

  8. >An einem Stand der Bundeswehr, an dem traditionell Erbsensuppe verkauft wird, hielten sich zwei als Weihnachtsmänner verkleidete Bundeswehrangehörige mit Schusswaffen auf. Laut [SWR](https://www.t-online.de/themen/swr/) handelte es sich bei den Waffen um ein Sturmgewehr G36, ein Maschinengewehr und eine Pistole. Die Pistole war geladen.

    Irgendwer in der PR-Abteilung der Bundeswehr vor ein paar Monaten: *Jo man ich habe ne geile Idee. Lass mal unsere Soldaten als Weihnachtsmänner verkleidet mit Sturmgewehr auf dem Weihnachtsmarkt rumrennen. Das kommt bestimmt richtig gut an.*

  9. Die Bw ist Teil der Gesellschaft, das sind männer und Frauen wie du und ich. Väter, mütter, Töchter, söhne.

    Wer sich vom Anblick von Soldaten gestört fühlt, hat nicht alle Latten am Zaun.

  10. Unschön gelaufen.
    Immerhin war’s nicht in Bayern, sonst wäre die Polizei ins Gefecht gezogen.

  11. Ich kann zwar irgendwo die Kritik nachvollziehen, aber in anderen Ländern sind öffentliche Militärdarstellungen viel viel häufiger und normalisierter. Wir leben halt noch in der süßen Vergangenheit was Präsenz der Armee angeht da bisher glücklicherweise schlichtweg nicht nötig. In denke das mindeste was wir als Gesellschaft tun könnten, wenn schon keiner mehr Lust hat selber zur Waffe zu greifen, wäre der Bundeswehr wenigstens etwas mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit zu schenken im Alltag.

  12. TL;DR: Die Situation ist also doch etwas weniger wild, als man erst vermuten konnte: Die Bw hatte offenbar einen Stand, auf dem sie Erbensuppe verkauft haben, die ungeladenen Waffen waren wohl als passende Deko gedacht (wie auch immer man das finden mag). Die geladene Pistole wiederum wird zur Sicherung der Waffen gegen Diebstahl von einem dazu eingeteilten Soldaten vorgesehen gewesen sein. Das ist wohl nicht unüblich, auch wenn im Rahmen von freilaufenden Übungen ungeladene Waffen verwendet werden.

    Fraglich ist aus rein rechtlicher Sicht jetzt vermutlich, ob a) die Ausstellung der ungeladenen Waffen dort überhaupt genehmigt war (durch wen auch immer), und ob b) auf dem Weihnachtsmarkt vllt. eine Waffenverbotszone besteht, nach der mindestens die scharfe Waffe vllt. unzulässig gewesen wäre.

    Darüber hinaus ist ein Weihnachtsmarkt natürlich wirklich kein passender Ort für eine Waffenschau. Kompletter Fehlgriff.

  13. >Nach Angaben der Stadt Zweibrücken war für den Weihnachtsmarkt vonseiten der Bundeswehr keine “Waffenschau” angemeldet worden. In der Bundeswehr laufen jetzt interne Ermittlungen, wie es zu dem Missverständnis kommen könnte. Auch juristisch sind Konsequenzen nicht ausgeschlossen: Bei Verstößen gegen das Waffengesetz drohen laut Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre Haft.

    Dieser Vorgang ist wieder so unglaublich deutsch … von allen Seiten. Fallschirmjäger bestätigen mal wieder die Vorurteile gegen sie, die Presse schreit Skandal (weil ein schusswaffenberechtigter Träger eine Schusswaffe getragen hat), die öffentliche Stelle entschuldigt sich, als hätte sie halb München abgebrannt. Die Bevölkerung wird (offenbar zu recht) behandelt wie Kleinkinder. Am Ende darf dann natürlich nicht der Verweis auf die Maximalstrafe vergessen werden.

    Die Pistole war vermutlich die Sicherungswaffe, um gegen den Diebstahl eines automatischen Sturmgewehrs abzusichern.

    Feinster Qualitätsjournalismus.

    Achja T-online. Na dann.

  14. Lieber die Bundeswehr als ein Islamist. Übertriebene Aufregung.

  15. Soldaten sollten Suppenverkauf “militärisch einrahmen”

  16. Irgendwie kann ich mir überhaupt nicht vorstellen was hier passiert ist, hat jemand Bilder davon? Ich finde nur “Symbolbilder”

  17. Auch wenn eventuell da gute Intentionen hinter standen muss man anmerken, dass Soldaten keine Polizisten sind.
    Und das im Normalfall ein Soldat nicht an Munition kommen sollte. Das sehe ich als das Hauptproblem.

    Wie kann es sein, dass es einem Soldaten möglich ist, mit einer geladenen Pistole außerhalb der Kaserne rumzulaufen?

    Wir haben seit Jahren Probleme das Waffen und Munition gestohlen werden. In Friedenszeiten sollte ein Soldat Waffen nur beim Training oder bei Veranstaltungen (Dann aber ungeladen) zu Gesicht bekommen. Ansonsten brauchen die Dinger nicht.

  18. Da kriegen die jungen Männer sicher total Bock zu dem Verein zu gehen, bei solch kluger, durchdachter Werbung.
    Aber was will man von Leuten erwarten, dessen Vorgesetzter labert er wolle sich “persönlich” bei den Besuchern des Weihnachtsmarktes entschuldigen?
    Hey Oberleutnant von Schwachkopp, “persönlich” bedeutet nicht, dass du den Umweg eines dir aufgedrängten Kurzinterviews wählst, um deinen völlig unglaubwprdigen Gang nach Canossa hinzuschluddern.

    Das Militär ist eben kein Ort für Dichter und Denker, das wird damit ja mal wieder hervorgehoben. Schade, dass die Wichtigkeit eines Militärs durch solche Aktionen mal wieder verdeckt wird. Mann, mann, mann.

  19. Geile Ausrede, LOL!

    > Soldaten sollten Suppenverkauf “militärisch einrahmen”

    > Holle sagte, die beiden Soldaten hätten den Erbsensuppenverkauf “militärisch einrahmen” sollen. Grundsätzlich sei es “legitim”, bei öffentlichen Veranstaltungen [*also Weihnachtsmärkte*] “Waffen und die typische Ausrüstung” der Soldatinnen und Soldaten zu zeigen [*ach ja? lol! nee, feuerbereite Weihnachtsmänner sind nicht legitim*]. Der Oberstleutnant räumte aber ein: Womöglich sei das im konkreten Fall nicht “vernünftig vorbereitet” worden. [*die Haubitzen und Mörser fehlten noch, und Schützengraben konnte leider nicht ausgehoben werden*]

    > Nach Angaben der Stadt Zweibrücken war für den Weihnachtsmarkt vonseiten der Bundeswehr keine “Waffenschau” angemeldet worden. In der Bundeswehr laufen jetzt interne Ermittlungen, wie es zu dem Missverständnis kommen könnte. Auch juristisch sind Konsequenzen nicht ausgeschlossen: Bei Verstößen gegen das Waffengesetz drohen laut Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre Haft.

    Geil, “Missverständnis”. Ach so, wir sollten nur Erbsensuppe verkaufen. My bad! Ich dachte, wir sollten einen militärischen Stützpunkt da einrichten und uns für Feuergefechte bereithalten, sorry!

    Wenigstens war nur die Pistole geladen.

  20. Wenn wir von Waffen der Bundeswehr reden, schießen die eh nicht gerade.

    Während den Schießübungen hat man mehr Zeit mit der Kalibrierung vom Visier gebraucht, als mit dem eigentlichen Schießen.

Comments are closed.