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Die Vereinbarung zwischen Assorestauro und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) stellt einen wichtigen operativen Schritt für den Wiederaufbau des libyschen historischen Erbes und die Etablierung einer italienischen Präsenz im Restaurierungssektor dar. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die nach der gestrigen Unterzeichnung der Absichtserklärung in Bengasi veröffentlicht wurde. „Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung ist ein wichtiger operativer Schritt. Sie ermöglicht uns, strukturiert am Wiederaufbau des libyschen historischen Erbes zu arbeiten und die Expertise des italienischen Restaurierungssektors vor Ort einzubringen“, erklärte der Direktor von Assorestauro. Andrea Griletto„Ziel ist es, eine stabile Verbindung zwischen libyschen Akteuren und italienischen Unternehmen aufzubauen und lokale Kompetenzen zu entwickeln, unter anderem durch strukturierte Ausbildungsprogramme“, fügte er hinzu und betonte, dass „Bengasi zu einem Testfeld für ein Wiederaufbaumodell werden kann, das Denkmalschutz, technologische Innovation, Nachhaltigkeit und internationale Zusammenarbeit vereint.“
Das Abkommen zielt darauf ab, eine stabile Partnerschaft zwischen Italien und Libyen bei der Sanierung des baulichen Erbes der Stadt zu etablieren, mit besonderem Fokus auf die italienische Architektur des frühen 20. Jahrhunderts, einem zentralen Bestandteil der urbanen Identität Bengasis. Allein im Stadtzentrum wurden über 150 wertvolle Gebäude aus der italienischen Ära identifiziert, die dringend gesichert und restauriert werden müssen. Laut operativen Quellen könnte diese Zahl aufgrund des derzeit von den lokalen Behörden erarbeiteten Masterplans für die Altstadt unterschätzt sein, da dieser eine höhere Gesamtzahl bedeutender Objekte ausweist. Dieses Erbe, teils durch den Konflikt beschädigt, teils durch jahrelange Vernachlässigung verfallen, stellt einen der wichtigsten Handlungsfelder für die internationale Zusammenarbeit dar. Die in den letzten Stunden intensivierten Feldarbeiten haben bereits zur Erstellung einer ersten Liste prioritärer Gebäude geführt, von denen viele vom Verfall oder Verlust bedroht sind. Dazu gehören symbolträchtige Bauwerke im sogenannten „Italienischen Viertel“, das einige der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der Kolonialzeit beherbergt.
Die von der italienischen Delegation unter der Leitung des Botschafters durchgeführten Inspektionen passen in diesen Kontext. Gianluca Alberini und vom Generalkonsul in Bengasi Philipp KolumbusGemeinsam mit Vertretern des UNDP und von Assorestauro besuchte das Projekt Orte wie den Al-Manar-Palast, das Rathaus und den Rabia-Markt. Über die operative Dimension hinaus besitzt das Projekt eine breitere strategische Bedeutung. Mittelfristig besteht die Möglichkeit, einen internationalen Aufwertungsprozess für das historische Zentrum anzustoßen, unter anderem durch Erhaltungsinitiativen, an denen Organisationen wie die UNESCO beteiligt sein könnten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung. Die Restaurierungsprojekte dienen auch als Plattformen zur Qualifizierung lokaler Arbeitskräfte durch strukturierte Programme, die den Bedarf des libyschen und letztlich auch des italienischen Arbeitsmarktes decken, wo ein Mangel an Fachkräften herrscht. In diesem Zusammenhang sieht das Projekt einen Ansatz vor, der auf praktischen Schulungen und potenziellen Austauschprogrammen mit Italien basiert. Der Generaldirektor des Fonds für Entwicklung und Wiederaufbau Libyens nahm ebenfalls an der Unterzeichnungszeremonie teil. Belgassem HaftarDies unterstreicht die Bedeutung des Abkommens für die Wiederaufbauprogramme des Landes.
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