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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die USA bestĂ€tigen ein Treffen von Trump mit Selenskyj. Russland startet eine großangelegte Raketenoffensive. Der News-Ticker.

Update, 21:30 Uhr: Der ukrainische Generalstab dementiert die Behauptungen Russlands ĂŒber die Einnahme der StĂ€dte Huljajpole und Myrnohrad. Demnach sei die Lage in beiden StĂ€dten „komplex“ und „schwierig“, allerdings wĂŒrden ukrainische Einheiten Operationen gegen die angreifenden russischen Soldaten fortsetzen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Unian unter Berufung auf den Generalstab. Bislang sei den Russen eine Einnahme nicht gelungen.

Update, 19:35 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium behauptet die Einnahme der Stadt Huljajpole in Saporischschja. Die staatliche Nachrichtenagentur Tass veröffentlichte Aufnahmen der ZusammenstĂ¶ĂŸe. Demnach wurde Kreml-Chef Wladimir Putin ĂŒber die Kontrolle der Stadt informiert. Putin selbst sagte laut der Agentur, Huljajpole sei die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt von Saporischschja und die Einnahme ebne den Weg fĂŒr weitere Angriffe. Weiter hieß es, die Ukraine scheine den Krieg nicht mit friedlichen Mitteln beenden zu wollen. Daher sei man bereit, die Probleme mit militĂ€rischen Mitteln zu lösen. Moskau behauptet zudem die Einnahme von Stepnogorsk, ebenfalls in Saporischschja, und Rodinskoye, Artemowka sowie Myrnohrad in Donezk.

Update, 14:20 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit ‌US-PrĂ€sident Donald Trump in die USA aufgebrochen. Er werde sich bei einem Zwischenstopp in Kanada mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney treffen, sagte Selenskyj laut Reuters. Mit Blick ⁠auf die GesprĂ€che mit Trump ĂŒber einen Friedensplan erklĂ€rte er, die Ukraine habe ihre „roten Linien“. Er sei aber sicher, dass ein Kompromiss gefunden werden ‍könne. Zugleich hob er noch einmal die Bedeutung von US-Sicherheitsgarantien fĂŒr ‌den Friedensprozess hervor. Sie seien der SchlĂŒssel zum Frieden, sagte er in Sprachnachrichten an Reporter.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Russland attackiert Kiew

Update, 13:45 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist heute Nacht von schweren russischen LuftschlĂ€gen getroffen worden. Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko gab nun neue Details bekannt. Auf seinem Telegram-Kanal berichtete er von BrĂ€nden in zwei HochhĂ€usern sowie anderen GebĂ€uden. An mehreren Stellen in Kiew seien auch Autos in Brand geraten, teilte Klitschko weiter mit. In mehr als 4000 WohnhĂ€usern sei die zentrale WĂ€rmeversorgung ausgefallen. Auch 187 KindergĂ€rten, 138 Schulen und 22 soziale Einrichtungen seien ohne Heizung, teilte Klitschko mit. „Energieversorger und Kommunalbetriebe arbeiten daran, die Energie- und WĂ€rmeversorgung wiederherzustellen.“ Mehr als zwei Dutzend Menschen seien verletzt worden. 

Rettungskräfte arbeiten in einem durch einen russischen Angriff schwer beschädigten Hochhaus.

RettungskrÀfte arbeiten in einem durch einen russischen Angriff schwer beschÀdigten Hochhaus. © Efrem Lukatsky/dpaAktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Heizungen in Kiew nach russischen Angriffen ausgefallen

Update, 12:25 Uhr: In Kiew sind nach dem nĂ€chtlichen russischen Angriff Tausende GebĂ€ude ohne Heizung. Betroffen seien mehr als 2600 WohngebĂ€ude, 187 KindergĂ€rten und 138 Schulen, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Temperatur in der Hauptstadt liegt bei etwa null Grad Celsius. In der umliegenden Region Kiew sind den Behörden ⁠zufolge zudem 320.000 Haushalte ohne Strom. Nach Angaben von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinen Attacken fast 500 Drohnen und 40 Raketen eingesetzt. Wenn Russland selbst die Weihnachts- und Neujahrszeit in eine Zeit zerstörter HĂ€user und Kraftwerke verwandle, könne auf dieses „krankhafte Vorgehen“ nur mit „wirklich starken Schritten“ geantwortet werden, schrieb Selenskyj vor seinem Treffen mit Donald Trump am Sonntag auf X.

Heftiger Angriff auf Kiew: Die Bilder der Zerstörung

Russland startet kurz nach Weihnachten einen massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Es gibt zahlreiche Opfer, Tausende Haushalte sind ohne Strom und Heizung.

