David Howarth (71) kollabierte nach einem Schwumm am Strand.Sein Labrador Beau alarmierte sofort Passanten durch Bellen.Ein Herzschrittmacher und ein Pfoten-Tattoo erinnern an die Rettung.

Vor etwas über einem Jahr hätte das Leben von David Howarth beinahe ein jähes Ende gefunden: An Weihnachten 2024 begab sich der 71-Jährige für einen Schwumm an den Strand im britischen Poole. Bei einem anschliessenden Spaziergang brach David dann plötzlich zusammen – weitab von anderen Strandbesuchern.

Glücklicherweise war auch Labrador Beau an diesem Tag mit dem verwitweten Senior unterwegs. Schnell merkte der Hund, dass etwas nicht stimmte, begann um sein Herrchen herumzurennen und bellte, um die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich zu ziehen. Dies wurde von Claire Dashwood bemerkt, die ebenfalls am Strand unterwegs war.

«War wie tot, lila und eiskalt»

Die 65-Jährige und ihr Partner begannen sofort damit, den leblosen Howarth zu reanimieren. «Er war wie tot, lila und eiskalt», berichtet die ausgebildete Pflegefachfrau gegenüber der «Daily Mail». Während andere Passanten den 71-Jährigen bereits für tot hielten, gab sie nicht auf – das schien auch Beau zu bemerken: «Er hätte mich anknurren oder attackieren können, aber er leckte mich nur ab. Er wusste, dass ich David helfe», so Dashwood.

David und Beau am Strand von Poole. Die Stelle, an der der Brite einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen hat, ziert heute ein Pfoten-Tattoo.

David und Beau am Strand von Poole. Die Stelle, an der der Brite einen Herzschrittmacher eingesetzt bekommen hat, ziert heute ein Pfoten-Tattoo.KatherineBaldwin/BNPS

Ein in der Zwischenzeit ebenfalls herbeigeeiltes Ärztepaar unterstützte bei den Reanimationsmassnahmen, bis die Ambulanz eintraf. Dreimal mussten die Rettungssanitäter den Defibrillator einsetzen, bis Howarth wieder Lebenszeichen zeigte und ins Spital gebracht werden konnte.

Von dort konnte er nach einer Woche entlassen werden, inklusive eines neu eingesetzten Herzschrittmachers. Diesen hat der 71-Jährige mit einem ganz speziellen Symbol dekoriert: So prangt auf der Stelle in der Brust, wo der Herzschrittmacher sitzt, ein tätowierter Pfotenabdruck von Beau – eine dauerhafte Erinnerung an seinen besten Freund, der ihm an jenem Tag das Leben gerettet hat.

«Als hätte ich im Lotto gewonnen»

«Ich verdanke Beau mein Leben. Ich fühle mich, als hätte ich im Lotto gewonnen. Ich bin total euphorisch», berichtet Howarth gegenüber der britischen Zeitung. Auch ein Jahr nach der Nahtoderfahrung halte das Glücksgefühl weiter an.

Glaubst du, Tiere können Gefahren spüren oder sogar Leben retten?

Lob für Beau und die beteiligten Passanten gibt es auch von den Profis: Laut Sam Kennard von der British Heart Foundation illustriere Davids Fall eindrücklich, wie wichtig es sei, in einem Notfall schnell zu handeln. «Ein Leben wurde gerettet, weil jemand die Anzeichen eines Herzstillstandes erkannte und sofort mit der Reanimation begann.»

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Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.