Publiziert12. Dezember 2025, 20:21

Luxemburg: Pflegeversicherung erreicht 2026 über eine Million Versicherte

Der Verwaltungsrat der Nationalen Gesundheitskasse (CNS) hat sich am Mittwoch getroffen, um über den Haushalt 2026 der Pflegeversicherung zu beraten.

Die Versicherung ist finanziell stabil aufgestellt.

Die Versicherung ist finanziell stabil aufgestellt.

Canva (Symbolbild)

«Mit positiven Hochrechnungen und einer beträchtlichen Rücklage genießt die Pflegeversicherung eine stabile finanzielle Lage im Budgethorizont, die es ihr ermöglicht, auf den wachsenden Bedarf kurz- und mittelfristig zu reagieren», erklärte José Balanzategui, Präsident des Verwaltungsrats der Nationalen Gesundheitskasse (CNS), in einer Mitteilung.

Der Verwaltungsrat kam am Mittwoch zusammen, um über den Haushalt 2026 der Pflegeversicherung zu entscheiden. Nach den vorgelegten Zahlen weist diese eine stabile finanzielle Situation auf. Für das Jahr 2026 soll sich der Saldo der laufenden Geschäfte auf 27,7 Millionen Euro belaufen. Die Gesamtrücklage wird zum Jahresende auf 629,6 Millionen Euro geschätzt, was 55 Prozent der laufenden Ausgaben entspricht.

Im Jahr 2026 dürfte die Pflegeversicherung erstmals die Schwelle von rund einer Million versicherten Personen überschreiten, konkret etwa 1.002.000 Menschen. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber 2025, wie die CNS mitteilt. Rund zwei Drittel dieser Versicherten sind Einwohner Luxemburgs, ein Drittel sind Grenzgänger oder andere Nichtansässige.

Saldo der laufenden Geschäfte sinkt

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause betreut werden, dürfte auf etwa 10.896 steigen, ein Plus von 4,7 Prozent. Die durchschnittliche Zahl der Leistungsbezieher in Hilfe- und Pflegeeinrichtungen wird auf 5739 geschätzt, was einem Zuwachs von 1,9 Prozent entspricht.

Für das Jahr 2025 rechnet die CNS mit einem Saldo der laufenden Geschäfte von 40,1 Millionen Euro. Das ist etwa halb so viel wie im Jahr 2024, als dieser noch 80,7 Millionen Euro betrug. Die CNS erklärt diesen Rückgang damit, dass für den Zeitraum 2025/2026 neue monetäre Werte angewendet werden, die Zahl der Leistungsbezieher steigt und aus Vorsichtsgründen keine möglichen zusätzlichen Rückerstattungen durch Leistungserbringer berücksichtigt wurden.

Zur Erinnerung: Die Pflegeversicherung ist ein Zweig der Sozialversicherung. Sie übernimmt die Kosten für Hilfen und Pflegeleistungen für pflegebedürftige Menschen. Finanziert wird sie hauptsächlich durch die Beiträge der Versicherten, die 60 Prozent der Mittel ausmachen, sowie durch einen Beitrag des Staates, der 40 Prozent der Gesamtausgaben deckt.

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(pp)