Hier ein paar grobe Fakten aus dem ORF und TT Artikel
*Die Zahl der Geburten hat in Österreich weiter abgenommen
*2024 nur 77.238 Geburten
*Historisch hoch ist das Alter der Mütter bei Geburt ihres ersten Kindes mit 30,4 Jahren. Das niedrigste seit Beginn der Statistik war 22,8 Jahre 1973.
Fertilitätsrate gesunken. Lag 2023 bei 1,44, ging im Vorjahr auf 1,31 zurück.
*Anteil jener Frauen, die erst nach 40 ihr erstes Kind bekommen liegt bei 3,6 Prozent. zu Beginn des Jahrtausends 0,8
*Teenager-Mutter nahezu verschwunden. bei unter 18-Jährigen nur noch 0,4 Prozent
*Familienstruktur befindet sich im Wandel. Im Trend sind DINK-Paare, also Personen im fortpflanzungsfähigen Alter in einer Paarbeziehung ohne Kinder.
*38,6 Prozent aller Haushalte in Österreich sind Einpersonenhaushalte.

by Ferina27

40 comments
  1. No shit… selbst wenn iwir kinder haben wollten könnten wir uns das nicht leisten und wir verdienen beide durchschnittlich würd ich sagen.

  2. Ich bin jedenfalls froh mit Claudia Plakolm hier einen echten Profi als Familienministerin zu haben. Die hat sicher Bekannte die Großeltern sind. /s

  3. Das wird auch nicht mehr so schnell besser werden.
    Südkorea macht das gerade im Speedrun-Modus vor.

    Und da die Gesetzgebung jetzt einfach immer mehr für alte Leute gemacht werden wird, um die entsprechend älteren Wähler anzusprechen, wird es auch keine Anreize geben, dass sich etwas ändert.

    Und ist der Wert erst mal niedrig genug, kannst bis auf Zuwanderung eh nichts mehr tun.

    Edit:
    Gutes Video von Kurzgesagt zu dem Thema

    https://youtu.be/l9UGB_V6A8g?si=kRYgHI7s7INW6eV7

  4. > Lag 2023 bei 1,44, ging im Vorjahr auf 1,31 zurück.

    Das ist schon extrem wild. In dem Tempo fahren wir den Laden ganz schnell gegen die Wand.

  5. Solange die Rahmenbedingungen nicht geschaffen werden, wird sich daran langfristig nichts verändern.

  6. Unser eigentlich größtes Problem in Österreich. Und es wird kaum darüber geredet.

    Wir brauchten massiv anreize eine Familie zu gründen. Es muss für Kinderlose pärchen viel mehr gemacht werden damit sie den schritt endlich gehen.

    Finanziell muss sich kinder bekommen viel mehr auszahlen als kinderlos zu bleiben.
    Gleich mal die Lohnsteuer runter beim Ersten Kind für 3 Jahre wär doch mal was.

    Oder noch bessere Konditionen bei Landesdarlehen. Tatsächlich hat Ungarn da ein gutes Modell entwickelt wo Pärchen sich fast immer für ein zweites Kind entscheiden weil es sich auf die Darlehenskonditionen extrem positiv auswirkt.

  7. An dieser Stelle möchte ich mich bei unserer Regierung bedanken, dass sie die Valorisierung der Familienbeihilfe für 2026 ausgesetzt haben.

  8. Ganz einfach, erstmal Familienbonus auf 6000€ pro Kind hochschrauben. Adminstrativ kein Aufwand, also garkeiner und gleichzeitig unterstützt es niemanden der keine/wenig Steuern zahlt. Wos wirklich hapert ist nämlich die Mittelschicht, die Unterschicht (bzw. Migranten) bekommt eh recht stabil Kinder unabhängig der Anreize.

  9. Wir haben eine Situation, in der beide Eltern Vollzeit arbeiten müssen.

    Aber Kindergärten, die um 13 Uhr schließen.

  10. Eltern sollte es leichter gemacht werden was die Kinderbetreuung angeht. Zumindest was das Schlusslicht OÖ angeht gibt es Handlungsbedarf. Nicht jeder kann auf Großeltern zurückgreifen. 

