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Washington (USA) – US-Präsident Donald Trump (79) richtet eine klare Botschaft an Kreml-Chef Wladimir Putin (73). Nach der Wiederaufnahme russischer Angriffe auf die Ukraine sagte Trump im Weißen Haus: „Ich will, dass er den Krieg beendet.“ Zugleich zeigte sich der US-Präsident enttäuscht, dass Putin die einwöchige Feuerpause auf Energieinfrastruktur während der Kältewelle nicht verlängert habe. Trotzdem lobte Trump den Kreml-Chef dafür, sein Wort gehalten zu haben. Eine Woche ohne Angriffe sei „viel“, betonte Trump – vor allem bei „wirklich sehr, sehr kalten“ Temperaturen.

Doch während Trump spricht, gehen die brutalen Angriffe auf die Ukraine weiter: In der südukrainischen Stadt Saporischschja wurden bei einem russischen Drohnenangriff nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet, darunter ein 18-jähriger Mann und ein Mädchen. Mindestens elf weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen Kinder. Der ukrainische Regionalgouverneur Iwan Fedorow (37) sprach von einem Angriff auf ein Wohngebiet. Auch die Hauptstadt Kiew wurde in der Nacht erneut beschossen – die kurze Feuerpause war damit beendet.

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Trumps jüngste Aussage fügt sich in eine lange Reihe oft widersprüchlicher Wortmeldungen zum Ukraine-Krieg ein. Im Wahlkampf versprach er, den Krieg „in 24 Stunden“ zu beenden, später sprach er von Monaten. Mal griff er die Ukraine scharf an, nannte Präsident Selenskyj (48) einen „Diktator ohne Wahlen“, mal drohte er Putin mit Zöllen und härteren Maßnahmen. Sein zentrales Motiv blieb dabei gleich: Trump will einen schnellen Deal – und stellt sich selbst als denjenigen dar, der den Krieg beenden kann.

Gleichzeitig wird weiter verhandelt: Bereits am heutigen Mittwoch wollen Unterhändler aus Kiew und Moskau in Abu Dhabi erneut direkt über ein Ende des Krieges sprechen. Die Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate sind für zwei Tage angesetzt und werden von den USA vermittelt. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen gibt es in einzelnen Punkten erste Annäherungen. Unverändert der Knackpunkt: Russland fordert den Rückzug der Ukraine aus der Region Donezk – für Kiew ein No-Go.