Fußball gilt in Somalia als der beliebteste Sport – doch vor allem bei Männern. Mädchen und Frauen stoßen auf massive Hindernisse, wenn sie ihren Platz auf dem Spielfeld einnehmen wollen. Traditionelle Rollenmuster, fehlende Ressourcen und gesellschaftliche Vorurteile erschweren es ihnen, ihren sportlichen Träumen nachzugehen. Doch eine neue Generation von jungen Frauen zeigt, dass Wandel möglich ist. 

Fußball als Motor für Veränderung 

Zhahruzaad und Hana haben trotz aller Widerstände ihren Weg auf das Spielfeld gefunden. Zhahruzaad, die seit ihrer Kindheit von einer Karriere als Fußballerin träumt, nutzt den Sport, um Mädchen in Somaliland zu vereinen. Hana trat vor zwei Jahren dem Ubah Inspire and Fitness Centre in Hargeisa bei und setzt damit ein Zeichen: Sport kennt keine Geschlechtergrenzen. 

„Ich möchte, dass meine Gemeinschaft mich als fähige Sportlerin wahrnimmt“, sagt Zhahruzaad, die regelmäßig Trainingseinheiten für Mädchen organisiert. Hana ergänzt: „Sport bringt Lebensfreude, fördert kreative Gedanken und hilft dabei, aktiv zu bleiben.“ Beide Frauen sehen im Sport nicht nur körperliche Betätigung, sondern einen Weg, um mentale Stärke aufzubauen und Geschlechterklischees zu durchbrechen