Tripolis-Saba:
Die Küstenwache der libyschen Nationalarmee konnte in der Küstenstadt Tobruk mindestens 404 Migranten retten, die sich an Bord von 10 Booten befanden, nachdem sie auf See harten Bedingungen ausgesetzt waren.
Der Libysche Rote Halbmond bestätigte heute Morgen, Donnerstag, in einer Erklärung, dass er 404 Migranten retten konnte, die sich an Bord von 10 Booten in der Küstenstadt Tobruk befanden, die im Osten Libyens nahe der Grenze zu Ägypten liegt.
Er merkte an, dass die Migranten unterschiedlicher Nationalitäten seien und dass seine Freiwilligen den Migranten nach ihrer Rettung Erste Hilfe, Essen und Decken zur Verfügung gestellt hätten.
Am vergangenen Montag wurde der Tod von zehn Migranten bestätigt, nachdem ihr Boot vor der Stadt Tobruk gekentert war; 31 weitere werden noch vermisst. Sechs Leichen wurden am Samstag geborgen, nachdem sie an Land gespült worden waren.
Laut Angaben der Internationalen Organisation für Migration wurden allein im Januar 2026 mindestens 375 Migranten bei „unsichtbaren“ Ertrinkungsunfällen aufgrund von Unwettern als tot oder vermisst registriert, wobei Schätzungen zufolge Hunderte weiterer Todesfälle nicht erfasst wurden.
Unterdessen wird die Zahl der im zentralen Mittelmeer vermissten Personen im Jahr 2025 laut dem Projekt „Missing Migrants“ der Organisation auf über 1.300 Migranten ansteigen.
Die Internationale Organisation für Migration betonte die Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit und schutzorientierte Maßnahmen zur Bekämpfung von Schleusernetzwerken zu stärken und sichere und geordnete Migrationswege zu schaffen, um Leben zu retten und Risiken für Migranten und Flüchtlinge zu verringern.