Die kongolesischen Behörden sollen sich verstärkt für den Schutz von Leben und Eigentum einsetzen. Das forderte ein Bischof aus dem Norden des Kongos mit Blick auf einen tödlichen Angriff von Rebellen, bei dem 43 Menschen starben.

DR Kongo: Aktivistin Kamate fordert zivilen Widerstand

Micheline Kamate Mwendike, Mitbegründerin der kongolesischen Bürgerbewegung LUCHA, hatte vor Kurzem Papst Leo XIV. ihr Buch mit dem provokanten Titel „Der Krieg ist gescheitert“ …

Der Angriff ereignete sich in der Nacht vom 2. April im Dorf Bafwakao im Gebiet Mambasa. Die Allied Democratic Forces (ADF), eine mit dem Islamischen Staat verbündete bewaffnete Gruppe, stürmten dabei am Abend das Dorf und setzten Häuser in Brand. 

Der Bischof der Diözese Butembo-Beni im Nordosten des Landes bekundete seine Solidarität mit den betroffenen Dorfbewohnern. In seiner Osterpredigt ermahnte Melchisedec Sikuli Paluku die Gläubigen, sich von Handlungen abzuwenden, die die Menschenwürde verletzen. Die Auferstehung Christi bedeute nicht, die Welt aufzugeben, sondern seine Pflichten treu zu erfüllen.

Appell an Behörden

Bischof Paluku forderte die Behörden nachdrücklich auf, sich für den Schutz des Lebens und Eigentums der Bevölkerung einzusetzen und den Frieden in der Region noch stärker zu fördern. Die ursprünglich aus Uganda stammenden ADF sind seit den 1990er Jahren im Osten der DR Kongo aktiv und greifen wiederholt die lokale Bevölkerung an.

(aciafrica – cf)