Medizinisches Gerät für Ghana – Fotos; Privat

HÜNFELD
In Osthessen gegründet

30.11.25 – Vor wenigen Tagen wurde in Nüsttal (Kreis Fulda) mit der Beladung des riesigen Containers die Umsetzung eines medizinischen Großprojektes für Ghana gestartet. Der Verein „Die Ärzte für Afrika eV“ sendet jährlich 16 bis 18 Urologenteams nach Ghana.

Gerade für die ärmere Landbevölkerung steht nahezu keine urologische Versorgung zur Verfügung. Damit die deutschen Urologen arbeiten können, müssen die sehr primitiven Hospitäler mit moderner OP Technik ausgestattet werden. Im Container wurde eine komplette moderne OP-Technik sowie eine Anlage für die Sauerstofferzeugung verladen. Schon im Januar wird der Container in Ghana eintreffen und vom Techniker Detmer Hasselmann, ebenfalls Mitglied im Verein entladen und zum Catholic Hospital Battor/Ghana gebracht. Mit den einheimischen Technikern werden die modernen Geräte installiert. „Hilfe zur Selbsthilfe“ lautet das Moto des Vereins „Die Ärzte für Afrika eV“.

Durch Spenden und ehrenamtliche Arbeite konnten die 180.000 Euro dafür aufgebracht werden. Die Kosten für den Containertransport übernimmt die Organisation Engagement Global. „Ohne die Unterstützung der Nachbarn aus Nüsttal hätten wir niemals diese riesigen Kisten verladen können“, sagte Erhard Rübsam, der zusammen mit Professor Dr.Tilman Kälble den im Jahr 2007 gegründeten Verein leitet.

Erhard Rübsam aus Hünfeld hat mit Freunden vor 18 Jahren den Verein: „Die Ärzte für Afrika eV“ mit dem Ziel gegründet, die urologische Versorgung für die arme Landbevölkerung zu ermöglichen. Für die damals 23 Millionen Menschen in Ghana gab es fünf Urologen. Vier Urologen kamen bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

So wuchs unser Verein auf inzwischen 420 Mitglieder, hauptsächlich Urologen. „Wir betreuen in Ghana und Gambia neun Hospitäler. Diese sind der katholischen Kirche angeschlossen. Ich bin stellvertretender Vorsitzender. Meine Frau und ich sind zuständig für die Einsatzplanung, Organisation, Verwaltung und Finanzen. Fast täglich sind wir mehrere Stunden für den Verein tätig. Macht aber viel Spaß“, erklärt Rübsam.

„Wir konzentrieren uns auf Neuanlagen, da gebrauchte Technik für Afrika nicht geeignet ist. Viele Hospitäler entsorgen verbrauchte Technik in Afrika und deklarieren das als Entwicklungshilfe. Ein Verbrechen. Unsere Projekte finanzieren wir mit Spenden. Wir alle arbeiten ehrenamtlich“, so Rübsam abschließend.

(mp/pm) +++