Crans-Montana (Schweiz) – Menschen liegen sich in den Armen, versuchen sich gegenseitig in diesen dunklen Stunden Trost zu spenden: Die ganze Schweiz weint um die Dutzenden Todesopfer, die bei dem schrecklichen Brand in Crans-Montana ums Leben kamen.
Es sind Bilder, die nur schwer zu ertragen sind. Sie lassen erahnen, wie groß Trauer, Verzweiflung und Hilflosigkeit bei Angehörigen und Betroffenen sein müssen. Rund 40 Menschen sind tot. Mehr als 100 weitere verletzt. Am Unglücksort haben zahlreiche Trauernde Blumen und Kerzen niedergelegt.
Zwei Frauen halten sich fest im Arm, versuchen, sich gegenseitig Halt zu geben
Foto: Getty Images
Während die Ermittler mit der Identifizierung der Opfer beginnen, sind einige Fragen zu dem Unglück weiterhin offen. Wie konnte es zu der Feuerkatastrophe in der bei Touristen beliebten Bar „Le Constellation“ kommen? Die Bar, die zur Todesfalle wurde, befindet sich im Erd- und Untergeschoss eines Wohngebäudes und hat Platz für 300 Menschen sowie 40 weitere Personen auf der Terrasse. Sie soll einem französischen Paar gehört haben. Einem Angehörigen zufolge sind beide wohlauf, aber seit der Tragödie untergetaucht.
Was sich am Neujahrsmorgen in Crans-Montana abspielte, ist für viele nur schwer zu begreifen
Foto: Getty Images
Das Feuer brach am Neujahrsmorgen gegen 1.30 Uhr aus. Zeugen berichteten, dass Kellnerinnen Champagnerflaschen, auf denen Wunderkerzen befestigt waren, in die Höhe hielten. Die Kerzen sollen der Decke dabei sehr nahegekommen sein. War diese Show womöglich Ursache für den verheerenden Brand?
Ein junger Mann stellt eine Kerze vor dem Ort der Katastrophe nieder
Foto: Stefano Laura/BILD
Laut Zeugen sei der Veranstaltungsraum im Untergeschoss, wo das Feuer ausbrach, nur durch eine Treppe mit dem Erdgeschoss verbunden gewesen. Einige beschrieben sie als „schmal“. Die Generalstaatsanwältin des Wallis, Béatrice Pilloud, bestätigte dies jedoch nicht. Sie betonte, dass die Ursache der Tragödie noch untersucht werde.
Die BILD-Reporter Fredrik von Erichsen (v.li.), Sebastian Prengel, Jörg Völkerling und Stefano Laura berichten aus Crans-Montana
Foto: Fredrik von Erichsen/BILD
Ein schwacher Trost für alle Angehörigen und die vielen Verletzten, die teilweise mit schwersten Brandverletzungen weiter um ihr Leben kämpfen.
Quelle: 20-Minuten02.01.2026