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Die Universität Bengasi und die Polytechnische Universität Mailand haben kürzlich ein Abkommen über akademische und wissenschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist die Stärkung der Kooperation in Forschung und Lehre, insbesondere im Bereich der Erhaltung des architektonischen Erbes und der Sanierung historischer Stadtgebiete. Das Abkommen wurde vom Präsidenten der libyschen Universität unterzeichnet. Eiz Eldeen AldressiVertreter des Politecnico di Milano, einer der weltweit führenden Universitäten in den Bereichen Architektur, Architekturdesign und Denkmalpflege, die in diesen Disziplinen international zu den Besten zählt, werden insbesondere an Initiativen arbeiten, die die libysche Expertise in der Erhaltung des architektonischen Erbes und der Restaurierung historischer Stadtzentren stärken und so zur Bewahrung der kulturellen und städtebaulichen Identität des Landes beitragen. Das Abkommen sieht außerdem den Austausch von Studierenden und Dozierenden sowie die Möglichkeit zur Einrichtung gemeinsamer Studiengänge in den Bereichen Architektur und Denkmalpflege nach internationalen Universitätsstandards vor.

Das Abkommen ist Teil der Revitalisierung der Universität Bengasi, die als Symbol für den Wiederaufstieg der Kyrenaika gilt. Die Universität wurde im Krieg gegen islamistische Milizen zwischen 2013 und 2014 fast vollständig zerstört und zählt heute nach einem umfassenden Wiederaufbau zu den führenden akademischen Zentren Nordafrikas. Auf einem Gelände von rund 470 Hektar mit über 3.200 Dozenten und etwa 80 Studierenden ist die Universität in 33 Fakultäten unterteilt, darunter auch Zweigstellen in benachbarten Städten. Von den lokalen Behörden wird sie oft als „Kronjuwel“ des libyschen Hochschulsystems bezeichnet.

Die Kooperation mit dem Polytechnikum Mailand baut auf früheren akademischen Zusammenarbeiten auf, gewinnt aber im aktuellen Kontext, der durch das erneute Interesse am Wiederaufbau und der Stadterneuerung von Bengasi geprägt ist, besondere Bedeutung. Die Vereinbarung kann – formal unabhängig – parallel zu den für Februar geplanten Initiativen des Fonds für die Entwicklung und den Wiederaufbau Libyens unter der Leitung von … gesehen werden. Belgassem HaftarEs wird erwartet, dass eine Veranstaltung zur Wiederbelebung der Innenstadt von Bengasi stattfinden wird. Diese Veranstaltung soll internationalen Unternehmen, Technikern und Fachleuten als Plattform dienen, um Vorschläge und Visionen für den Erhalt und die Restaurierung der Stadt zu präsentieren, einschließlich der Gebäude aus der italienischen Kolonialzeit, die während des Konflikts mit islamistischen Milizen im Rahmen der Operation Karama zerstört wurden. Das akademische Abkommen ist zudem Teil umfassenderer Bemühungen zur Stärkung der Beziehungen zwischen Italien und Ostlibyen, die sich in den letzten Monaten auf verschiedene Bereiche erstreckten. Dazu gehören die Verbesserung der direkten Flugverbindungen nach Bengasi, die Fortsetzung der italienischen archäologischen Missionen in Kyrene und die Präsentation der Ergebnisse von Forschungsarbeiten italienischer Geologen in der Kyrenaika.

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