Publiziert1. Januar 2026, 08:00
Luxemburg: Neues Jahr, neue Regeln – Das kommt 2026 auf Dich zu
Von der Rente über den Handel bis zur Schulpflicht: Das neue Jahr bringt viele Änderungen.

Der Jahresbeginn bringt eine Vielzahl ineinandergreifender Änderungen.
Zacharie Scheurer/dpa-tmn/dpa (Symbolbild)
Ab dem Jahreswechsel treten in Luxemburg zahlreiche Neuerungen in Kraft – vom Einkommen über Mobilität bis hin zu Schule, Steuern und Umwelt.
Mehr Geld, aber nicht überall Entlastung
Finanziell dürfen sich viele Haushalte auf leichte Verbesserungen einstellen. Die Renten werden zum 1. Januar um 1,5 Prozent angepasst. Zusätzlich rechnet das nationale Statistikamt Statec mit einer neuen Indextranche im dritten Quartal 2026. Löhne und Pensionen würden dann um weitere 2,5 Prozent steigen. Außerdem plant die Regierung eine degressive Unterstützung für Senioren.
Gleichzeitig steigen bestimmte Kosten. Benzin und Diesel werden durch die erneute Erhöhung der CO₂-Steuer um rund 1,5 Cent pro Liter teurer. Ab Juli 2026 kommt EU-weit eine neue Abgabe von drei Euro auf kleine Pakete aus Drittstaaten hinzu. Entlastung gibt es hingegen bei den Stromrechnungen: Der Marktpreis sinkt, zudem übernimmt der Staat weiterhin die Netzkosten.
Neue Regeln im Alltag und auf den Straßen
Auch im Verkehrsbereich ändern sich Abläufe. Auf der Autobahn A3 werden die Radare zur Kontrolle des Covoiturage-Streifens scharfgeschaltet. Außerdem wird die Kfz-Versicherung digital.
Reformen bei Arbeit, Rente und Handel
Mehrere Gesetze, die kurz vor Weihnachten verabschiedet wurden, treten in Kraft. Dazu zählt das neue Gesetz zu den Öffnungszeiten im Handel. Geschäfte dürfen werktags von 5 bis 21 Uhr öffnen, samstags bis 19 Uhr und sonntags bis zu acht Stunden.
Mit der Rentenreform steigen die Sozialbeiträge um 1,5 Prozent, verteilt auf Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Staat. Zudem wird die Beitragsdauer schrittweise verlängert. Ab Juli 2026 zählt zunächst ein Monat mehr, bis 2030 summiert sich die Verlängerung auf acht Monate. Die Regierung will außerdem am 6. Januar ihre große Steuerreform im Detail vorstellen, die ab 2028 gelten soll.
Schule, Soziales und Umwelt
Ab dem Schuljahr 2026/27 wird die Schulpflicht auf 18 Jahre ausgeweitet. Gleichzeitig erhalten Eltern künftig die Wahl, ob ihr Kind Lesen und Schreiben zuerst auf Deutsch oder auf Französisch lernt. Außerdem wird ein nationaler Armutsplan umgesetzt. Vorgesehen sind unter anderem ein digitales Sozialportal und neue Unterstützungen für ältere Menschen. Ab 2027 gibt es dann mehr Kindergeld.
Schließlich gibt es auch ökologische Neuerungen: Weitere Einwegprodukte aus Plastik werden verboten, um den Plastikabfall weiter zu reduzieren.
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(vs)