Die indonesischen Kläger und ihre Vertreter vor dem Schweizer Kantonsgericht in Zug am 3. September 2025.

Eingereicht haben die Klage Bewohner einer Insel in Indonesien, die durch den steigenden Meeresspiegel in ihrer Existenz bedroht sind. Die vier Fischer fordern von Holcim, den CO2-Ausstoß des Unternehmens zu reduzieren, Klimaanpassungsprojekte auf der Insel zu finanzieren und Schadenersatz zu zahlen. Die Insel Pari war vor vier Jahren von Überschwemmungen betroffen. Experten warnen davor, dass weite Teile bis 2050 unter Wasser stehen könnten. Im September hatte das Gericht im Kanton Zug die Kläger angehört.

Das Zement-Unternehmen Holcim gehört laut Forschern zu den hundert Unternehmen der Welt, die am meisten CO2 ausstoßen. Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, das die Kläger unterstützt, teilte mit, es sei das erste Mal, dass ein Schweizer Gericht eine Klage gegen einen multinationalen Konzern im Zusammenhang mit dem Klimawandel zulasse. 

Diese Nachricht wurde am 22.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.