Ende Dezember 2025 gelang Dieben im deutschen Gelsenkirchen ein spektakulärer Coup: Mit einem Spezialbohrer verschafften sie sich Zutritt zu einem Tresorraum einer Sparkasse im Stadtteil Buer und entwendeten Beute im Wert von rund 30 Millionen Euro. So dachte man zumindest bisher.
Nicht 30, sondern mehr als 100 Millionen Euro?
Laut Informationen von Bild.de liegt die Summe deutlich höher. Statt von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag, über den ausgehend von der Versicherungssumme spekuliert worden war, ist nun von einem dreistelligen Millionenbetrag die Rede. Der Wert der Beute soll demnach bei über 100 Millionen Euro liegen. Seine Quelle gab das deutsche Newsportal nicht bekannt.
Beute steckte in Schliessfächern
Die unbekannten Täter hatten es auf die Schliessfächer im Tresorraum der Sparkasse abgesehen. Rund 90 Prozent der insgesamt mehr als 3000 Fächer wurden bei dem Einbruch aufgebrochen. Jedes einzelne ist mit bis zu 10’300 Euro versichert. «Rein rechnerisch wurde der Schaden zunächst auf bis zu 33’990’000 Euro geschätzt, da fast alle Fächer geplündert wurden», schreibt Bild.de.
Besitzt du ein Bank-Schliessfach?
Über die Garage in den Tresorraum
Für ihren Einbruch konnten sich die Täter Zeit lassen: Die Sparkassenfiliale war seit dem 23. Dezember geschlossen. Entdeckt wurde der Einbruch erst am Morgen des 29. Dezember. Die Täter verschafften sich von einer benachbarten Tiefgarage ausgehend zunächst Zugang zu einem Archivraum und durchbrachen dann die Stahlbetonwand zum Tresorraum mithilfe eines Spezialbohrers.
Aufmerksam geworden auf den Einbruch ist die Polizei durch einen Brandmeldealarm, der am Montagmorgen um 3.58 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen ist.
Schliessfachinhaber in Aufregung
Die Zahl der Geschädigten wird auf mehr als 2500 beziffert. Etliche von ihnen hatten sich nach dem Bekanntwerden des Einbruchs vor der Filiale versammelt und ihrem Unmut über die ausbleibenden Informationen ihres Geldinstituts Luft gemacht, wie die Nachrichtenagentur DPA schreibt. Es kam zu tumultartigen Szenen.
Professionelles Vorgehen und erste Hinweise
Videoaufnahmen aus der Garage zeigen das professionelle Vorgehen: So verlassen zunächst zwei der Einbrecher den Tatort mit einem Audi RS6. Zu sehen ist, wie ein Mann am Automaten das Parkticket bezahlt. Wenig später passiert das schwarze Auto die Schranke und fährt aus der Tiefgarage. Aufgrund des Fahrzeugs vermuten die Ermittler derzeit, dass die Täter aus der Niederlande gekommen sein könnten. Das Nummernschild war in Hannover geklaut worden.
Deutsche Medien berichten zudem von einem weiteren Wagen, einem weissen Kleintransporter, der beim Einbruch eine Rolle gespielt haben könnte.
