Auch Vertreter fallen aus

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Die algerische Nummer 1 Luca Zidane, Sohn von Legende Zinédine Zidane, droht für die Weltmeisterschaft auszufallen. Der 27 Jahre alte Torwart erlitt beim LaLiga2-Spiel seines FC Granada am Sonntag gegen UD Almería (2:4) nach einem Zusammenprall kurz vor Spielende eine Gehirnerschütterung und wurde in eine Klinik gebracht. Später gab der andalusische Klub bekannt, dass bei Zidane ein Kiefer- und Kinnbruch diagnostiziert wurde. Zwar ist bisher keine genaue Ausfallzeit bekannt, doch dürfte eine WM-Teilnahme aufgrund der Schwere der Verletzung mehr als fraglich sein.
Für Algerien um Nationaltrainer Vladimir Petkovic könnte dies innerhalb von nur zwei Wochen der dritte Torhüter sein, der für die Weltmeisterschaft ausfällt. Anthony Mandréa vom SM Cean (29, 21 Länderspiele) gab erst kürzlich sein WM-Aus aufgrund einer Schulterverletzung bekannt. Der im März erstmals nominierte Melvin Mastil (26) von Schweizer Klub Stade Nyonnais erlitt vor zwei Wochen einen Leistenbruch und fällt ebenfalls aus. Zidane hat seit seiner Einbürgerung im Herbst 2025 sechs Länderspiele bestritten. Nominiert war zuletzt auch Nachwuchskeeper Kilian Belazzoug (19) von Stade Rennes, der allerdings noch keinen Profieinsatz aufweist.
Auf die Suche nach Alternativen wird Petkovic voraussichtlich in der lokalen Liga gehen müssen, doch auch hier nicht ohne Hindernisse: Der zuletzt im CAF Confederations Cup stark aufspielende Oussama Benbout (31) von USM Algier war nach dem Afrika-Cup aus Protest über eine nicht erhaltene Chance in der Nationalmannschaft zurückgetreten.