  11. Weil hier wieder alle nach Boni, Kindergärten etc. rufen: **es bringt nichts**. Studie über Studie, Länderbeispiel über Länderbeispiel haben gezeigt – keinerlei Incentive der Welt hat bis jetzt was gebracht.

    Es ist eine **„Sinnfrage“**. Durch Rückgang der Religion, Urbanisierung und voller Selbstbestimmung der Frau haben sich Leute nicht mehr gezwungen gefühlt Kinder zu haben. Und dann kommt das halt raus. Wir werden Frauen wohl kaum zu Kindern zwingen, also werden wir damit leben müssen.

    Was historisch ein wenig was bringt ist es in die Fläche zu bauen und mehr Vororte zu haben. Das allerdings stößt sich mit andere Überlegungen.

    Edit: wer gerade überlegt – **habt Kinder, es ist the best thing ever**

    [relevant](https://youtube.com/shorts/m_QHZInDoqg?si=ZUWBfSP6b8Np92ui)

  12. Wundert mich leider nicht. Familiengründung ist trotz Transferleistungen nicht besonders erstrebenswert in der heutigen Zeit.

  13. Die Gesellschaft (Eltern wie kinderlose Menschen) muss Kinder wieder als Bereicherung und nicht als Belastung wahrnehmen.

    Wenn man glaubt, dass “das Leben mit Kindern vorbei” ist, helfen noch so viele Transferleistungen nix.

  14. Es geht in der Debatte irgendwie immer nur darum, ob man es sich leisten kann, Eltern zu werden.

    Vielleicht wollen viele Kinderfreien Menschen einfach keine, weil’s zB schwer genug ist, für sich selbst zu sorgen ohne zusätzlich noch 24/7 für andere verantwortlich zu sein. Oder weil es den lifestyle für immer ändern würde. Oder weil man seine nicht-existenten Kinder so liebt, dass man sie nicht in so eine Welt bringt.

    edit: und ziemlich sicher wäre das schon früher so gewesen, wenn Verhütungsmittel weit verbreitet gewesen wären.

  15. Ich mag Kinder sehr gerne und genau deswegen habe ich mich entschieden keine in diese Welt zu setzen.

  16. tja, wenn man Jahrelang im Assi-TV Teenager werden Mütter ausstrahlt braucht man sich nicht wundern wieso keiner mehr mit Anfang 20 Kinder bekommen möchte bzw. nur sehr vereinzelt.
    Ausserdem stellen viele halt ihren eigenen Lebensstil bzw. Karriere übers Kinder kriegen.

  17. Man könnt ja fast schon meinen, dass wir uns in familienfeindlichen Strukturen befinden die es beinahe unmöglich machen eine Familie zu gründen.

    Wird ja zum Glück seit nicht mehr als 15 Jahren beklagt, dass es irgendwann so kommen wird das Familiengründung Luxus wird.

  18. Eine Gesellschaft, die Familie auf später verschiebt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie irgendwann ausbleibt.
    Kinderlosigkeit ist selten Egoismus meist ist sie das Ergebnis von Unsicherheit, Leistungsdruck und fehlender Stabilität.

  19. Na gö! Bei den Gehältern kann sich ja keiner mehr ein Kind leisten. Was erwartet die Politik

  20. Solange wir Pflegeurlaub nur zwei Wochen haben, und dieser nicht einmal am Stück genommen werden darf, keine familienfreundliche Kunderbetreuungsöffnungszeiten, die überteuerte Kinderbetreuung in den Ferien und weitere “Bestrafungen” dass man Kinder hat, werden die Geburten weiter sinken.

  21. Jedes Mal bei diesen Threads:

    “Die Welt ist zu grausam für Kinder.”
    “Keiner kann sich mehr Kinder leisten .”
    “Auf dem kaputten Planeten setz ich keine Kinder in die Welt.”
    “Keine Zeit zum Kinder erziehen, müssen arbeiten.”

    “Gott ist tot”  und übrig bleibt nur die moralische und pseudoökonomische Selbstentlastung.

