Eine Frau ist in den USA beim Wandern ums Leben gekommen. Vermutlich wurde sie von einem Puma angegriffen und getötet. Die Behörden teilten mit, dass die Frau allein in den Bergen unterwegs gewesen sei. Andere Wanderer hätten sie am Donnerstagmittag leblos in einem abgelegenen Waldgebiet auf dem Crosier Mountain Trail gefunden, etwa 80 Kilometer nordwestlich von Denver. Es wäre der erste tödliche Puma-Angriff auf einen Menschen seit 25 Jahren in Colorado.

Die Wanderer sahen laut einer Sprecherin von Colorado Parks and
Wildlife, der zuständigen Naturschutzbehörde, einen Puma in der Nähe des Körpers der Frau. Sie hätten das Tier mit Steinwürfen verjagt und dann festgestellt, dass die Frau keinen Puls mehr hatte.

Mitarbeiter der Behörde spürten laut der Sprecherin nahe dem Fundort der Leiche zwei Pumas auf und töteten diese. Gemäß den Vorschriften des Bundesstaates muss jedes Wildtier, das einen Menschen angegriffen hat, getötet werden, um weiteren Angriffen vorzubeugen. Es werde jetzt geprüft, ob an den Tieren Spuren menschlicher DNA nachzuweisen sind. Zudem würden sie auf Erkrankungen wie Tollwut und sonstige Auffälligkeiten untersucht. Wenn an den beiden erlegten Pumas keine menschliche DNA nachweisbar ist, werde man weiter nach Tieren suchen, die die Frau getötet haben könnten.

2019 erwürgte ein Jogger einen Puma

Sichtungen von Pumas seien in dem
bewaldeten Gebiet zwar häufig, es habe jedoch zuletzt keine
dokumentierten Angriffe auf Menschen gegeben, sagte die Sprecherin. Seit 1990 gab es in Colorado 28 solcher Angriffe auf Menschen, der letzte tödliche geschah 1990.

Im Februar 2019 war ein Jogger auf einem Wanderpfad nördlich von Denver von einem Puma angegriffen worden. Ihm gelang es jedoch, das Tier im Kampf mit seinem Fuß zu erwürgen. Sein Gesicht musste mit mehr als 20 Stichen genäht werden, außerdem verwundete ihn der Puma am Hals.

Die Tiere können bis zu 60 Kilogramm wiegen und mehr als 1,80 Meter lang
werden. Sie ernähren sich hauptsächlich von Hirschen. In Colorado wird
die Puma-Population auf 3.800 bis 4.400 Tiere geschätzt. Sie gelten als Großwildart und dürfen im Bundesstaat gejagt werden.