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Gaza – Die israelische Armee (IDF) hat am Samstag militärische Infrastruktur im Gazastreifen angegriffen. Zuvor hatten die Terroristen der Hamas und ihrer verbündeten Organisation Palästinensischer Islamischer Dschihad laut IDF die Waffenruhe im Palästinensergebiet verletzt. „Als Reaktion auf die Verletzung des Waffenruheabkommens gestern (Freitag), bei der acht Terroristen identifiziert wurden, die aus der unterirdischen Terrorinfrastruktur im Osten von Rafah hervorkamen, haben die IDF und der Inlandsgeheimdienst bislang vier Kommandeure sowie weitere Terroristen der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad im gesamten Gazastreifen angegriffen“, erklärte die IDF in einer Stellungnahme.

Nach Angaben der IDF waren die Ziele der Operation ein Waffenlager, eine Waffenproduktionsstätte sowie zwei Abschussrampen der Hamas im zentralen Gazastreifen. „Die Terrororganisationen im Gazastreifen verletzen systematisch das Völkerrecht, indem sie zivile Infrastruktur und die Bevölkerung Gazas brutal als menschliche Schutzschilde für terroristische Aktivitäten missbrauchen“, fügte das Militär hinzu.

Die jüngsten Luftangriffe richteten sich laut von der Hamas geführten Gesundheitsbehörden gegen eine von der Hamas betriebene Polizeistation in Gaza und töteten dabei mindestens 26 Menschen.

Mehr zum ThemaWackelige Waffenruhe seit Oktober

Die von der IDF erwähnte Waffenruheverletzung am Freitag führte zur Festnahme eines wichtigen Hamas-Kommandeurs in Gaza. Später wurde er als ein zentraler Kommandeur des östlichen Rafah-Bataillons der Hamas identifiziert.

Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine wackelige Waffenruhe zwischen der radikalislamischen Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. Laut dem von US-Präsident Donald Trump (79) ausgehandelten Deal, muss die Hamas im nächsten Schritt – der Phase 2 des Abkommens – ihre Terroristen entwaffnen. Zudem soll das hunderte Kilometer lange Tunnelsystem zerstört werden.