Publiziert30. Januar 2026, 15:10

«Money Mule»-Rekruter: Verdächtiger in Betrugsfällen von Dubai nach Luxemburg überstellt

Ein zentraler Verdächtiger in Betrugsfällen wurde aus Dubai nach Luxemburg ausgeliefert. Ermittlungen zeigen einen Schaden von über 100.000 Euro.

In enger Zusammenarbeit mit ausländischen Polizei- und Justizbehörden konnte eine zentrale Schlüsselfigur internationaler Betrugsstrukturen identifiziert und nach Luxemburg ausgeliefert werden. Diese Person soll insbesondere in SMS-Phishing-Fälle und Geldwäscheaktivitäten involviert gewesen sein und zahlreiche sogenannte «Money Mules» in Luxemburg rekrutiert haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die betroffenen Opfer haben ihren Wohnsitz im Großherzogtum.

Gegen die Person bestand laut Staatsanwaltschaft seit Juli 2025 eine rote Interpol-Ausschreibung. Die Person sei im Dezember 2025 in Dubai festgenommen und am Donnerstag erstmals aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Luxemburg ausgeliefert worden. Nach ihrer Ankunft sei sie in Untersuchungshaft genommen worden. Es sollen sich die Verbindungsbeamten der Vereinigten Arabischen Emirate, Europol, die Fast-Abteilung Luxemburg sowie die Abteilung für Geldwäschebekämpfung der Einheit für Wirtschafts- und Finanzkriminalität der Kriminalpolizei an der Auslieferung beteiligt haben.

Ein Schaden von über 100.000 Euro

Im Rahmen derselben Ermittlungen sei am Dienstag eine zweite mutmaßlich führende Person in Luxemburg festgenommen worden, die bereits eine zwölfjährige Haftstrafe aus einem anderen Verfahren verbüßt habe und nun ebenfalls wegen dieser Taten verfolgt werde. Beide Personen stehen im Verdacht, derselben in Luxemburg aktiven Gruppierung junger Personen anzugehören. «Insgesamt wurden mehr als ein Dutzend Opfer mit einem geschätzten Schaden von rund 113.000 Euro identifiziert, der aus zwischen Dezember 2022 und August 2023 veruntreuten und gewaschenen Geldern stammt», so die Staatsanwaltschaft.

Die Justizbehörden betonen die Unschuldsvermutung und unterstreichen zugleich ihre konsequenten Bemühungen, sowohl ausführende Täter als auch die Hintermänner international agierender Betrugsnetzwerke zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen. Zudem warnt die Staatsanwaltschaft die Bevölkerung erneut davor, keine persönlichen Daten, Passwörter, Sicherheitszertifikate oder Bankinformationen weiterzugeben oder verdächtige Links zu öffnen. Auch die Beteiligung als sogenannter «Money Mule» stelle eine eigenständige Straftat dar und wird konsequent verfolgt.

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(tk)