Mindestens 42 Tote im Tschad nach Eskalation des Konflikts um einen Wasserbrunnen

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Gazeta-Express
27/04/2026 12:52
Bei Zusammenstößen zwischen rivalisierenden ethnischen Gruppen im Osten des Tschad, die durch einen Streit um einen Brunnen ausgelöst wurden, sind mindestens 42 Menschen getötet und 10 weitere verletzt worden, wie die Behörden mitteilten.
Der Konflikt ereignete sich in der Provinz Wadi Fira und betraf zunächst zwei Familien, eskalierte dann aber zu Racheakten, die sich über ein weites Gebiet ausbreiteten. Laut BBC wurden dabei mehrere Dörfer vollständig niedergebrannt.
Die tschadische Regierung gab bekannt, dass eine Delegation unter der Leitung von Vizepremierminister Limane Mahamat in das Gebiet entsandt wurde und die Lage nun unter Kontrolle sei.
Solche Auseinandersetzungen sind in dem zentralafrikanischen Land häufig, wo Spannungen zwischen Bauern und Hirten sowie ethnische Spaltungen zu anhaltenden Konflikten geführt haben. Oftmals werden sie durch den Wettbewerb um lebenswichtige Ressourcen wie Wasser und Weideland angeheizt.
Die Situation wurde durch die Ankunft von Flüchtlingen, die vor dem Bürgerkrieg im Sudan fliehen, weiter verschärft, was den Druck auf Ressourcen und Sicherheit in den Grenzgebieten erhöht.
Die Behörden haben erklärt, dass sie Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass der Konflikt im Sudan die Grenzregion weiter destabilisiert.