Die Hintergründe des Konflikts in der Demokratischen Republik Kongo sind komplex und reichen bis in die Kolonialzeit zurück. Wir beschränken uns auf die grobe Beschreibung der Geschehnisse nach dem Völkermord an den Tutsi 1994 in Ruanda, bei dem mehr als 2 Millionen Ruander, sowohl Tutsi als auch Täter des Massentötens, Angehörige der Hutu, in die angrenzenden östlichen Gebiete des damaligen Zaire flohen. Der Völkermord destabilisierte die gesamte Region der Großen Afrikanischen Seen. 

Es folgte der Erste Kongokrieg vom Herbst 1996 bis Mai 1997 auf dem Territorium der DRKongo (damals Zaire), mit großen politischen und militärischen Spannungen im Grenzgebiet zu Ruanda. Extremistische Hutu übernahmen in grenznahen Flüchtlingslagern die Macht und nutzten sie als militärische Basen. In Folge des darauffolgenden Krieges und Vormarsches auf die Hauptstadt Kinshasa wurde Diktator Mobutu Sese Seko gestürzt.

Ab 1996 wurden mit Unterstützung des UNHCR die Mehrheit der insgesamt über eine Million Flüchtlinge nach Ruanda repatriiert.

Der Zweite Kongokrieg fand von 1998 bis 2003 auf dem Gebiet der DRKongo statt. Mehrere untereinander zerstrittene Rebellengruppen versuchten, die Regierung zu stürzen.  Beide Seiten wurden massiv von mehreren anderen afrikanischen Staaten unterstützt. 1999 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, 2002 wurde ein Friedensvertrag unterzeichnet und 2003 nahm eine Allparteienregierung ihre Arbeit auf, die 2006 freie Wahlen durchführte.

Insbesondere die Regionen Nord- und Süd-Kivu sind jedoch auch nach 2003 nicht zur Ruhe gekommen. Die reichen Bodenschätze im Osten der DRKongo sind einer der Hauptgründe für die Auseinandersetzungen, da sowohl Rebellengruppen als auch ausländische Mächte von der Ausbeutung der Ressourcen profitieren, was den Konflikt weiter anheizt.