  22. In den nächsten 50 Jahren wird Europa über 200 Mio Einwohner weniger haben, Afrika hingegen über 2 Mrd mehr

  23. Es gibt zu viele Menschen auf der Welt. Weniger Kinder zu kriegen ist ein Zeichen von Fortschritt – die Lösung zur Versorgung der Menschen ist nicht “mehr Kinder damit die uns aushalten wenn wir alt sind” sondern es müssten grundlegende Änderungen her. Bedingungsloses Grundeinkommen werfe ich mal in den Raum – insbesondere in Hinblick auf schwindende Arbeitsplätze (daran ändern mehr Kinder übrigens auch nix).

  24. Yes, bitte durch mehr unqualifizierte Zuwanderer aus dem Nahen Osten kompensieren dann passt wieder alles.

  25. Ein kleines Beispiel, ein Kinderhotel in Salzburg.

    07 – 14.02. -> 465€ je Erwachsene, 2 Kinder zusammen 65€ je Nacht

    14 – 21.02. -> 670€ je Erwachsene, 2 Kinder zusammen 130€ je Nacht (es sind die Semesterferien)

    Macht einen Unterschied von 270€ je Nacht.

    Nun können Familien mit Schulkindern nur in den Ferien Urlaub machen. Dafür dürfen wir solche Preiserhöhungen in Kauf nehmen. Das bezieht sich natürlich auf alles, nicht nur in diesem Fall…..auch die Reise nach Griechenland, oder in irgendeine Bude in Österreich kosten um ein vielfaches mehr.

    Das Kinderlose Pärchen, dass ohnehin schon viel mehr Geld verdient (weil beide 40 std arbeiten gehen können), kann sich um diese Unterschiede locker 2-3 Urlaube in der Nebensaison gönnen.

    Also wen wunderts?

  26. die aussage von plakolm ist wie ein schlag ins gesicht:

    Familienministerin Claudia Plakolm (ÖVP) sagte, man könne als Politik die Rahmenbedingungen setzen, aber es sei die Entscheidung eines jeden Paares, ob es Kinder wolle oder nicht. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei es, ein familienfreundliches Klima zu schaffen, in dem man gerne eine Familie gründe.

  27. Wäre sehr gut wenn man das Land endlich mal ein bisschen schrumpfen ließe. Weder Wirtschaft noch Natur können mit dem jahrzehntelangen Bevölkerungswachstum mithalten. Wenn gleichzeitig Wohnkosten und Bodenverbrauch explodieren ist es einfach zuviel.

  28. >Teenager-Mutter nahezu verschwunden. bei unter 18-Jährigen nur noch 0,4 Prozent

    und ATV findet sie

  29. Das ist halt auf lange Sicht unser ECHTES Problem in Österreich.

    Ja es ist toll, wenn wir länger und gesünder alt werden, nur wer soll das stemmen?

    Wir haben verständlicherweise viel weniger Kinder, viel weniger die Pensionskasse einzahlen, des geht sich halt ned aus in der Zukunft.

    Ohne Migration seit den 90ern wäre es jetzt schon sehr kritisch, unser aktuelles Pensionssystem überhaupt zu bezahlen.

    Nur noch länger Arbeiten? wird eh schon keiner mehr über 50 eingestellt, und in sehr vielen berufen geht es über 65 einfach nicht mehr. Nur was sollen wir tun? Alles über Mindestpension streichen? Politischer Suizid und selbst das wird wohl ned reichen? Altersvorsorge müssen die “Jungen” jetzt schon privat zusätzlich machen um sicher zu sein.

    Und erst die Versorgung der Alten. Mehr Pflegekräfte, mehr Altenwohnhäuser, mehr Gesundheitspersonal.

    Wer soll das zahlen und woher sollen die kommen?

  30. Frag mich wie viel davon am Tod des EFHs liegt. Weiß nicht obs nur mir so geht aber ich kann mir nicht vorstellen 2-3 Kinder in einer kleinen Wohnung aufzuziehen wod dich noch mit den Nachbarn herumschlagen darfst.

  31. Fakt ist, viele Leute sollten einfach keine Kinder bekommen. Ich finds ziemlich falsch, Kinder in die Welt zu setzen um eine Ehe, bzw Beziehung zu retten oder weil man net allein alt werden mag.

    Vielleicht sollte man sich mal andere alternativen überlegen, statt ein marodes Pensionssystem künstlich am Leben zu halten, auf kosten der jüngeren Generation.

