In Minneapolis sind heute Früh (Ortszeit) beim Einsatz von Bundesbeamten offenbar erneut Schüsse gefallen. Das berichtet der Gouverneur des US-Bundesstaates Minnesota, Tim Walz, auf Bluesky. Das Posting legt einen Zusammenhang mit der US-Einwanderungsbehörde ICE nahe und kritisierte deren Einsatz in Minneapolis scharf.

Nach Angaben von Sender CBS News kam es nach den Berichten über die neuerlichen Schüsse zu Zusammenstößen zwischen Bundesbeamten und Demonstranten. Aus Protest gegen die umstrittenen ICE-Einsätze nahmen bereits am Tag zuvor Tausende Menschen in Minnesota an einem koordinierten Aktionstag mit Streiks und mehreren Demonstrationen teil.

Zu den Protesten gehörten Kundgebungen, Gebete und Märsche in den Zwillingsstädten Minneapolis und St. Paul trotz eisiger Temperaturen sowie eine Demonstration auf dem Flughafen Minneapolis–St. Paul. Dort nahm die Polizei nach Angaben der Flughafenbehörde mehrere Menschen fest, nachdem Protestierende die genehmigten Bereiche verlassen hatten.

Die Organisatoren des als „Tag der Wahrheit und Freiheit“ bezeichneten Aktionstages fordern den Abzug der ICE-Beamten aus Minnesota sowie eine unabhängige Untersuchung eines ICE-Beamten, der Anfang Jänner bei einem Einsatz in Minneapolis eine 37-Jährige erschossen hatte.