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Tag 1: Stadtrundgang und kultureller Austausch in Windhoek
Nach der Ankunft in Windhoek besuchte die Delegation gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte zentrale Gedenk- und Erinnerungsorte, um die Geschichte Namibias zu würdigen und an die koloniale Vergangenheit zu erinnern. Ein Stadtrundgang führte durch das historische Zentrum Windhoeks, vorbei am Independence Memorial Museum, das die Unabhängigkeit des Landes symbolisiert, sowie zu weiteren Orten, die die Geschichte des namibischen Unabhängigkeitskampfes und den Beitrag Bremens dazu beleuchten.
Ein besonderes Highlight des ersten Tages war der Besuch eines Abwassersystem-Gemeinschaftsprojekts in einer Siedlung am Rande von Windhoek, das darauf abzielt, die Lebensbedingungen der Bewohner durch eine verbesserte Abwasserentsorgung zu steigern. Dieses Projekt verdeutlicht, wie technische Innovationen zur Lösung von Umweltproblemen und zur Verbesserung der Lebensqualität in unterversorgten Stadtteilen beitragen können.
Am Abend stand ein Empfang der Bürgermeisterin von Windhoek, Queen Omagano Kamati, auf dem Programm. In feierlicher Atmosphäre trug sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte in das Gästebuch der Stadt ein, um die langjährigen Beziehungen zwischen Bremen und Windhoek zu unterstreichen.
Tag 2: Politische Gespräche, Ausstellungseröffnung und neue Partnerschaftsprojekte
Der zweite Tag der Delegationsreise begann mit wichtigen politischen Gesprächen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte traf sich mit dem Parlamentspräsidenten Namibias, Peter Katjavivi, sowie Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila, um über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Chancen der Städtepartnerschaft zu sprechen. Themen wie die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, Projekte im Bereich der Wasserstofftechnologie und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit standen dabei im Fokus.
Ausstellung „Bremen – Namibia 1975–2024“
Anschließend eröffnete Bovenschulte die Ausstellung „Bremen – Namibia 1975–2024“, die die enge Verbindung zwischen Bremen und Namibia seit den 1970er Jahren zeigt. Die Ausstellung dokumentiert den Beginn der Kooperation, als Bremen als eine der ersten Städte in Deutschland die Unabhängigkeitsbewegung SWAPO unterstützte, und schlägt eine Brücke zu den heutigen Projekten in den Bereichen Bildung, Stadtentwicklung und Umweltschutz. Besucher können durch historische Bilder und persönliche Geschichten nachvollziehen, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt hat und wie aus der ehemaligen kolonialen Verbindung eine gleichberechtigte Partnerschaft entstand.
Nachhaltigkeit im Fokus: Besuch des „Waste Buy Back Centers“
Ein weiteres Beispiel für die praktische Zusammenarbeit zwischen Bremen und Windhoek ist das „Waste Buy Back Center“. Dieses EU-geförderte Projekt fördert den Umweltschutz und schafft gleichzeitig neue Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung. Die Bewohner der einkommensschwachen Randgebiete sammeln Abfälle und bringen diese zur Recyclingstation, wo sie dafür finanziell entlohnt werden. Der Abfall wird dann professionell aufbereitet und recycelt. Mit diesem Projekt zeigen Bremen und Windhoek, wie nachhaltige Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden kann.
Förderung von Start-ups: Bokamoso Incubation Center
Im Bokamoso Start-Up Incubation Center wurden am Nachmittag sechs Gewinnerinnen und Gewinner des „Green Business“-Wettbewerbs ausgezeichnet. Bovenschulte überreichte ihnen elektrische Lastenräder, die ihren nachhaltigen Start-Ups in der Abfallwirtschaft neue Mobilitätsoptionen eröffnen. Mit diesen Rädern sollen sie ihre Geschäftsideen umsetzen und weiterentwickeln können. Das Projekt zielt darauf ab, junge Menschen zu fördern und ihnen zu ermöglichen, innovative Lösungen für die Herausforderungen der Region zu entwickeln.
Tag 3: Verträge und Zukunftsperspektiven für die Städtepartnerschaft
Ein bedeutendes Ereignis des dritten Tages war die Unterzeichnung eines offiziellen Abkommens zwischen Bremen und Windhoek. Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Bürgermeisterin Queen Omagano Kamati setzten ihre Unterschriften unter ein Dokument, das die Städtefreundschaft der letzten Jahrzehnte in eine offizielle Städtepartnerschaft umwandelt. Das Abkommen fasst viele fachliche Vereinbarungen der vergangenen Jahrzehnte zusammen und formuliert neue Ansätze, um künftige Herausforderungen gemeinsam anzugehen.