  32. vater von 2 kindern hier. 4 jahre und 9 monate. das geld dass man vom staat bekommt ist ein witz. maximal 1 jahr bekommt man 80% des gehalts (deckelung 2300). dann musst du dein kind sofort in einen kiga stopfen und weiterarbeiten oder du bleibst in karenz und bekommst 0 geld. das machen wir ab märz 2026. kill me.

    und dann jammert der staat aber hauptsache den boomern wird der staubzucker in oasch blasn.

  33. Wir sind ewig in der Ausbildung hängen geblieben (Master u PhD im Ausland), dann Postdoc für die Partnerin in einem Land wo niemand EN außerhalb der Uni spricht, d.h. limitierte Jobchancen für mich, dann Job in Wien für mich, jedoch erst ein Jahr später einer für die Partnerin (wiederum befristet).
    Wir sind nun Mitte (ich)/ Ende (sie) Dreißig und grad erst jetzt im stabilen Leben angekommen (finanziell wie auch Routine ohne Gewissheit, in zwei Jahren eh wieder international Siedeln zu müssen). Urlaube leisten, spontan sein und das endlich vorhandene Geld genießen können wollen wir jetzt nicht unbedingt mit einem Kind wieder zunichte machen. Aufgrund des Alters, wird sich ein Kind jedoch schwer auf später verschieben lassen.

  34. Es gibt meiner Meinung nach keine einzige Boni dafür ein eigenes Kind in die Welt zu setzen. Habt’s ihr euch schon Mal umgeschaut? Bevor mein Kind irgendwo reingeborgen wird, wo’s um seine Existenz Angst haben muss, weil wir keinen Wohnraum/Arbeit haben, hab ich lieber keins.

    Adoption ist auch SO ein großes Thema und würde sehr viele Probleme in unserem System lösen, aber das ist wiederrum ein Thema wo Österreich immer etwas dagegen hat, dabei gibt es so viele Babys/Kinder die wirklich gerne ein Zuhause haben wollen. Und dass Nicht-Hetero Paare keine Kinder adoptieren dürfen, sondern nur eine Pflegefamilie sein dürfen in Österreich ist auch der größte Scheiss.

  35. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich lese wie schlecht die Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsplätzen in anderen Gemeinden ist. Ich bin in den 90-ern am Land (Dorf, nicht Speckgürtel) aufgewachsen und damals war der ganztägige Kindergarten schon absolut normal. Seit dem hat sich trotz Rückgang der Einwohnerzahl noch einiges verbessert. Wenn ich dann von OOÖ lese – einem Gebiet, das in meinem Kopf als von Industrie geprägt und näher am Schluss als meine Heimat vermerkt ist – frage ich mich immer wie das sein kann, dass es dort 30 Jahre später immer noch keine flächendeckende Versorgung gibt…

  36. Werden sie auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen und begrenztem (lebenswerten) Platz halt auch irgendwann müssen, an Politik und Fortschritt wäre es dafür zu sorgen das es trotzdem läuft.

  37. Versteh ich, grundsätzlich hab ich nichts gegen die Idee Kinder zu kriegen aber das würde mein Leben einfach in keiner Weise verbessern also wozu? Lieber stattdessen mein Leben genießen.

  38. Abgesehen von der immer größer werdenden Anzahl an Menschen, die einfach keine Kinder wollen, kenne ich auch viele, die sich zwar grundsätzlich Kinder wünschen, aber es dann doch nicht tun oder es ewig vor sich herschieben, weil die Rahmenbedingungen eine Katastrophe sind. EFH? Völlig ausgeschlossen. Wohnung in Familiengröße? Schwer leistbar, wenn ein Einkommen wegfällt vielleicht auch gar nicht mehr.

    Die Zeiten wo man wie mein Opa mit einem Bauarbeitergehalt eine 5-köpfige Familie ernähren und ein Haus finanzieren kann sind lange vorbei.

  39. Dass es weniger Teenagermütter gjbt als früher ist der Lichtblick.

    Ansonsten ist das alles ein Spiegelbild der kapitali Gesellschaft. Kinder kriegen limitiert in vielem, bringt aber Ressourcen technisch erst nach langer langer Investition was. Dazu kommt noch die klimakrise.

    Kinder kriegen ist in diesem Zustand eine irrationale Entscheidung.

Comments are closed.