Gemeinderatswahl
Am Sonntag wählt St. Pölten einen neuen Gemeinderat. Sie hält 25 der 42 Sitze im Gemeinderat und will mit Langzeit-Bürgermeister Matthias Stadler an der Spitze die absolute Mehrheit verteidigen. Stadler geht mit einem 87-Punkte-Arbeitsprogramm in die Wahl.
Der Wahlkampftag des amtierenden Stadtchefs beginnt in der Arbeiterkammer – die Gewerkschaft Bau-Holz lädt zum Neujahrstreffen, SPÖ-Spitzenkandidat Matthias Stadler vereint hier die Rolle des Wahlkämpfers und des Bürgermeisters. „Wir feiern 40 Jahre Landeshauptstadt und können sagen: Aus dieser Stadt ist etwas geworden. Aber aus dieser Stadt ist auch etwas geworden, weil viel gebaut worden ist“, so Stadler.
Dann geht es um die Stimmen der St. Pöltnerinnen und St. Pöltner. Neben Hausbesuchen setzt auch die SPÖ auf den direkten Kontakt in der Fußgängerzone. Zur Erdbeermarmelade mit Stadler-Bild am Etikett gibt es die Wahlinformation. 87 Punkte will die SPÖ für die Stadt umsetzen.
„Wir sind lebenswerter geworden“
Die SPÖ will die Wirtschaft für St. Pölten breit aufstellen, leistbares Wohnen fördern und neue Grünflächen schaffen. Die Stadt habe sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt und diesen Weg wolle er fortsetzen, so Spitzenkandidat Matthias Stadler. „Manche kommen mit Veränderungen auch mehr oder weniger gut zurecht. Aber letztendlich hat die Stadt von allen Dingen der letzten Jahre profitiert. Wir sind viel wohnensswerter geworden. Wir sind viel lebenswerter geworden.“

ORF
Bürgermeister Stadler verteilte am Donnerstag in der Fußgängerzone Erdbeermarmelade
Auch in den Bildungsbereich will Stadler investieren – und das trotz des Sparpakets, das erst im Dezember im Gemeinderat beschlossen wurde. Inzwischen habe man den finanziellen Turnaround geschafft. „Wenn man sich das Jahr 2025 anschaut, werden wir mit einem Ergebnis von 4,2 Millionen Euro im Positiven abschließen, die Konsolidierung greift.“
Stadler für Elektro-Busse
Nach Kurzbesuchen in den Geschäften und bei den Unternehmerinnen und Unternehmern führt die Wahlkampftour zum Bahnhof und den Haltestellen des LUP-Stadtbusses.
Der ORF NÖ berichtet im Vorfeld der Gemeinderatswahl über die Wahlkampf-Auftaktveranstaltungen aller im Gemeinderat vertretenen Parteien
Über den LUP und seine Zukunft wurde im Wahlkampf intensiv gestritten – unter anderem darüber, ob ab 2027 mit Elektro- oder Dieselbussen gefahren werden soll. Darüber sind sich die SPÖ St. Pölten und das von der FPÖ geführte Landesverkehrsressort uneins. Für Stadler kommt weiterhin nur die E-Mobilität in Frage.
56 Prozent bei letzter Wahl
„Die noch vorhandenen Dieselbusse sind nicht barrierefrei für Senioren und auch nicht für Familien mit Kinderwägen. Das ist alles keine Lösung. Wir brauchen die Elektrobusse und der Bund steht zur Finanzierung“, so der SPÖ-Spitzenkandidat.
Seit 1965 regiert die SPÖ in St.Pölten mit absoluter Mehrheit. Stadler will, dass das auch nach der Wahl so bleibt. 56 Prozent hat er als längstdienender Bürgermeister von St. Pölten zu verteidigen.