Noch dieses Jahr soll in der Chamber über die Rentenreform der Regierung abgestimmt werden. Das bedeutet, dass Personen, die über die Anerkennung von Studien- oder Babyjahren auf 40 Beitragsjahre kommen, ab Juli 2026 einen Monat länger arbeiten werden, wenn sie zu dem Zeitpunkt 60 Jahre alt sind.
In einer parlamentarischen Frage erkundigte sich der DP-Abgeordnete Gérard Schockmel zunächst bei Sozialministerin Martine Deprez (CSV) sowie beim Minister für den öffentlichen Dienst, Serge Wilmes (CSV), nach den konkreten Zeitpunkten, zu denen Beschäftigte in den vergangenen fünf Jahren in den Ruhestand getreten sind.
Klare Mehrheit geht zwischen 60 und 64 Jahren in Rente
In der Antwort der beiden Ministerien heißt es, dass zwischen 2020 und 2024 40.972 Beschäftigte aus dem Privatsektor, die in die allgemeine Krankenkasse eingezahlt haben, in Rente gegangen sind. Für die Beamten, die in das Spezialregime einzahlen, waren es 4.217 Personen.
Die Mehrheit der angegebenen Personen geht zwischen 60 und 64 Jahren in Rente. Als Beispiel: Im Jahr 2024 waren 49,4 Prozent der Beschäftigten aus dem Privatsektor, die in Rente gegangen sind, zwischen 60 und 64 Jahren, 26,8 Prozent waren zwischen 57 und 59* Jahren alt und 23,8 Prozent haben mit über 65 Jahren mit Arbeiten aufgehört. Diese Zahlen bleiben die letzten Jahre über sehr ähnlich.
Was die Beamten anbelangt, so waren im selben Jahr 8,2 Prozent von den 904 Personen, die 2024 in Rente gegangen sind, zwischen 55 und 56 Jahren alt. Die große Mehrheit von ihnen, um genauer zu sein, 64,8 Prozent, geht zwischen 60 und 64 Jahren in Rente. Nur 6,2 Prozent haben über das Alter von 65 Jahren hinweg gearbeitet.
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Von den Beamten gehen in der angegebenen Periode immer abgerundet 600 Staatsbeamte in Rente, um die 150 sind Gemeindebeamte und rund 60 gehören der CFL an.
Arbeitnehmer aus der Baubranche sind größte Rentnergruppe
Schockmel wollte von Deprez und Wilmes außerdem wissen, aus welchen Berufszweigen die Personen stammen, die in den vergangenen Jahren in Rente gegangen sind. Am stärksten vertreten ist die Baubranche: 14,2 Prozent der Rentner zwischen 2020 und 2024 arbeiteten zuvor in diesem Bereich. Die meisten von ihnen (47,8 Prozent) gingen im Alter von 57 bis 59 Jahren in den Ruhestand.
An zweiter Stelle folgt die Kategorie Handel und Kfz-Reparaturen. Sie macht 13,1 Prozent der Rentner in diesem Zeitraum aus. Auch hier liegt das häufigste Renteneintrittsalter zwischen 57 und 59 Jahren (48,8 Prozent).
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Die drittgrößte Gruppe stammt aus dem Bereich Finanzen und Versicherungen. 12,7 Prozent der heutigen Rentner kommen aus dieser Branche. Anders als in den beiden zuvor genannten Bereichen erfolgt der Renteneintritt hier im Durchschnitt später: 43,5 Prozent gingen im Alter von 60 bis 61 Jahren in Rente.
* In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass 26,8 Prozent der Personen, die 2024 in Rente gegangen sind, zwischen 55 und 56 Jahre alt waren. Es sollte eigentlich heißen, dass diese zwischen 57 und 59 Jahre alt waren. Der Text wurde am 11. Dezember 2025 um 16:47 Uhr angepasst.