Der UNHCR ist das Rückgrat der humanitären Hilfe – doch ihm fehlen die Mittel
Auf dem Weg nach Abeche stoppen wir noch in zwei weiteren Flüchtlingscamps. Auch dort hinterlässt die Unterfinanzierung bereits tiefe Spuren.
Die Versorgung und Logistik sind überlastet. Wir gelangen zu mehreren nicht mehr für den Unterricht genutzten Schulgebäuden, wo dichtgedrängt Flüchtlinge untergebracht sind. Die Blicke vieler Kinder wirken leer, die Frauen fast hoffnungslos. Noch während unseres kurzen Besuchs beraten die mit uns reisenden Mitarbeiter*innen des UNHCR mit den lokalen Kolleginnen und Kollegen, wie diese Situation verbessert werden könnte. Sehr schwierig angesichts der geschrumpften Mittel und der wachsenden Zahl der Schutzsuchenden im Tschad!
Der UNHCR ist bemüht, die Versorgung von Millionen Menschen in Gang zu halten.
Das UN-Flüchtlingshilfswerk ist im Tschad – wie überall auf der Welt – das Rückgrat der humanitären Struktur: Logistik, Registrierung, Schutz, Bildung, Wasser, Unterkünfte.
Doch die drastischen globalen Mittelkürzungen bedrohen das Überleben der Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen
Diese Reise hat mir gezeigt, wie nah Hoffnung und Verzweiflung beieinanderliegen – und wie sehr der UNHCR kämpfen muss, um zumindest das Allernötigste bereitzustellen.
Wir dürfen nicht wegsehen. Wir müssen handeln – jetzt!
Sehr eindrucksvoll hat es Jens Hesemann, Assistant Representative des UNHCR im Tschad, vor Ort formuliert:
Do, whatever works“.