Margret und Joachim Knoche sind seit Anfang Oktober wieder in Namibia. Von dort aus berichten sie folgendes:

Heute hatten wir wieder ein längeres Gespräch mit Albertina, Emely, Rosmary und Fritz, die unsere Suppenküche für die kleineren Kinder organisieren.
Die Mauer um unser Suppenküchenzentrum, die Albertina selbstständig angefangen hatte und die nun mit unserem Geld zu Ende gebaut wird, ist fast fertig. Ein Tor, der Verputz und die Farben fehlen noch.
Damit haben sich nun Fritz und Donald, Albertinas Sohn, einiges zuverdient. Sie haben alles selbst gemacht, auch die Steine hergestellt. Nun wirkt es ordentlich und recht sicher.
Über die vielen Kinder und das Essen mussten wir länger sprechen. Obwohl wir im Juli beiden Suppenküchen eine fünftägige Fortbildung organisierten, in der sie neben neuen Rezepten auch über die Haltbarkeit der Lebensmittel und über die Portionierung der Essenzubereitung viel lernten, reichten im September die Lebensmittel wieder nicht.
Seit August führt nun Fritz eine Anwesenheitsliste der Kinder in der Suppenküche. Und diese sagt sehr viel aus. Eigentlich soll das Essen für 80 Kinder reichen, aber in den letzten Tagen kamen 117 Kinder.

Alle bekamen Essen und somit wurde wohl immer mehr gekocht. Dann können die gekauften Lebensmittel auch nicht reichen.
Was tun? Ein Drittel der Kinder müssen von der Liste gestrichen werden, aber nach welchen Kriterien?
Fazit: Die Kinder, die öfter nicht kamen, scheinen das Essen nicht so nötig zu brauchen. Somit werden alle diejenigen, die regelmäßig anwesend waren, weiterhin Essen bekommen, aber die anderen nicht. Mit diesem Beschluss waren Emely, Rosmary und Albertina einverstanden. Nun haben sie eine plausible Erklärung für die Eltern und Kinder, die ab morgen nichts mehr zu essen bekommen sollen. Einerseits werden sie weniger kochen und andererseits die Portionen vorher genauer abwiegen. Wir werden sehen, ob die Lebensmittel nun bis zum nächsten Einkauf Anfang November reichen.
Das verlangt harte kontinuierliche Gespräche für Margret und mich und hoffentlich ist es auch ein Lernprozess für unsere namibischen Projektmitglieder.
Einen Tag später kamen wir wieder in Albertinas Suppenküche. Das schmackhafte Essen reichte dieses Mal nur für 80 Kinder, aber leider bekamen nicht alle Kinder die gesamten Beilagen. Einige Beschlüsse vom Vortag wurden nun schon umgesetzt, an anderen muss noch geübt werden.

Falls auch Sie unsere Projekte in Namibia fördern wollen, dann können Sie gerne auf unser Vereinskonto Sparkasse Hohenlohekreis, IBAN: DE57 6225 1550 0220 0211 06 überweisen. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Vereinshomepage www.namibia-verein.de.
Joachim Knoche, 1. Vorsitzender, Tel 07949 940269