Souleymane ist ergriffen von den schrecklichen Erlebnissen der Mädchen und Jungen hier im Betreuungszentrum. Doch er sieht die positiven Veränderungen: Nach sechs Monaten sieht man, wie die Kinder wieder mehr Selbstvertrauen haben und es ihnen ein bisschen besser geht. „Wir versuchen, ihnen zu vermitteln, dass sie wertgeschätzt werden und dass sie, was auch immer in ihrem Leben passiert, hier betreut werden, als ob sie zu Hause wären.“ Und doch ist ihm bewusst, dass er und sein Team kein Elternersatz sein können. Die Kinder fragen nach ihren Eltern, wollen Mutter und Vater wiedersehen, so auch Issa und Abdou.
Olivia Ouedraogo von Plan International Burkina Faso erinnert an die Herausforderungen ihrer Arbeit: „Wir haben das Gefühl, dass wir nicht immer schnell genug handeln können. Einige dieser Kinder sind zum Beispiel schon seit sechs Monaten hier – wie sollen wir da noch ihre Verwandten finden? Es gibt zwar Unterstützung, aber nicht die psychologische, die sie bräuchten, denn Kinder sollten eigentlich immer bei ihren leiblichen Eltern sein.“
* Namen zum Schutz der Identität geändert
Die Geschichte wurde mit Material aus dem Plan-Büro in Burkina Faso aufgeschrieben.