Es war eine böse Überraschung am Dienstagmorgen für Renaldo Weisheit, dem Zirkusbetreiber des Zirkus Afrika, als er seinen täglichen Rundgang über das Gelände machte. Sein neues Zirkuszelt: beschmiert und zerschnitten. Das Zirkuszelt und ein Wagen waren mit der Aufschrift „Tierschänder*innen“ versehen. Auf dem Kassenhäuschen stand „Tierquäler*innen“.
Angriff aufs Zirkuszelt
Neben dem finanziellen Schaden, den dieser Angriff mit sich bringe, fühle sich Renaldo Weisheit auch emotional getroffen. „Das Zirkuszelt ist für uns wie ein Kirchturm unseres kleinen Zirkusdorfes. Und das ist beschädigt. Das ist für uns schlimm.“ Hinter dem Angriff könnte eine linke oder linksextremistische Gruppierung stecken, denn aufgesprüht wurde auch das Symbol der Antifa und die Ziffern 161. Diese stehen für AFA – also antifaschistische Aktion.
Zirkus Afrika seit Jahren in der Kritik
Der Zirkus Afrika steht seit mehreren Jahren in der Kritik wegen seiner Tierhaltung. Insbesondere die Haltung der Elefanten sorgte für Schlagzeilen. Zu wenig Auslauf, Haltung in Ketten und Verhaltensstörungen hatte der Tierschutzverband Peta dem Zirkus vorgeworfen. 2022 beendete der Zirkus seine Elefantenhaltung. Mittlerweile gehören dem Ensemble noch zwei Pferde, zwei Dromedare und zwei Zebras. Deren Tierhaltung soll sich verbessert haben, sagt Renaldo Weisheit mit Vereis aufs Leipziger Veterinäramt, das die Tierhaltung abgenommen habe.
Artisten machen trotzdem weiter
Trotz des Angriffes soll, wie geplant, am 1. Mai der erste Auftritt der Saison stattfinden. Bis zum 17. Mai gastiert der Zirkus in Leipzig. Die Polizei hat eine Anzeige aufgenommen. Zusätzlich möchte der Zirkus nun auch weitere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.