Seit zwei Jahrzehnten leistet der Verein Direkthilfe Nigeria im westafrikanischen Land, hauptsächlich im Distrikt Anambra, durch gezielte Projekte und Spenden wertvolle Hilfe. An der diesjährigen Mitgliederversammlung, die ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens stand, blickte Präsident Andy Tremp gemeinsam mit Projektleiterin Rita Reich zurück auf die Anfänge des Vereins.

Für Initiantin Reich ist es seit jeher ein Anliegen, armutsbetroffenen Menschen zu helfen. Wie sie berichtete, hat sie bereits vor der Vereinsgründung mit Helfenden an Basaren Produkte verkauft und mit dem Erlös Menschen in Not unterstützt. Auf Anraten des Viltersers Oskar Scherrer, der ebenfalls von Beginn weg im Vorstand sass, wurde ein Verein gegründet. Warum gerade Hilfe für Nigeria? Reich hat das Land auf Reisen besucht und dabei mit eigenen Augen gesehen, wie dringend die Menschen dort Unterstützung brauchen. «Sie hatten kaum etwas zu essen», erinnert sie sich.

Nachhaltige Hilfe

Heute ist das nicht anders. Noch immer leiden viele Menschen in Nigeria an Hunger. Dagegen kämpft der Verein: Seit der Gründung sind insgesamt fast 2 400 000 Franken in Hilfsprojekte geflossen. Über 600 000 Franken davon wurden für Nahrungsmittel und Kleidung verwendet. Rund 500 000 Franken wurden für Ausbildungen aufgewendet, weitere 400 000 Franken für den Bau und die Wartung von Brunnen. Grosse Beträge wurden auch für medizinische Hilfe, Aufbauprojekte und weitere Zwecke eingesetzt. Diese Zahlen zeigen: Dank der finanziellen Unterstützung konnte für die Menschen in Nigeria viel bewegt werden – Hilfe, die ihr Leben verbessert und nachhaltig verändern kann.

Dass die Hilfe auch weiterhin bitter nötig ist, zeigte der traditionelle Fotovortrag von Reich. Dank der Dokumentation der einheimischen Kontaktpersonen in Nigeria besteht die Möglichkeit, jeweils Einblicke in die getätigten Hilfsprojekte des vergangenen Jahres zu geben. Auch dieses Mal waren die Fotos und Berichte – von verschmutztem Wasser und Brunneneinweihungen, über Frauen, die Lebensmittel erhalten haben, bis hin zu Vorher-nachher-Aufnahmen von Operationen bei Beinfehlstellungen – sehr bewegend. Sie zeigen, unter welch prekären Bedingungen die Menschen dort leben und wie teilweise schon kleine Hilfeleistungen für sie eine grosse Veränderung bewirkt.

Neumitglieder sind willkommen

In einem weiteren Traktandenpunkt wurde Ursalina Bearth Hobi als Mitglied des Vorstands neu gewählt, der restliche Vorstand wurde bestätigt. Der Vorstand zeigte sich sehr dankbar für die vielen treuen Mitglieder und freut sich auch über Neumitglieder und Spenden, die dazu beitragen, weiterhin dort Hilfe zu leisten, wo sie besonders nötig ist. 

Weitere Informationen zum Verein sowie für Neumitgliedschaften und Spenden: www.helfthelfen.ch.