Laut Gasteiner Bergbahnen wurde um etwa 13.00 Uhr im Skigebiet Sportgastein ein Lawinenabgang im freien Skiraum im Bereich zwischen den Stützen Nummer sieben und acht der Goldbergbahn gemeldet. Der junge Tscheche wurde von Einsatzkräften geborgen und rund 20 Minuten lang reanimiert. Es kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Schneebrett im freien, ungesicherten Gelände
Trotz aller medizinischen Maßnahmen konnte der Notarzt des Rettungshubschraubers Christophorus 6 nur noch den Tod feststellen.
Laut ersten Informationen kam es zu dem Lawinenabgang, nachdem der Teenager in Begleitung von Freunden in einen steileren Hang im freien Gelände eingefahren sein und das Schneebrett dadurch ausgelöst haben soll.
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Behörden ermitteln
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang hat die Alpinpolizei übernommen – im Auftrag der Staatsanwaltschaft, wie es bei Unfällen mit Verletzten bzw. Toten im Gebirge generell gesetzlich vorgeschrieben ist. Weitere Informationen liegen dazu bisher nicht vor.
Frau bei Obertauern verschüttet und gerettet
Bei einem weiteren Lawinenabgang unweit der Südwiener Hütte bei Obertauern wurden zwei Tourengeher beim Aufstieg in Richtung Hengst verschüttet. Der Mann konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien, lokalisierte seine Begleiterin mittels LVS-Gerät und grub sie selbst aus: „Die Frau war komplett verschüttet. Beim Eintreffen unserer Einsatzkräfte war die Frau bereits befreit worden“, sagte Einsatzleiter Christian Binggl.

Bergrettung Salzburg
Ausrüstung der Alpinistin: In fast als zwei Meter Tiefe wurde die Frau von ihrem Tourengefährten gefunden
„Sie war ansprechbar, leicht unterkühlt und wurde vom Hubschrauberteam von ‚Martin 1‘ mittels Taubergung ausgeflogen und zur weiteren medizinischen Versorgung gebracht“, so Bergretter Binggl.
Die Tourengeherin dürfte keine schweren Verletzungen erlitten haben. Im Einsatz standen rund 20 Bergretter aus Obertauern und Mauterndorf (Lungau) und mehrere Hundeführer.
Großer Lawineneinsatz in Sportgastein
In Bad Gastein (Pongau) rückten 20 Bergrettungsleute am Dienstagvormittag im Ortsteil Sportgastein zu einem weiteren großen Lawinenkegel aus. Es gab den Verdacht, dass ein Snowboarder verschüttet wurde. Wintersportler beobachteten – bei der Bergfahrt vom Talboden in Sportgastein zum Kreuzkogel – aus einer Seilbahnkabine einen Snowboarder und den Abgang des Schneebrettes. Sie alarmierten via Mobiltelefon die Einsatzkräfte.

Bergrettung Bad Gastein
Schneebrett in Sportgastein unter dem Salesenkopf, wo niemand verschüttet wurde
Boarder meldete sich
20 Bergrettungsleute, Alpinpolizisten und die Besatzungen von drei Hubschraubern starteten den Lawineneinsatz. Wenig später meldete sich der Snowboarder, laut Bergrettung ein junger Schwede, bei den Bergbahnen telefonisch. Er sei wohlauf. So konnte rasch Entwarnung gegeben und der Einsatz beendet werden.
Von den Einsatzkräften gab es lobende Worte – für die Gäste, die aufmerksam waren und den Alarm auslösten, und für den Sportler, der sich gemeldet hatte. In Bad Hofgastein (Pongau), Thomatal (Lungau) und Zell am See (Pinzgau) wurden Dienstagmittag ebenso Lawinenabgänge gemeldet. Diese gingen ohne Verschüttungen glimpflich aus.
Appell der Bergrettung
Gerhard Kremser, Bezirksleiter der Bergrettung im Pongau, appellierte an Gäste und Einheimische zu Zurückhaltung im freien Gelände: „Die Lawinengefahr ist derzeit oberhalb der Waldgrenze erheblich. Es gibt sehr viele ältere Triebschneeansammlungen, die teilweise schwer zu erkennen sind. Dazu ist einiges mit Wind an Neuschnee gefallen.“