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Update, 11:30 Uhr: EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen will heute an einer Telefonkonferenz mit dem ukrainischen PrÀsidenten Wolodymyr Selenskyj ⁠und US-PrÀsident Donald Trump teilnehmen. An dem GesprÀch sollen zudem weitere europÀische Staats- und Regierungschefs teilnehmen. Das teilte ein Sprecher der Kommission der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Schwere russische Angriffe vor Trump-Selenskyj-Treffen

Update, 10:25 Uhr: Russland ĂŒbt vor dem morgigen Treffen des ukrainischen Staatschefs Selenskyj mit US-PrĂ€sident Trump weiter massiv militĂ€rischen Druck aus. So sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach russischen LuftschlĂ€gen in zwei HochhĂ€usern nach Angaben von Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko schwere BrĂ€nde ausgebrochen. Klitschko berichtete in seinem Telegram-Kanal auch von 19 Verletzten. Die Zahl erhöhte sich im Verlauf des Morgens immer wieder. Zudem sind laut Behörden mehrere WohnhĂ€user in Brand geraten. In der Hauptstadt fiel in Tausenden Haushalten die Heizung aus. 

Ukraine-Krieg aktuell: Russland erhebt VorwĂŒrfe gegen Kiew

Update, 9:25 Uhr: Russland wirft der Ukraine vor dem geplanten Treffen zwischen Selenskyj und Trump vor, die GesprĂ€che ĂŒber einen Friedensplan zu „torpedieren“. Der neue Entwurf sei „radikal anders“ als der Text, ĂŒber den Moskau mit Washington verhandelt habe, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow. Die Ukraine und ihre UnterstĂŒtzer – allen voran die EU, die „nicht fĂŒr eine Einigung“ in dem Konflikt sei – hĂ€tten ihre „BemĂŒhungen verstĂ€rkt, sie zu torpedieren“, sagte Rjabkow im russischen Fernsehen. „Ohne angemessene Lösung der Probleme, die zu dieser Krise gefĂŒhrt haben, wird es ganz einfach unmöglich sein, zu einer abschließenden Einigung zu gelangen“, betonte der russische Vize-Außenminister.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Treffen von Trump und Selenskyj am Sonntag

Erstmeldung: Palm Beach – US-PrĂ€sident Donald Trump empfĂ€ngt am Sonntag (28. Dezember) den ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Weiße Haus kĂŒndigte das bilaterale Treffen in Palm Beach im Bundesstaat Florida fĂŒr 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) an. Bei dem neuen Spitzentreffen soll weiter ĂŒber ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs gesprochen werden. Russland kam in der AnkĂŒndigung nicht vor, GesprĂ€che auch mit Moskau schienen also zunĂ€chst nicht geplant.

Selenskyj hatte das Treffen mit Trump bereits angekĂŒndigt. „Bis Neujahr kann noch viel entschieden werden“, schrieb er in den Netzwerken Telegram und X. Einen genauen Termin hatte er aber zunĂ€chst nicht genannt. Trump hĂ€lt sich derzeit in seiner Residenz Mar-a-Lago auf. Nach EinschĂ€tzung des US-Nachrichtenportals Axios dĂŒrfte ein Treffen der Staatschefs bedeuten, dass es inzwischen eine bedeutende AnnĂ€herung zwischen den USA und der Ukraine gibt. Trump hatte zuvor gesagt, er wolle sich nur mit Selenskyj treffen, wenn ein Deal in Reichweite ist. 

Frieden im Ukraine-Krieg?

Selenskyj erklĂ€rte, bei seinem persönlichen GesprĂ€ch mit Trump wĂŒrden „sensible“ Themen wie der Streit um die Region Donbass oder die Zukunft des Atomkraftwerks Saporischschja zur Sprache kommen. Außerdem werde es um mögliche bilaterale Abkommen zwischen Washington und Kiew etwa zu Sicherheitsgarantien gehen.

Trump betonte, es sei nichts beschlossen, solange er kein grĂŒnes Licht gebe. Selenskyj „hat nichts, solange ich nicht meine Zustimmung gebe“, sagte er der US-Plattform Politico. „Wir werden also sehen, was er hat“, fĂŒgte Trump hinzu. Zugleich betonte er mit Blick auf das Treffen mit Selenskyj: „Ich denke, dass es mit ihm gut laufen wird. Ich denke, dass es mit (dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir) Putin gut laufen wird“, mit dem Selenskyj „bald“ sprechen wolle.

Russland startet neue Angriffe

Unterdessen hat das russische MilitĂ€r die Ukraine in der Nacht auf Samstag erneut mit Raketenangriffen ĂŒberzogen. Betroffen war auch die Hauptstadt. Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko erklĂ€rte auf Telegram: „Explosionen in der Hauptstadt. Die Luftabwehr ist im Einsatz. Bleiben Sie in SchutzrĂ€umen.“ Nach seinen Angaben wurden fĂŒnf Menschen verletzt. Auch zivile Infrastruktur wurde demnach beschĂ€digt.

Nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rs hat Russland auch andere Regionen der Ukraine ⁠massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. ​Die ukrainische Luftwaffe warnte vor Attacken unter anderem in den Regionen Tschernihiw, Mykolajiw, Charkiw und Schytomyr. Aus mehreren Orten wurden Explosionen und BrĂ€nde gemeldet. (Quellen: dpa, AFP) (cs)