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Wintersportler müssen an den Skiliften der Gerlitzen Alpe so lange warten, dass viele zu Fuß aufsteigen. Das Chaos herrscht in ganz Österreich.

Kärnten – Die Weihnachtsferien verwandeln Kärntens beliebtestes Familienskigebiet in einen Albtraum für Wintersportler. Während draußen der Pulverschnee glitzert, stehen hunderte Skifahrer dicht gedrängt in endlosen Warteschlangen vor den Liftanlagen der Gerlitzen Alpe.

Endlose Warteschlangen bilden sich vor den Liftanlagen der Gerlitzen Alpe.

Endlose Warteschlangen bilden sich vor den Liftanlagen der Gerlitzen Alpe. © Laurent Gillieron/dpa | Depositphotos/imago

Videos der Instagramseite „Klagenfurt Elite“ zeigen das ganze Ausmaß des Ansturms auf der Gerlitzen, wie OE24 berichtet. Die Wartezeiten bei den Liften werden so extrem, dass einzelne Skifahrer ihre Bretter schultern und die Piste selbst hinaufstapfen. Ein Bild, das normalerweise nur Skitourengeher bieten. Am Hintertuxer Gletscher kam es kürzlich zu einer dramatischen Rettungsaktion: Wintersportler blieben nach einem technischen Defekt stundenlang in einem Sessellift gefangen.

Überfüllte Skipisten sind in ganz Österreich ein Problem

Bereits bei der Anfahrt zum Parkhaus der Kanzelbahn bildeten sich um 8.00 Uhr morgens Staus bei der Abzweigung zum Campingplatz, schreibt das Portal Alpinfans. Skifahrer benötigten allein für die Warteschlange bei der Gondel so viel Zeit, dass manche erst gegen 9.40 Uhr in die Bahn einsteigen konnten.

Das Chaos beschränkt sich nicht nur auf die Gerlitzen. Laut Die Nachrichten.at kämpfen Wintersportler in ganz Österreich gegen endlose Warteschlangen in den Skigebieten. Besonders betroffen sind die Zufahrtsstraßen zu den Alpenregionen, wo sich der Verkehr staut. Auch Italien ist betroffen: Weil das Touri-Chaos hier so extrem war, musste sogar die Polizei eingreifen.

Die A10 Tauernautobahn zwischen Golling und Werfen zwang Autofahrer zu eineinhalb Stunden längeren Fahrzeiten in Richtung Villach. Der Stau reichte bis nach Hallein zurück. Auch die Salzachtal Straße kam nur schleppend voran.

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Während die Ski-Fans Geduld beweisen müssen, freut sich der Wintertourismus über starke Einnahmen. Vor allem bis zum 6. Januar werden die Wintersport-Gebiete von tausenden Touristen regelrecht geflutet. Die Betreiber der Gerlitzen Alpe hatten laut Information auf ihrer Website bereits vorsorglich die Öffnungszeiten um eine halbe Stunde verlängert, um dem Ansturm gerecht zu werden.

Das 53 Kilometer umfassende Pistennetz der Gerlitzen gilt als eines der familienfreundlichsten Skigebiete Kärntens. Mit 21 Liftanlagen und einem 360-Grad-Panoramablick auf die Kärntner Berg- und Seenlandschaft lockt es jährlich hunderttausende Besucher an. (Quellen: OE24, Alpinfans, Die Nachrichten.at, Gerlitzen.com) (tt)

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