Der Schreck sitzt in der Schweiz noch immer tief: Bei einem Brand in einer Bar im Ski-Ort Crans-Montana sind über 40 Personen gestorben, mindestens 115 sollen verletzt worden sein. Zahlreiche von ihnen kämpfen um ihr Leben. Zudem werden noch einige Personen vermisst, manche Opfer konnten vorerst noch nicht identifiziert werden.

In der Schweiz laufen die Ermittlungsarbeiten zur Brandursache auf Hochtouren, aber auch mit der Versorgung der Verletzten hat das Nachbarland alle Hände voll zu tun. Man suchte international um Unterstützung.

Österreich will fünf Verletzte übernehmen

Hier hat Österreich nun seine Hilfe angeboten. Im Rahmen der Katastrophenhilfe habe man umgehend reagiert und über das Innenministerium die medizinische Betreuung von vorerst fünf schwer verletzten Personen angeboten, hieß es in einer Aussendung. Weitere medizinische Kapazitäten würden derzeit noch überprüft und im Fall umgehend den zuständigen Schweizer Behörden übermittelt werden.

Zudem bietet Österreich der Schweiz bei Bedarf auch kriminalpolizeiliche Assistenz an. “Hierunter könnten z.B. Spezialtätigkeiten wie DVI (“Disaster Victim Identification”, zu Deutsch: Katastrophenopferidentifizierung) fallen, ein Feld, wo die österreichische Polizei weltweit Ansehen genießt und auch tätig wird (z.B. Flut- oder Erdbebenkatastrophen, Flugzeugabstürze)”, so das Innenressort.

Auf Anfrage sagte das Innenministerium gegenüber “Heute”, dass man noch keine Antwort auf das Angebot vonseiten der Schweiz erhalten habe. Somit könne man auch zu den fünf Verletzten, die eventuell von Österreich betreut werden könnten, noch nichts sagen.

Kerzen auf Flaschen als Auslöser?

Das Feuer soll in der Bar “Le Constellation” gegen 1:30 Uhr ausgebrochen sein. Die genaue Brandursache ist aktuell noch Gegenstand von Ermittlungen. Gegenüber dem Sender BFMTV nannten zwei Französinnen Geburtstagskerzen auf Champagnerflaschen als Brandauslöser. “Sekunden später hat die gesamte Decke gebrannt”, sagte eine von ihnen.

Bilder und Videos davon verbreiten sich auch in den sozialen Medien. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich rund 200 Gäste in der Bar aufgehalten haben. Die meisten von ihnen sollen zwischen 15 und 20 Jahre alt sein.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.01.2026, 12:17